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German Angst: Deutschen Unternehmen ist Cloud-Computing zu unsicher

German Angst: Deutschen Unternehmen ist Cloud-Computing zu unsicher

Der Großteil der deutschen Unternehmen schreckt vor dem zurück – zu unsicher. Eine Aufklärungskampagne soll den Firmen die Angst vor der digitalen Wolke nehmen.

German Angst: Deutschen Unternehmen ist Cloud-Computing zu unsicher

Aufklärung soll Unsicherheit bei Cloud-Computing beseitigen. (Foto: FutUndBeidl …

Cloud-Computing: Verunsicherung über Datensicherheit

Das Thema Cloud-Computing scheint für viele deutsche Unternehmen ein rotes Tuch zu sein. Die Angst vor dem Speichern von Daten in der Cloud dürfte in den Enthüllungen Edward Snowdens zu den Spionageaktionen von NSA und Co. begründet liegen. Der aktuellen Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2015“ der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) zufolge herrscht bei 84 Prozent der deutschen Unternehmen große Unsicherheit darüber, ob ihre Daten in der Cloud sicher sind.

Cloud-Computing macht deutschen Unternehmen noch Angst. (Foto: FutUndBeidl / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die Hauptgefahren des Cloud-Computing sehen die Firmen hierzulande demnach in der eigenen Unwissenheit über die vorhandenen Risiken (89 Prozent), im Kontrollverlust über die eigenen Daten (73 Prozent) sowie in internen und externen Hackerangriffen (71 Prozent). Rund die Hälfte der befragten IT-Experten bemängeln darüber hinaus sowohl bei deutschen Unternehmen als auch bei Cloudanbietern einen zu sorglosen Umgang mit Daten in der Cloud.

Cloud-Computing-Anbieter sollen transparenter werden

Verunsicherung herrscht zudem bei der Wahl des richtigen Cloudanbieters. Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen mehr Transparenz darüber, ob die Anbieter die in der Cloud gespeicherten Daten nicht eventuell doch an US-Behörden und Geheimdienste weitergeben würden. Der NIFIS-Vorsitzende Thomas Lapp fordert daher eine Aufklärungskampagne über die Gefahren und Risiken des Cloud Computing.

Die Enthüllung der Spionage-Skandale hat die deutschen Unternehmen in puncto Datenschutz jedenfalls sensibilisiert, wie Lapp meint. Der Studie zufolge will rund die Hälfte der Unternehmen ihre Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz in diesem Jahr um 50 Prozent erhöhen. 17 Prozent wollen diese Ausgaben sogar verdoppeln.

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5 Antworten
  1. von Cloud Computing am 25.04.2015 (10:23 Uhr)

    http://t3n.de/news/handel-digitale-transformation-606502/
    zeigt ja auf das IT oft genug nicht funktioniert.
    Shops leaken ja oft genug Daten und aktuell gibts wohl wieder mal ein Shop-System welches wohl recht offen ist.

    Mangelndes Qualitätsbewusstsein wozu auch Sicherheit und Datenschutz und Datensparsamkeit gehören sind beim Bachelor vielleicht weniger geworden und waren schon beim Diplom und Silicon Valley (siehe M$ Fehler-Historie) oft vielleicht nicht groß nachgefragt.

    Früher wurde auf solche Ideen nicht reagiert. Aber wie man sieht läuft eine gigantische 4.0-Kampagne. Wenn die Cloud-Anbieter-Vereinigung also clever ist, organisieren sie sowas vielleicht auch und zeigen den Kundennutzen für Endkunden und für die Firmen auf. Schliesslich soll IT krass kosten kürzen. Die guten Anbieter können es vorrechnen. McDonalds sagt ja auch öffentlich das sie viel (ich glaube 300.000 Euro pro Jahr) sparen indem sie das gebrauchte Speiseöl zu Treibstoff für die LKW konvertieren. Wo bleiben die Erfolg-Stories der deutschen Cloud ? Oder gibt es keine und es ist eine Auftragsbeschaffungsmaßnahme für eine Branche die sowieso auf Monate ausgebucht ist weil sie keine Fachkräfte findet ?

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  2. von Ribert am 25.04.2015 (15:50 Uhr)

    Ich arbeite nur noch in der Cloud:
    alle Server sind bei Amazon AWS
    Überwachung der Hosts über Datadog
    Chat per Slack
    Google Apps for Works für Dokumente/Emails/Datenverarbeitung
    Github für meinen Code

    Kosten für die Infrastruktur über 40% gesenkt. Aufwand für die Instandhaltung/Wartung ist nicht mehr vorhanden, ich kümmere mich nur noch um meine Organisation und die Entwicklung der Webseiten.

    Schade dass ich erst so "spät" gemerkt habe dass Sicherheit ist eine Illusion ist. Ob mein Anbieter gehackt wird, der viel mehr Volumen für Sicherheitsmechanismen aufbringen kann, oder direkt die eigenen Server ist das Gleiche.

    Cloud ist die Zukunft, das wird hier mal wieder verschlafen. Ist aber auch gut so, weil ich jetzt schon mit allen Vorteilen arbeiten kann :-)

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  3. von Schnacki Müller am 26.04.2015 (23:18 Uhr)

    Der Beitrag folgt dem Trend der Pseuduaufklärung, indem die berichteten Auffassungen der "Anderen" (hier der deutschen IT-Nutzerschaft) verniedlicht und emotionalisiert dargestellt und als irrational hingestellt werden.
    Was soll "German Angst" als abwertender Begriff hier für einen Erklärungswert haben? Würdet Ihr das genauso lächerlich darstellen wenn es um andere, weniger hippe Themen geht?

    Wir können froh sein, wenn deutsche Unternehmen mit ihrer datenbewirtschaftung umsichtiger vorgehen als irgendwelche Skriptkinder, Fanboys und Webdesigner und Konsorten, die mal ihre Musiksammlung und ihre hausarbeiten in der Cloud lagern.

    Wir sprechen von Verwaltungsnformationen, Forschungs- und entwicklungsdaten, Personenstammdaten, Kundendaten, Projekt- und Produktplänen, und vor allem individuellen Inhaltesdaten die einem gesetzlichen Schutz unterlieden.

    Zusätzlich kommt die Vorsicht, sich nicht zu einseitig technisch und inhaltlich von wenigen monopolartigen Zulieferern abhängig zu machen (denn genau das sollen die Cloud-gianten ja werden).

    Hört mit diesem unausgegorenen Aktivistengelaber auf, denn die Sache für die Ihr euch hier stark macht hat mehre doppelte böden die Ihr gar nicht kennt und kapiert, wenn Ihr nur auf euren macbooks und Smartphones herumdödelt.

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  4. von Peter am 28.04.2015 (15:11 Uhr)

    Schnacki Müller, Du hast mir aus der Seele gesprochen. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass sich T3n zum Claqueur der amerikanischen Konzerne und ihrer angeblich so tollen Neuentwicklungen macht. Diese kritiklose Haltung gegenüber den Konzernen (besonders gegenüber Google, Apple, Amazon oder auch Neuerungen ala Uber), dieser unkritische, beifallhaschende "Journalismus" gegenüber vor allem amerikanischen Konzernen ist schon auffallend bis einschleimend.

    Wahrscheinlich gehört das neueste (meist überflüssige, aber hype) Equipment der Konzerne wenn schon nicht zum Inventar, zumindest zum Wunschzettel. Wie toll muss es sein, seine Daten permanent per Phone, Watch, App inkl. Bewegungsprofil an die Konzerne zu liefern. Und wie dringend wird die neue, hoffentlich dann schicker im Design Google Glass erwartet. Da sind die paar Daten in der Cloud doch ein Klacks.

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  5. von ronwalter78 am 18.08.2015 (19:59 Uhr)

    in 5 spätestens Jahren wird alles in der Cloud sein, da wird sich auch der Deutsche bis dahin gewöhnt haben, dass der Teufel doch nicht so schwarz ist. Es gibt viele gute Cloud Lösungen die nicht aus dem Hause Google, Microsoft oder Apple stammen. Spideroak, Boxcryptor, Stackfield

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