Kannte man Cellity in den vergangenen Jahren vor allem als Service, um Handykosten zu sparen, haben sie seit Kurzem einen neuen Dienst, der vor allem Nutzer von Social Networks begeistern könnte: Das Adressbuch 2.0 führt die Kontaktdaten und Konversationen aus verschiedensten Quellen auf dem eigenen Handy zusammen. Aber der Dienst ist nicht nur mobil verfügbar. Cellity-Chef Sarik Weber hat uns im Videointerview auf der CeBIT einige Fragen zu dem neuen Angebot beantwortet.
Das Schlagwort vom "Unified Messaging" geistert schon seit vielen Jahren durch die Internetszene. Dahinter steht die Idee, alle Kommunikationswege an einer Stelle zusammenzuführen - zum Beispiel SMS und E-Mail, aber auch private Nachrichten bei Twitter oder in Social Networks wie Facebook. Hier den Überblick zu behalten, wird zunehmend zur Herausforderung.
Weitere Schwierigkeit: Daten der eigenen Kontakte sind oft auf mehrere Networks und Services verstreut.
Cellity will alles das mit dem Adressbuch 2.0 zusammenführen. So gibt es beispielsweise eine auf Java basierende Handy-Applikation, die auf vielen Geräten von Nokia, Sony Ericsson, Samsung und anderen läuft. Auch für Googles Android-Plattform, das iPhone und den Blackberry soll es bald passende Programme geben. Außerdem kooperiert Cellity mit der E-Plus-Gruppe: Hier können die Kunden das Programm nutzen, ohne für den Datenverkehr bezahlen zu müssen. Weitere Informationen dazu auf dieser Seite.
Darüber hinaus gibt es den Dienst zugleich online, auch in einer mobilen Version. Alle Features sind hier aufgeführt.
Cellity bietet damit einen Service, den Palm in ähnlicher Form für das neuen Smartphone Pré angekündigt hat und dafür aus der Fachwelt viele Vorschusslorbeeren bekam. Zahlreiche Firmen aus unterschiedlichen Bereichen arbeiten ebenfalls an ähnlichen Lösungen. Kurz gesagt: Das Thema ist heiß, die Nachfrage scheint da.
Sarik Weber sieht Cellity und sein Angebot im Vergleich zu den Konkurrenten vorn. Man unterscheide sich durch intelligente eigene Lösungen. Dazu gehört die Möglichkeit, die Kontakte automatisch nach Häufigkeit der Nutzung sortieren zu lassen. Und tatsächlich macht die Benutzeroberfläche auch auf einem kleinen Handyscreen einen guten Eindruck. Was bislang über das Netz verstreut ist, fügt sich hier zusammen.
Wer sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, weiß: Da steckt ein hoher Entwicklungsaufwand dahinter. Viel Aufwand wurde beispielsweise in die Dubletten-Prüfung gesteckt. Die Daten aus den Social Networks abzufragen, war zum Teil eine weitere Hürde.
Neben der Funktionalität auf dem Handy oder im Web haben die Cellity-Nutzer außerdem einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Die zusammengeführten Daten sind nicht im System eingesperrt, sondern können exportiert werden.
Finanziert wird die kostenlose Software derzeit durch kleine Werbeeinblendungen und durch die integrierten Cellity-Dienste. Beispiel: Einen Kontakt aus dem Adressbuch 2.0 ruft der Nutzer standardmäßig wie gewohnt über seinen Telefonprovider an, kann aber auch einen "Cellity-Call" als Option wählen, um eventuell Kosten zu sparen. An diesen Services verdient Cellity mit.
Nicht zuletzt soll es künftig eine Premium-Version geben, die weitere Features bietet. Sie aktualisiert beispielsweise die Kontaktdaten aus den Networks automatisch, während man bei der kostenlosen Variante den Abgleich manuell anstößt.
Hier nun das Video-Interview mit Sarik Weber, geführt von Jan Christe auf dem CeBIT-Messegelände:

















[...] aus Zusammenführung und Export der Kontaktdaten. Maximaler Nutzen, maximale Freiheit. Hier könnt Ihr mehr über cellity auf der CeBit in Hannover lesen. Das komplette [...]
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