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Peinliche Datenschutzpanne: Uber veröffentlicht unverschlüsselte Kundendaten

Peinliche Datenschutzpanne: Uber veröffentlicht unverschlüsselte Kundendaten

Die Kritik an Ubers Umgang mit Nutzerdaten reißt nicht ab. Jetzt ist eine Liste mit Fundsachen inklusive Namen und Telefonnummern der Besitzer im Web gelandet.

Peinliche Datenschutzpanne: Uber veröffentlicht unverschlüsselte Kundendaten

Uber. (Foto: Uber)

Uber: Datenschutzpanne beim Ride-Sharing-Dienst

Uber hat vorübergehend eine Liste mit verlorenen Gegenständen unverschlüsselt ins Netz gestellt. Das geht aus übereinstimmenden Berichten von Vice und dem deutschen Journalisten Richard Gutjahr hervor. Problematisch dabei: Auf der Liste standen auch Namen und Telefonnummern der Uber-Kunden, die etwas in einem Wagen des Unternehmens vergessen hatten. Die Liste umfasste 155 Einträge und schien nur Kunden aus Südkalifornien zu betreffen.

Travis Kalanicks Uber nimmt Platz 2 der wertvollsten IT-Startups der Welt ein. (Bild: Flickr-LeWeb / CC-BY 2.0)
Uber-CEO Travis Kalanicks hat weiterhin mit schlechter Presse zu kämpfen. (Bild: Flickr-LeWeb / CC-BY 2.0)

Gegenüber der Süddeutschen-Zeitung hat sich ein Uber-Sprecher für den Vorfall entschuldigt. Die Daten seien versehentlich veröffentlicht worden. Dabei handelt es sich nicht um den ersten Datenschutzskandal aus dem Hause Uber. Im November 2014 hatte das Unternehmen Schlagzeilen gemacht, nachdem Uber-Manager Emil Michaels bei einem Dinner die Möglichkeit ansprach, kritische Journalisten anhand von Uber-Daten und dafür angeheuerten Detektiven zu diskreditieren. Später kam heraus, dass ein Großteil der Uber-Angestellten, inklusive den Fahrern, Zugriff auf Echtzeit-Bewegungsdaten der Nutzer hatte.

Uber: Ehemalige IBM-Datenschutzbeauftragte soll Datenschutzrichtlinien überprüfen

Schon im November hatte Uber die ehemalige IBM-Datenschutzbeauftragte Harriet Pearson engagiert, um eine Überprüfung der internen Datenschutzrichtlinien vorzunehmen. Besonders erfreut dürfte Pearson von der neuerlichen Panne nicht sein. Inwiefern die kurzzeitige Veröffentlichung von persönlichen Daten dem Unternehmen schaden wird, bleibt abzuwarten, zumal der Markt für die Personenbeförderung in den kommenden Jahren enger werden könnte. Erst Anfang Februar 2015 hat Bloomberg berichtet, dass Google an einem Konkurrenzprodukt zu Uber arbeiten soll.

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