Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Unister-Betrug: Kreditvermittler will von nichts gewusst haben

    Unister-Betrug: Kreditvermittler will von nichts gewusst haben

Was genau hat sich bei der Vergabe des 15-Millionen-Euro-Kredits abgespielt? Das versucht das Landgericht Leipzig jetzt herauszufinden. (Foto: Unister)

Der Geschichte um Unister und den Tod von Thomas Wagner bleibt dubios. Jetzt hat der Angeklagte Wilfried Schwätter vor dem Landgericht Leipzig ausgesagt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft dem 69-Jährigen aus Unna vor, an den Geschehnissen in Venedig erheblichen Anteil gehabt zu haben und das Kreditgeschäft mit dem angeblichen israelischen Diamantenhändler Levy Vass eingefädelt zu haben. Die Rede ist von Betrug in einem schweren Fall.

Fall Unister: Es gab schon vorher einen ähnlichen Fall

Doch was Schwätter zu sagen hat, ist wenig erhellend. Er. vermittle, so berichtet es die Mitteldeutsche Zeitung, nicht den Eindruck, dass er ein großes Interesse an der Aufklärung des Falles habe. Er habe nichts von Betrug gewusst und den Kontakt zu dem angeblichen Geschäftsmann und Diamantenhändler Levy Vass hergestellt.

Doch dass Vass kein vertrauenswürdiger Geschäftsmann sei, müsste auch Schwätter klar gewesen sein. Er berichtete in der Verhandlung selbst, dass er zuvor schon einen Diamantenverkauf eines Russen mit Vass eingefädelt hatte. Bei der Geldübergabe auf einem Golfplatz in Norditalien stellte sich heraus, dass Vasse dem Russen überwiegend Falschgeld untergejubelt hatte.

Unister: Geschäftsführer und Firmengründer Thomas Wagner kam im vergangenen Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. (Foto: Thomas Wagner)

Anhand von Telefonmitschnitten zum Fall Wagner wird deutlich, dass Schwätter  nach dem Flugzeugabsturz zu verhindern versuchte, dass Details zu dem Deal mit dem Unister-Chef an die Öffentlichkeit gelangen. Zudem wurden in dem ausgebrannten Flugzeug unbeschädigte Darlehensverträge gefunden, die möglicherweise Fingerabdrücke des Diamantenhändlers Vass aufweisen könnten. Die italienische Polizei konnte die Fingerabdrücke einer bestimmten Person zuordnen, nach der gesucht wird.

Anzeige

Unister-Berater: „Ich glaube, wir haben die Mafia gesprochen.“

Schon in der vergangenen Woche hatten ein Investmentbanker und ein Manager Schwätter schwer belastet. Diese hatten sich im Auftrag von Thomas Wagner mit Schwätter und zwei weiteren Personen getroffen, um die Konditionen für den 15-Millionen-Euro-Kredit auszuhandeln. Man kam überein, dass der Deal Mitte Juli in Venedig abgewickelt werden solle und dass hierfür eine Sicherheit in Höhe von zehn Prozent des Betrages in bar erforderlich sei.

Eigentlich hätte Wagner spätestens nach dieser Unterredung gewarnt sein müssen. Denn die beiden Vertreter Wagners schilderten ihm laut Aussage beide, das Gespräch sei „höchst unseriös“ verlaufen und rieten ihm von der Transaktion dringend ab. In einer E-Mail heißt es dazu: „Komplett Waste of Time. Ich glaube, wir haben die Mafia gesprochen.“ Dass Wagner das Geschäft dennoch einging, zeigt, wie ernst die finanzielle Lage rund um die Unternehmensgruppe zu diesem Zeitpunkt gewesen sein muss.

Finde einen Job, den du liebst

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot