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Übertriebene Verschwiegenheit? Mitarbeiter verklagt Google wegen interner Überwachung

    Übertriebene Verschwiegenheit? Mitarbeiter verklagt Google wegen interner Überwachung
Google Campus. (Bild: Google)

Google will verhindern, dass interne Informationen durchsickern und soll dabei gegen das Arbeitsrecht verstoßen. Der Rechtsstreit könnte das Unternehmen bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar kosten.

Google will Leaks vermeiden

Google geht mit seiner Verschwiegenheitspflicht zu weit, wirft ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber in einer neuen Klage vor. Das Unternehmen soll interne Überwachung betreiben, heißt es in dem vom Branchenportal The Information aufgedeckten Rechtsstreit. Um das Durchsickern von Informationen zu verhindern, verstoße die Alphabet-Tochter sogar gegen das Arbeitsrecht, heißt es.

Das interne Überwachungsprogramm geht laut der Klage so weit, dass Mitarbeiter mögliche illegale Aktivitäten ihrer Kollegen nicht melden dürfen – weder bei der eigenen Rechtsabteilung noch bei der US-Börsenaufsichtsbehörde. Hat ein Mitarbeiter den Verdacht, dass ein Kollege Informationen weitergibt, muss er dies laut dem Klageschreiben sofort melden. Einer der Google-Gründer soll bei einer Versammlung gedroht haben, dass jeder, der vertrauliche Informationen weiterleitet, fristlos gekündigt werde.

Google-Zentrale in Mountain View. (Foto: Asif Islam / Shutterstock.com)
Google ist laut einer Klage nicht so transparent, wie sich das Unternehmen gibt. (Foto: Asif Islam / Shutterstock.com)
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Vorwürfe „haltlos“

Weiter behauptet der Kläger, dass Mitarbeiter sich unter keinen Umständen öffentlich über Google äußern dürfen. Die Kontrolle über die Kommunikation betrifft dem Rechtsstreit zufolge auch Tätigkeiten außerhalb der Arbeit. Ein Mitarbeiter musste demnach seinen Roman über das Silicon Valley von seinem Arbeitgeber freigeben lassen.

Verliert Google die Klage, so könnte der Verstoß gegen das kalifornische Arbeitsgesetz teuer werden. Jedem Mitarbeiter würde bei einem Schuldspruch bis zu 14.600 US-Dollar zustehen, was einer Schadenszahlung von insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar entspricht, rechnet The Information vor. Das Unternehmen bezeichnet die Klage in einer Stellungnahme als „haltlos“ und betont: „Transparenz ist ein großer Teil unserer Kultur.“

via www.theverge.com

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5 Reaktionen
Geronimo
Geronimo

Google ist neben der NSA ja wohl einer der größten Datenkraken überhaupt und da wundert es noch einen, dass die Ihre eigenen Angestellten überwachen?

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Matziii
Matziii

Fragt sich nur, ob man gegen Google vorgehen kann, wenn man schon den Arbeitsvertrag unterschrieben hat. Im schlimmsten Fall zahlt man drauf und verzichtet dann auf sein üppiges Gehalt durch die Kündigung.

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Lars
Lars

Beschäftige dich mal mit dem "Strafschadensersatz" der US-Rechtsordnung. Wenn du deinen Arbeitgeber Zivil verklagst und Rechts bekommst, kannst du nicht nur Schadenersatz verlangen wie vor einem deutschen Zivilgericht, sondern es wird in einem auch noch eine Strafe im Sinne des Strafrechts eingefordert. Damit sind die Unternehmen dann aber auch strafrechtlich aus dem Schneider. (Ich denke das hat man aus dem Vatikan übernommen. ^^)

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markus_a
markus_a

Wenn mir ein Arbeitsvertrag nicht gefällt, muss ich Ihn ja nicht unterschreiben.
In meinem Vertrag steht auch eine Verschwiegenheitsklausel und kann damit auch fristlos gekündigt werden.
Ich finde es schon gerechtfertigt, dass Unternehmen wir Google, Apple oder Microsoft solche Klauseln haben. Wie sagt Audi so schön: "Vorsprung durch Technik".

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Lars
Lars

Aber der Arbeitgeber kann dir nicht verbieten illegales Handeln bei einer Behörde anzuzeigen. Und gerade das scheint Google ebenfalls verboten zu haben.

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