t3n News Marketing

Twitter: Die 10 größten Fehler beim Marketing

Twitter: Die 10 größten Fehler beim Marketing

140 Zeichen sind eigentlich ziemlich wenig. Und doch kann man bei einiges falsch machen – nicht nur im Text. Hier zeigen wir euch die zehn größten Fallen beim Zwitscher-Marketing.

Twitter: Die 10 größten Fehler beim Marketing

Marketing via Twitter. (© luchezar - iStockphoto.com)

-
140 Zeichen entscheiden bei Twitter über Erfolg und Misserfolg.

Twitter wird von vielen Nutzern wegen der Kürze der Nachrichten geschätzt. Anders als in den ausufernden Statusmeldungen auf Facebook und Google+ ist hier schon nach 140 Zeichen Schluss. Und die eigentliche Botschaft ist oft noch kürzer, da der Platz für den Text durch Hashtags und Links weiter reduziert wird.

Das Schönste an Twitter ist die Echtzeit: Kein Algorithmus wählt anhand der Popularität meiner Freunde aus, was ich sehe und was nicht. Natürlich ist das auch fürs interessant, denn bei Twitter bleibt die organische Reichweite erhalten. Doch was tun, wenn diese auf einmal zurückgeht? Gestern waren es noch ein paar Follower mehr als heute und morgen sind es wieder weniger? Schaut euch eure Twitter-Timeline ganz genau an. Vielleicht habt ihr einen der folgenden zehn Fehler gemacht. Oder noch schlimmer: gleich mehrere.

1. Ihr schreibt nur Ego-Tweets

Ja, ihr seid klasse. Euer Unternehmen macht die besten Produkte und ist der beste Dienstleister. Das wisst ihr und eure Follower vermutlich auch, sonst würden sie euch nicht folgen. Also Schluss mit überzogener Selbstdarstellung. Twittert nicht nur über euch selbst, sondern auch über andere Dinge, die eure Follower interessieren. Was das sein kann? Zum Beispiel alles, was mit eurer Branche zu tun hat. Wenn Ihr einen Lieferdienst für Pizza betreut, könnt ihr Rezepte für Pizzen twittern, die ihr im Netz gefunden habt. Wird der Kunde nun selber backen? Oder einfach bei euch eine Pizza bestellen, weil das schneller und bequemer ist? Vermutlich letzteres, weil ihr ihm mit eurem Tweet Appetit gemacht habt.

2. Ihr spammt

Da man bei Twitter auch Leute ansprechen kann, die einem nicht folgen, ist es relativ leicht, Aufmerksamkeit zu erreichen. Theoretisch könntet ihr den Leadern der Branche einen Tweet mit einem Link zu eurer Webseite oder eurem Blog schicken. Dann sollte sich hinter dem Link jedoch der hochwertigste und passendste Content befinden, den man sich vorstellen kann. Gleiches gilt für eure Follower. Sie folgen euch ja schon, warum ihren Namen also noch mal im Tweet erwähnen? Die Ausnahme ist der direkte Dialog mit dem Follower. Dann ist im Nachgang ein Link oder ein weiterer Hinweis okay und hat durch Retweets eher das Potential, eure Followerzahl zu steigern.

3. Ihr schickt Ego-Retweets

Nicht jeder Tweet, der euch erwähnt, ist interessant. Und doch gibt es Twitter-Nutzer, die jeden Tweet, in dem sie vorkommen, gleich retweeten. Das klingt dann nicht nur wie: „Seht her, ich bin so toll”, sondern nach: „Seht her, auch andere denken, dass ich toll bin”.

4. Ihr retweetet ausschließlich

Es gilt wie eigentlich immer eine ausgewogene Balance zu schaffen. Ihr solltet nicht nur über euch twittern, aber eben auch nicht nur über andere beziehungsweise deren Tweets retweeten. Sicherlich macht es weniger Arbeit, nur mal eben den Retweet-Button zu drücken, aber so vermittelt ihr keine eigene Botschaft. Im schlimmsten Fall schanzt ihr den Schreibern der Originaltweets eure Follower zu, weil die eben originell und informativ sind.

5. Alles auf Twitter favorisieren

stars-
Weniger ist manchmal mehr, auch auf Twitter.

Stellt euch vor, jemand favorisiert jeden eurer Tweets. Toll, sie scheinem jemanden zu gefallen. Aber wenn es wirklich jeder Tweet ist, egal zu welchem Thema und zu welcher Tages- und Nachtzeit? Könnte irgendwann komisch werden. Ergo favorisiert nicht alles, was eure Follower tweeten. Und nein, ihr müsst auch nicht allen euren Followern selbst folgen.

6. Den Twitter-Moment verpassen

Wie bereits erwähnt läuft Twitter in Echtzeit. Manche Themen sind schon nach Stunden veraltet, im Extremfall halten sie sich ein paar Wochen. Wer es nicht schafft, auf dem Laufenden zu bleiben, was auf Twitter gerade abgeht, sollte nicht versuchen, dabei mitzumischen.

7. Alles auf einmal twittern

Jetzt wird mal eben getwittert. Fünf Tweets, dann wieder Tagesgeschäft. So funktioniert das leider nicht. Wenn eure Follower nicht online sind, sehen sie eure Tweets nicht. Es sei denn, sie scrollen ewig in ihrer Timeline, was wohl nur die wenigsten tun. Es gibt verschiedene Aussagen zur besten Twitter-Zeit, häufig wird den Nachmittagen an Werktagen die höchste Reichweite zugeschrieben. Nutzt daher Tools, die eure Follower analysieren und automatisch den besten Zeitpunkt für eure Tweets auswählen.

8. Negatives verbreiten

Dislike
Negatives hat im Marketing nichts verloren.

Natürlich ist auf der Welt nicht alles eitel Sonnenschein. Trotzdem haben negative Äußerungen — zumindest im Marketing — nichts auf Twitter zu suchen. Schon gar nicht, wenn es gegen die Konkurrenz geht. Wer über einen Konkurrenten twittert, sollte fair bleiben. Im Idealfall ensteht ein kleiner, lustiger Wettbewerb um die originellsten Tweets, aber niemals ein Online-Kleinkrieg, der auch wettbewerbsrechtlich Probleme macht.

9. Auto-DMs an alle neuen Follower

Umfragen zufolge ist das der Grund Nummer 1, warum Nutzer einen Account entfolgen. Also nutzt kein Tool, dass euren neuen Followern automatisch eine Begrüßungsnachricht schickt.

10. Gar nicht twittern

Die meisten Twitter-Nutzer lesen nur passiv mit, das ist genauso, wie in allen anderen Bereichen des Internets. Der durchschnittliche Twitter-Account hat gerade mal einen Follower. Wer aber als Unternehmen in sozialen Netzen unterwegs ist, sollte dort eben auch aktiv sein. Ein schönes Beispiel für einen verwaisten Account liefert der Modehersteller s.Oliver auf Twitter.

 

 

Newsletter

Bleibe immer up-to-date. Sichere dir deinen Wissensvorsprung!

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
4 Antworten
  1. von Katharina am 19.04.2014 (09:56 Uhr)

    Schöner Artikel, auch wenn über das Thema schon viel geschrieben wurde - manches kann man nicht oft genug sagen ... ;)
    Ein Aspekt fehlt mir allerdings: Timo, du schreibst "Gestern waren es noch ein paar Follower mehr als heute und morgen sind es wieder weniger? Schaut euch eure Twitter-Timeline ganz genau an. Vielleicht habt ihr einen der folgenden zehn Fehler gemacht."
    Der häufigste Grund, warum Leute MIR entfolgen, sind m.E. nicht "Fehler", die ich gemacht habe - sondern die simple Tatsache, dass ich ihnen nicht zurückfolge. Und das meist aus gutem Grund. Von daher muss nicht jedes Entfolgen auf Fehler zurückzuführen sein ... ;) (Außer man betrachtet es als Fehler nicht jedem zurückzufolgen. Was ich ausdrücklich nicht tue.)
    Viele Grüße
    Katharina
    @katharinalewald

    Antworten Teilen
  2. von Novehoten998A am 20.04.2014 (10:29 Uhr)

    Der Twitter ist nicht schlecht aber ist nicht mein Favorit als soziales Netzwerk. Hat ziemlich Einschränkung um Nachrichten zu versenden! Alles andere lässt sich gut dort übertragen z.b. Bilder und Videos!

    Antworten Teilen
  3. von how to make money from bitcoin am 21.04.2014 (08:54 Uhr)

    You should be a part of a contest for one of the greatest websites on the web.

    Antworten Teilen
  4. von Markus am 21.04.2014 (17:31 Uhr)

    "Wer über einen Konkurrenten twittert, sollte fair bleiben." - Extrem dünnes Eis! Da geht es primär nicht um Fairness, Moral oder Anstand sondern um rechtliche, den Wettbewerb und die Werbung betreffenden Richtlinien.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Marketing
Twitter: Jeder kann jetzt einen verifizierten Account beantragen
Twitter: Jeder kann jetzt einen verifizierten Account beantragen

Ab sofort kann jeder über ein Formular einen verifizierten Account mit blauem Haken bei Twitter beantragen. Doch es gibt Voraussetzungen. » weiterlesen

t3n-Daily-Kickoff: Twitter-Account von Twitter-CEO Jack Dorsey gehackt
t3n-Daily-Kickoff: Twitter-Account von Twitter-CEO Jack Dorsey gehackt

Dorseys Twitter-Account gehackt, Uber macht auf Waffengewalt aufmerksam und Facebook-Posts in mehreren Sprachen verfassen. » weiterlesen

Otherside: So kannst du die Timeline beliebiger Twitter-Nutzer sehen
Otherside: So kannst du die Timeline beliebiger Twitter-Nutzer sehen

Mit dem kleinen Web-Tool Otherside können Twitter-Nutzer die Timeline beliebiger anderer Nutzer einsehen. Otherside erstellt dazu eine Twitter-Liste mit allen Accounts, denen der Ziel-Account folgt. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?