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Ubuntu für Android macht aus deinem Smartphone einen Desktoprechner [MWC 2012]

, eine der beliebtesten Linux-Distributionen, wird mit dem gestern angekündigten „Ubuntu für Android“ auf Smartphones eine neues Zuhause finden, wenn es nach Entwickler Canonical geht. Das Desktop-Betriebssystem soll Android nicht ersetzen, sondern zusätzlich auf Smartphones installiert sein.

Ubuntu für Android macht aus deinem Smartphone einen Desktoprechner [MWC 2012]

Ubuntu für Android - Das Smartphone wird zum erwachsenen Linux-PC

Der Entwickler Canonical gibt an, dass anstelle einer abgespeckten Version, eine volle Ubuntu-Desktop-Version parallel zu installiert wird. Diese startet nur dann, wenn das in eine Dockingstation gelegt und mit einem Monitor oder Fernseher verbunden wird. Der Nutzer sieht bei der normalen Nutzung seines Smartphones keinen Unterschied. Erst wenn es mit einem Monitor verbunden wird, erhält man anstatt einer Spiegelung des Android-Homescreens eine erwachsene Ubuntu-Oberfläche mit vollem Funktionsumfang.

Auch mit dem Ubuntu-Desktop hat der Nutzer vollen Zugriff auf Daten, die auf dem Android-Smartphone gespeichert sind. Sowohl auf Fotos, Videos, Kontakte und selbst auf die Telefoniefunktion und SMS, als auch auf Android-Apps kann zugegriffen werden. Mit Ubuntu für Android stehen außer den Android-Applikationen auch weitere Linux-Anwendungen zur Verfügung, sodass das Smartphone als erwachsener Linux-Rechner genutzt werden kann.

Ubuntu-for-android
Ubuntu für Android – aus einem Smartphone wird ein Desktoprechner (Bild: Canonical)

Ubuntu TV als Bestandteil von Ubuntu für Android

Der Nutzer erhält darüber hinaus neben der Desktop-Linux-Version zudem auch Ubuntu TV, das der Entwickler bereits im Zuge der CES 2012 präsentiert hat. Mit diesen Features wird das Smartphone zu einer Multimedia-Station, sobald es per HDMI-Port an einen Fernseher angeschlossen wird. Wie in der Desktop-Version hat der User auch im Entertainment-Modus Zugriff auf Kontakte, Apps und die Telefonfunktion, sodass eingehende Nachrichten und Anrufe weiterhin entgegengenommen werden können.

Laut Canonical kann Ubuntu für Linux lediglich direkt vom Hardware-Hersteller vorinstalliert werden. Die Option, dass Nutzer das Betriebssystem nachträglich in ihr Android-Phone einspielen, ist offenbar nicht, oder noch nicht vorgesehen. Da die Hardwareanforderungen nicht allzu hoch angelegt sind, könnte Ubuntu für Android auf vielen aktuellen Smartphones laufen - es werden mindestens ein 1GHz Dual Core-Prozessor, 2GB Speicher, 512MB RAM vorausgesetzt. Canoncial wird Ubuntu für Android im Laufe des in Barcelona präsentieren und womöglich auch erste Kooperationspartner nennen.

Ubuntu für Android im Video:

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3 Antworten
  1. von Phicsa am 22.02.2012 (13:58 Uhr)

    Die Idee hat wirklich potential, damit könnten im privaten Bereich Desktops PCs, in ein paar Jahren, wirklich in Bedrängnis geraten, natürlich nicht bei Gamern, Design etc. aber für den 0815 durchschnitt der surft, emails schreibt und ab und zu ein Dokument verfasst und ausdruckt.

    Außerdem juckts mich jetzt schon in den Fingern...PC2Go ^^ das ist SciFi vom feinsten *g*

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  2. von Marc am 22.02.2012 (18:03 Uhr)

    Sehr interessante Idee und schöne Umsetzung, aber Ubuntu ist ja irgendwie auf dem absteigenden Ast.
    Ich hoffe dass solche Ideen, die wirklich viel Potential beinhalten, endlich mal zum "Mainstream-Durchbruch" verhelfen.

    Ich werde das auf jeden Fall mal weiter beobachten.

    Gruß
    Marc

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  3. von desk top am 24.02.2012 (19:46 Uhr)

    Die Idee ist schon älter und kam mir sofort als ich hörte, das Phones TVs und Monitore ansprechen können oder sogar HDMI-Anschlüsse haben. Bluetooth-Tastatur ist bezahlbar. Die Apps sind leider nicht schlau genug es konsequenter zu nutzen.
    Ubuntu zieht es durch. Die Frage ist, ob sie gut genug sind oder deren "gescheiterte Projekte"-Liste sich anzahlmäßig der von Google (Eric Schmidt, aber auch Brim und Page) annähert.

    Suse hat ja wohl auch heute oder so eine Distro für ARM-Chips vorgestellt.

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