TYPO3 Developer Days 2010: Mehr Workshops als Vorträge, TYPO3 5.0 zum Anfassen und Socializing

Die TYPO3 Developer Days ist die zentrale Veranstaltung für TYPO3-Entwickler - vom Einsteiger bis zum Profi. Unter dem Motto „Getting Things Done“ eröffnete das TYPO3-Core-Team die diesjährigen TYPO3 Developer Days in Elmshorn, einem Städtchen kurz hinter Hamburg. Nirgends sonst kann man sich so gut über die aktuell angesagten Technologien in Verbindung mit TYPO3 informieren, diskutieren, mit anderen an TYPO3 weiterentwickeln, offizielle Core-Team-Mitglieder kennenlernen und möglichst viele "Bugs" fixen.

Ein erstarktes TYPO3-Core-Team

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In der Keynote kam das zu einer beachtlichen Größe von ca. 35-40 Leuten angewachsene Core-Team von 4.x und TYPO3 5.0 nach vorne und stellte sich den Teilnehmern vor. Auch gab es einen schönen Rückblick über das letzte Jahr und die letzten erreichten Milestones, die zusammengefasst ungefähr so aussehen:

  • 4.3 Kickoff auf der T3DD09
  • T3CON09 in Frankfurt am Main
  • TYPO3Camp San Francisco
  • T3CON10 Dallas
  • FLOW3 inzwischen als Alpha9 verfügbar
  • erste, sichtbare Ergebnisse einer TYPO3 5.0-Demo-Site mit erstem Backend
  • TYPO3 4.4 wird released

Mitmachen erwünscht

Eine Besonderheit stellen in diesem Jahr die zahlreichen Workshops dar. Zwar gibt es nach wie vor den gewohnten Vortrags-Track zum reinen Zuhören, allerdings laufen parallel jeweils mehrere Workshops, bei denen man zu verschiedensten Themen sein KnowHow gemeinsam ausprobieren und vertiefen kann. Ich war vorhin zum Beispiel im Workshop "Building an ExtJS based web application" und habe unter Anleitung der Core-Team-Mitglieder Sebastian Kurfürst, Christopher Hlubek und Nils Dehl auf Basis des Javascript-Frameworks ExtJs eine kleine Webanwendung geschreiben, die mir die Vorteile des ExtJs-Frameworks noch einmal genauer vor Augen geführt hat.

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Die Themen

Viele Prinzipien moderner Webentwicklung sind natürlich auch auf den TYPO3 Developer Days wiederzufinden. Die Bandbreite geht jedoch darüber hinaus und reicht vom Git-Einsteiger-Workshop, Frontend-Performance, Unit-Testing, Selenium, Refactoring und Scrum bis hin zu TYPO3-spezifischen Dingen à la Typoscript, TYPO3-Backend und TYPO3-Debugging. „Nicht-Programmierer“ habe ich noch nicht viele gesehen. Die wären hier aber auch falsch, da die meisten Workshops ziemlich tief ins Detail gehen und für Programmierer deshalb umso interessanter sind.

Eine gemeinsame Basis: FLOW3 und Extbase

Interessant zu beobachten bei diesen Developer Days ist, dass die neue gemeinsame Basis in Form des komplett neu entwickelten PHP-Frameworks FLOW3 bei den Entwicklern angekommen zu sein scheint. Wurde bei den letzten T3DDs noch viel über das Für und Wider beim Einsatz von FLOW3 für eigene Praxis-Projekte diskutiert, so wird dieses Jahr fast durchgehend FLOW3 oder Extbase - das backportierte Pendant für TYPO3 4.x - als Standard vorausgesetzt. Auch bekommt man viele Gespräche über Praxisprojekte mit, die bereits mit Extbase realisiert werden.

Javascript is back

typo350pageEinige können sich vielleicht noch an eines der ersten TYPO3-Javascript-Backends erinnern. Das war um die Jahrhundertwede rum und ziemlich langsam. Alle waren froh, als endlich das neue, aufgeräumte Backend mit weniger Javascript-Code entwickelt wurde, dass wir heute als das "normale" TYPO3-Backend kennen. Seitdem ist einige Zeit vergangen und Javascript ist inzwischen auch in der TYPO3-Welt nicht mehr wegzudenken. Für TYPO3 5.0 hat man sich deshalb entschieden das neue TYPO3-Backend komplett mit ExtJS und damit komplett in Javascript zu entwickeln. Eine Vermischung von HTML und Javascript-Code soll so möglichst vermieden werden. Bevor jetzt die ersten Zweifel aufkommen: Ja, es gibt bereits einen funktionierenden Prototypen und das Ganze sieht gar nicht mal schlecht aus.

Socializing

Wer schon mal auf einem TYPO3-Event war, weiß, dass es ein „Social Event“ geben muss. Deshalb muss ich jetzt diesen Artikel auch beenden und meine Schwimmsachen zusammensuchen. Habe mich fürs Wasserhockey angemeldet und heute Abend geht es mit den anderen TYPO3-Entwicklern in den benachbarten Badepark zum Abkühlen. Bei gefühlten 40° in den Vortragsräumen scheint mir das genau das Richtige zu sein. Danach hilft mir sicher noch jemand mit meinem FLOW3-Testprojekt, dass ich vorhin in einem der Workshops angefangen habe..

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2 Answers

  1. von Sonya 19.08.2010 (20:56Uhr) 1.

    Hallo,

    "... und Socializing"

    soll das nun ein Hinweis auf die Kreativität zum eintippen nichtsagender Begriffe sein?
    Soll das vielleicht ein Hinweis auf das Pisa Niveau der Redateure sein?

    Den Artikel machen solche Wörter weder interessanter noch die Zeitschrift attraktiver - im Gegenteil.

    In der Hoffnung, zukünftig eine Zeitschrift erwerben zu dürfen die in einer vernünftigen Sprache geschrieben ist, dazu noch leicht und verständlich zu lesen, verleibt mit freundlichen Grüßen
    Sonya

    PS:
    Oft ist die Zeitschrift nach kurzem durchblättern im Regal liegen geblieben. Irgendwie reizt es gar nicht Geld auszugeben, für Druckerzeugnisse die massenweise Anglizismen verwenden.
    OK, bleibt das Geld für ein paar Kaffee übrig, auch etwas feines.

  2. von Martin Brüggemann 20.08.2010 (08:56Uhr) 2.

    Hi Sonya,

    "Socializing" ist der offiziell vom Veranstalter verwendete Begriff und ich finde der passt auch einfach super, für das was dort passiert :)

    "Oft ist die Zeitschrift nach kurzem durchblättern im Regal liegen geblieben. Irgendwie reizt es gar nicht Geld auszugeben, für Druckerzeugnisse die massenweise Anglizismen verwenden."

    Ich weiß nicht wie nah du Dich inhaltlich mit unseren Themen auseinandersetzt. Fakt ist, dass im Bereich Webentwicklung und Content Management Systeme viele Anglizismen verwendet werden, weil wir uns hier in einem internationalen Umfeld bewegen und es nahezu unmöglich wäre alle Anglizismen in korrekte, deutsche Begriffe umzuformulieren. Unsere Stärke ist ja gerade nah am Markt und den Geschehnissen zu sein und da müssen wir an so mancher Stelle auch die Sprache aufgreifen.

    Aber wo wir schon dabei sind. Wenn du mal etwas Konstruktives machen möchtest: Schreibe doch einfach einen "besonders schlimmen" t3n Artikel mit möglichst vielen Anglizismen in eine aus deiner Sicht korrekte Version um. Ich würde dann einfach mal unsere Leser fragen, welche Version besser ankommt.

    Schön wäre auch, wenn du hier mit deinem vollen Namen und einer korrekten E-Mail-Adresse schreiben würdest. Dann weiß man mit wem man es zu tun hat.

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