Der Gesamtumsatz des Online- und Versandhandels nahm in Deutschland 2012 um 15,6 Prozent auf nunmehr 39,3 Milliarden Euro zu. Damit liegt der Anteil des Online- und Versandhandels bei fast zehn Prozent am gesamten Einzelhandel.
Umsatz im E-Commerce laut Studie rekordverdächtig
Laut der bvh-Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2012" fiel das Wachstum der Branche im Vergleich zum Vorjahr 2012 weit höher als in den Vorjahren aus. Erstmals konnte die Branche um mehr als 15 Prozent zulegen.
„Die aktuellen Zahlen belegen einmal mehr, dass unsere Branche ein stetiger Wachstumstreiber für den deutschen Handel ist. Neben steigender Kauffrequenz und wachsenden Warenwerten ist es vor allem die zunehmende Zahl an Käufern, die die Basis für dieses phantastische Ergebnis schaffen", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.
Umsatz im E-Commerce macht 70 Prozent des Branchenumsatz aus
Auch das Online-Geschäft machte im vergangenen Jahr einen beachtlichen Sprung. Von 2011 zu 2012 stieg der Umsatz im E-Commerce um 5,9 Milliarden Euro auf 27,6 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil des Internet an allen Bestellmedien stieg von 63,8 Prozent im Jahr 2011 auf 70,2 Prozent.
„E-Commerce ist für die Konsumenten längst ein alltägliches und sicheres Geschäft. Die prozentuale Zunahme in diesem Segment unterstreicht die Entwicklungen der letzten Jahre und bestätigt die Bedeutung des E-Commerce für den Interaktiven Handel als Wachstumstreiber. Zudem haben sich mit Mobile und Social Media zwei wesentliche Kanäle im E-Commerce-Geschäft etabliert, die diese Entwicklung beschleunigen“, so Thomas Lipke, Präsident des bvh.
Deutsche geben online über 37 Milliarden Euro aus und kaufen meist auf Rechnung
Neben den 27,6 Milliarden Euro für online erworbene Waren, gaben die Deutschen 9,7 Milliarden Euro für digitale Güter wie Flugtickets, Veranstaltungen oder Fahrkarten aus. Der Umsatz mit digitalen Gütern und Dienstleistungen stieg 2012 um rund 21 Prozent.
Der Kauf auf Rechnung bleibt auch weiterhin der Deutschen liebste Zahlungsmethode. Allerdings wurde ein leichter Rückgang bei dieser Zahlungsmethode verzeichnet. Eine positive Tendenz wiesen hingegen digitale Bezahlmethoden auf. „Die Nutzerzahl digitaler Bezahlwege, die sich insbesondere im E-Commerce-Geschäft wachsender Popularität erfreuen, steigt. Für Händler und Kunden ist diese zukunftsweisende Form eine schnelle und sichere Form der Bezahlung“, so Christoph Wenk-Fischer.
Die Gewinner im E-Commerce
Die Gewinner 2012 waren Internet-Pure-Player (Umsatzplus von 40 Prozent), Stationärhändler mit zusätzlicher Online-Präsenz oder Katalog (Umsatzplus von 22 Prozent) und Teleshopping-Versender (Umsatzplus von sieben Prozentpunkten).
Frauen und Bekleidung besonders wichtig
Die Kundenstruktur ist beim Geschlecht ausgeglichen. Allerdings entfallen mehr als 56 Prozent der Umsätze auf Frauen. Mit Frauen generierte der Online- und Versandhandel 21,7 Milliarden Euro Umsatz, während mit männlichen Kunden 17,6 Milliarden Euro Umsatz generiert werden konnte.
Der größte Umsatzbringer war 2012 die Warengruppe Bekleidung. Das Umsatzvolumen dieser Warengruppe lag bei 10,78 Milliarden Euro - ein Plus von elf Prozent im Vorjahresvergleich. Ein noch größeres Plus konnte mit Unterhaltungselektronik und Elektronikartikeln erreicht werden. Diese Produktgruppe legte um 25 Prozent auf 4,08 Milliarden Euro zu. Auch bei Büchern stieg das Wachstum um zehn Prozent auf 2,59 Milliarden Euro zu.
Rosige Aussichten für 2013
Der bvh prognostiziert ein Umsatzwachtum auf 10,6 Prozent für das laufende Jahr. Allein der Umsatz im E-Commerce wird nach Einschätzung des Branchenverbandes um 21,3 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro wachsen.
Weiterführende Links
- Interaktiver Handel 2012: Umsatz im E-Commerce überspringt die 27-Milliarden-Euro-Grenze -bvh
- Trends und Handlungsempfehlungen 2013, um mehr Umsatz im E-Commerce zu generieren - t3n News

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