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UX-Designtrend „Microinteractions“ kurz vorgestellt

Microinteractions sind einzelne Interaktionen mit einem Produkt, die sich nur um einen einzigen Anwendungsfall drehen. Ein Smartphone zu entsperren oder einen Wecker zu stellen gehört ebenso dazu, wie die Vergabe eines „likes“ bei Facebook. All diese kleinen Aktionen haben nach Meinung des Designers Dan Saffer einen gehörigen Einfluss auf unsere Wahrnehmung eines Produktes.

UX-Designtrend „Microinteractions“ kurz vorgestellt

Microinteractions: Warum kleine Details so wichtig sind

In seinem gleichnamigen Buch erklärt Designer und User-Experience-Experte Dan Saffer, was Microinteractions sind und warum sie so wichtig für die Nutzungserfahrung seien. Laut Saffer handelt es sich bei Microinteractions um einen einzelnen Anwendungsfall eines Produktes. Dazu zählen die eingangs erwähnten Beispiele aber auch jede Änderung einer Einstellung würde dazugehören. Ebenso die Veränderung eines ablaufenden Prozesses wie beispielsweise das Drehen eines Lautstärkereglers. Auch das Ein- und Ausschalten eines Gerätes wäre eine solche Interaktion. Saffer sieht in Microinteractions die wahre Herausforderung bei der Gestaltung des Nutzungserlebnisses. Dabei bezieht er sich auf ein Zitat des amerikanischen Designers Charles Eames:

„Die Details sind nicht die Details. Sie machen das Produkt.“

Für Saffer besteht die Gefahr darin, dass die Arbeit auf der Makroebene dazu führen kann, dass die Details vernachlässigt werden. Diese Details aber machen die User-Experience nach Meinung des Designers erst aus. Wie man eine Nachricht bekommt, was man tun muss, um ein bestimmtes Feature an oder auszuschalten. Den Unterschied zwischen einem Produkt, das man toleriert und einem das man liebt, machten diese Dinge erst aus.

Die Anzahl der Microinteractions steigt

Während Maschinen früher nicht allzu viele Möglichkeiten zur Interaktion boten, steigt die Zahl der Microinteractions bei umfangreicheren Elektronikgeräten, Apps oder Webseiten auf ein Vielfaches. Genau deswegen erscheinen Saffer diese als so kritisches Element einer guten Nutzungserfahrung.

Wer sich für das Thema interessiert, findet in seinem Buch allerlei Beispiele aus aktuellen Geräten und Applikationen. Dort zeigt der Designer auch, wie man diese am besten in eigenen Apps, Widgets und Geräten einsetzt, und liefert dafür sogar ein eigenes Framework mit. Außerdem hat der Autor auf der Webseite des Buches eine nette Infografik veröffentlicht, welche den Begriff Microinteractions in aller Kürze erklärt. Die Grafik findet ihr unter diesem Artikel, das Original gibt es auf der Webseite als PDF-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken.

Ein Klick und ihr bekommt die ganze Infografik zum Thema Microinteractions angezeigt. (Quelle: Dan Saffer/Smart Design)
Ein Klick und ihr bekommt die ganze Infografik zum Thema Microinteractions angezeigt. (Quelle: Dan Saffer/Smart Design)

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2 Antworten
  1. von Jens am 09.07.2013 (11:04Uhr)

    Das ist kein Trend - hättet Ihr etwas mehr zu dem Thema gelesen, wäre es euch Aufgefallen.
    Das Buzzword vielleicht - guter Journalismus könnte hier differenzieren ...

  2. von Startups: So holt man einen Top-Designer… am 18.07.2013 (09:03Uhr)

    [...] UX-Designtrend „Microinteractions“ kurz vorgestellt – t3n News [...]

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