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Valleycon Silly: Lyft oder wieso das Taxi 2.0 in Deutschland nicht funktioniert [Kolumne]

Valleycon Silly: Lyft oder wieso das Taxi 2.0 in Deutschland nicht funktioniert [Kolumne]

Unser Korrespondent Moritz Stückler ist begeistert von einem Mobilitätskonzept im . Gleichzeitig aber auch enttäuscht, dass es vermutlich nie nach Deutschland kommen wird.

Valleycon Silly: Lyft oder wieso das Taxi 2.0 in Deutschland nicht funktioniert [Kolumne]

Moritz Stückler berichtet für t3n als Korrespondent aus dem Silicon Valley. In seiner Kolumne „Valleycon Silly“ schreibt er über all das, was ihm abseits der tagesaktuellen Nachrichten begegnet. Anhand von Alltagserlebnissen nimmt er die kulturellen Unterschiede zwischen den USA und Deutschland – natürlich vorzugsweise in Bezug auf Technik und Startups – unter die Lupe.

„Als ich hier angekommen bin, habe ich das Taxi genommen“

Als ich hier angekommen bin, habe ich das Taxi genommen, wenn ich besonders dringend von A nach B musste. So wie ich das eben aus Deutschland gewohnt bin. Nach wenigen Wochen habe ich dann mitbekommen, dass klassische Taxis in der hiesigen Tech-Sezne inzwischen etwas verpönt sind. Stattdessen nutzt die junge und technisch-affine Kundschaft lieber eines von vielen alternativen Mobilitätskonzepten aus den eigenen Reihen. Am populärsten ist in meinen Augen gerade eine App namens „Lyft“. Natürlich habe ich sie ausprobiert – und natürlich kann ich mir einen Vergleich mit Deutschland nicht verkneifen.

Lyft: Wie mytaxi aber für private Fahrer

Lyft ist eine App für Smartphones, die privat betriebene Taxis vermittelt. Das heißt: Bei Lyft kann jeder mit seinem eigenen Privatwagen zum Fahrer werden. Wer also von A nach B kommen möchte, der meldet sich bei der App mit seinen Kreditkartendaten und seinem Facebook-Account an, und drückt anschließend nur noch auf einen Button, wenn er ein Taxi benötigt. Anschließend werden alle aktiven Fahrer im Umkreis kontaktiert, ob sie die Fahrt übernehmen möchten. Der eigene Standpunkt wird natürlich via GPS gleich mit übermittelt. Das Prinzip ist ähnlich wie bei „myTaxi“ in Deutschland. Nur dass hier eben keine kommerziellen Taxiunternehmen unterwegs sind, sondern Privatpersonen.

Sicherheit: Lyft sortiert viele Fahrer aus

Da werden die Ersten schon aufhorchen, und sich fragen, wie es denn da um die Sicherheit bestellt ist – zurecht. Laut eigenen Auskünften des Unternehmens werden nur etwa 6  Prozent der Bewerber auch letztlich als Fahrer zugelassen. Zu diesem Prozess gehört unter anderem das Überprüfen des Fahrers bei der Zulassungsbehörde (vergleichbar mit unseren Flensburger Punkten) und bei der Polizei, eine Inspizierung des Fahrzeugs, ein zweistündiges Fahrtraining und ein persönliches Interview. Die Fahrer müssen außerdem mindestens 23 Jahre alt und drei Jahre im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Beim Bekanntwerden von Drogen- oder Alkoholdelikten werden die Fahrer ausgeschlossen.

Lyft versucht möglichst viel für die Sicherheit zu tun, und sortiert viele Fahrer aus. (Quelle: lyft.com)
Lyft versucht möglichst viel für die Sicherheit zu tun, und sortiert viele Fahrer aus. (Quelle: lyft.com)

Vornehmlich fahren bei Lyft junge Leute, die sich neben dem Studium noch etwas dazu verdienen oder einfach ihr Gehalt etwas aufbessern möchten. Statistisch sind die meisten Lyft-Fahrer übrigens weiblich (und zwischen 18 und 35 Jahre alt). Für die Fahrer ist Lyft ähnlich leicht zu verwenden wie für die Passagiere: Sie starten einfach die App und warten auf ihre Aufträge. Anschließend brauchen sie nur anzugeben, dass ein Fahrgast eingestiegen ist, fahren ihn zum Ziel und geben an, dass die Fahrt vorbei ist. Alles weitere macht die App automatisch via Zeitmessung und GPS-Lokalisierung.

Auch ums Kassieren brauchen sich die Fahrer nicht zu kümmern. Die Gäste zahlen über die App und können das auch tun, wenn sie schon längst aus dem Auto ausgestiegen sind. Kein Suchen nach Kleingeld, keine peinlichen Trinkgeld-Verhandlungen. Einfach aussteigen und die Zahlung in der App abschließen, wenn man gerade eine freie Minute hat. Bei diesem Vorgang muss der Fahrer auch mit ein bis fünf Sternen bewertet werden. Fahrer mit einer schlechteren Durchschnittsbewertung als 4,5 Sterne werden übrigens vom Programm ausgeschlossen.

Natürlich steckt sich Lyft eine Provision bei jeder Fahrt ein. Der Prozentsatz liegt normalerweise bei 20 Prozent, kann aber an besonderen Wochenenden oder Feiertagen auch mal auf null Prozent absinken, so dass die Fahrer die gesamten Einnahmen erhalten.

Lyft-Fahrzeuge „im Dienst“ sind am rosa Schnurrbart immer von weitem zu identifizieren. (Quelle: lyft.com)
Lyft-Fahrzeuge „im Dienst“ sind am rosa Schnurrbart immer von weitem zu identifizieren. (Quelle: lyft.com)

Alle gewinnen dabei – außer die Taxifahrer

Für mich ist das ein grandioses Konzept – von vorne bis hinten. Es ist super komfortabel für alle Beteiligten, es ist einigen Fällen sogar umweltfreundlicher, weil ungenutzte Passagier-Kapazitäten in bestehenden Autos genutzt und keine Fahrzeuge zu diesem Zweck extra in Betrieb genommen werden. Und am Ende ist es für den Kunden natürlich auch billiger als Taxi fahren – im Schnitt etwa 30 Prozent unter dem Preis eines herkömmlichen Taxis.

Die Einzigen die damit ein großes Problem haben sind natürlich die hauptberuflichen Taxifahrer. Deswegen befindet sich Lyft auch im ständigen Rechtsstreit mit dieser Berufsgruppe. Es scheint aber so, als ob alle Verfahren zugunsten von Lyft ausgehen werden. Sogar der Bürgermeister von San Francisco ist begeistert und erklärte den 13. Juli zum Lyft-Day.

Die Lyft-App für iOS und Android ist kinderleicht zu bedienen. (Quelle: lyft.com)
Die Lyft-App für iOS und Android ist kinderleicht zu bedienen. (Quelle: lyft.com)

Parallelen zum Geschäftsmodell von Spotify oder Netflix

Hier wird gerade innerhalb von wenigen Jahren ein etabliertes Geschäftsmodell und eine bestehende Berufsgruppe (Taxis und Taxizentralen) ausgehebelt und vermutlich irgendwann komplett überholt. Das haben wir in anderen Lebens- und Geschäftsbereichen in den letzten Jahren schon oft erlebt, allerdings meist im virtuellen Raum: Spotify und Co. haben die klassischen Vertriebswege von Musik revolutioniert, im Filmbereich ist dieser Wandel mit Firmen wie Netflix und YouTube gerade erst im Gange. Und in allen Fällen haben die Verwalter des Status Quo geschlafen und dafür am Ende die Rechnung kassiert.  So auch in diesem Fall: Auch ein Taxifahrer muss jeden Tag überlegen, wie er auf der Höhe der Zeit bleiben kann, um nicht irgendwann von einer solchen Welle überrollt zu werden – genau wie Musiklabels oder Verlage. Das Taxi-Gewerbe hat aber in den letzten Jahrzehnten geschlafen und erntet jetzt die Früchte dafür (in Europa vor allem durch myTaxi, hier in den USA eben durch Lyft und Co.)

Lyft kann in Deutschland nicht funktionieren

Und so begeistert ich von Lyft auch bin, stellt sich mir nach dem Aussteigen eine Ernüchterung ein – denn ich weiß: Diese tolle Erfindung werde ich in Deutschland noch jahrelang vermissen. Aus vielen Gründen könnte eine Idee und ein Konzept wie Lyft in Deutschland nicht funktionieren. An vorderster Front, weil es in Deutschland für die Beförderung von Personen natürlich ein Gesetz gibt, das Personenbeförderungsgesetz. Dort steht drin, dass jeder, der kommerziell Personen befördert, eine Genehmigung benötigt, die „Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung“. Diese Erlaubnis muss natürlich mit einer ganzen Horde von Belegen und Zeugnissen erst mühsam beantragt werden und kostet auch ein paar hundert Euro – ein Todesstoß für das simple wie geniale Lyft-Konzept.

Diese Situation ist in meinen Augen ein gutes Beispiel für viele andere Probleme in Deutschland: Wir haben so viele Lebensbereiche mit Gesetzen und Vorschriften versehen, dass offensichtlich bessere und gute Erfindungen und Innovationen blockiert und verhindert werden. Und natürlich weiß ich, dass solche Gesetze in Deutschland nicht komplett willkürlich geschaffen werden, sondern meistens aus einem Missstand heraus. Aber ich persönlich finde nicht, dass die potenziellen Nachteile (Etablierung privater, illegaler und eventuell unsicherer Taxis in Deutschland) die offensichtlichen Vorteile (Einführung eines günstigen und einfachen Mobilitätskonzeptes für Jedermann) überwiegen. Oder übersehe ich hier etwas? Ganz im Gegenteil: Sollte sich in Deutschland ein ähnliches Konzept etablieren können, würde es bei entsprechender Attraktivität anderen, unabhängigen und illegalen Taxi-Fahrern das Wasser abgraben.

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9 Antworten
  1. von padde am 28.11.2013 (15:07 Uhr)

    Hm ... ist ein Personenbeförderungsschein nicht nur für gewerbliche Nutzung bei Fahrten mit Personen > 8 notwendig?

    Anderenfalls wären Mitfahrzentrale o.ä. ja auch "illegal"?!

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  2. von Taxi-Dienste für alle am 28.11.2013 (16:38 Uhr)

    Man sollte nicht so tun als ob Taxifahrer ein Ausbildungs-Beruf mit Tariflohn wäre. Für viele ist es Nebenjob bzw. Zusatzverdienst. Jedem IT-Freiberufler sollte klar sein wie gut man einnimmt wenn man herumwartet und keine zahlenden Kunden im Taxi hat. Und die Situation bei Paket-Dienst-Fahrern sollte dank RTL und Wallraff auch jedem bekannt sein.

    In Taxis in einigen Urlaubsländern müssen die Preise aufgeklebt sein damit keiner abgezockt wird.
    Die Städte machen Verträge mit den Taxis bzw. Taxi-Firmen und legen die Preise für einen Zeitraum fest. Wie würden Taxipreise wohl sonst während der Cebit oder anderen großen Messen aussehen ?

    Auch sollte man Autos und Fahrer regelmäßig überprüfen usw.
    Da gibts also diverse Dinge welche eine Mindestqualität sichern. Gesetze werden oft erst hinterher gemacht anstatt die Zukunft verbessernd zu gestalten.

    Davon abgesehen hätte ich sowas längst programmiert und weil mich Sprachen wenig kümmern hätten die Leute es für Ihr Land übersetzt und es wäre überall gewachsen wo sowas wachsen will. In Afrika gibts ja viele Mobilfunk-Anschlüsse und Daten-Handies. Und da wird man für ÖPNV-Fahrpläne nicht abgemahnt.
    Automatische Abrechnung mit Finanzamt, Versicherung, Taxi-Zentrale, Fahrern sind ja trivial. Schade das man in fortschrittsfeindlichen Ländern mit Programmieren nicht gut Geld verdienen kann. Viele Apps-Programmierer kriegen auch nur 1000 $ pro Monat.
    t3n.de/news/verizon-entwickler-seinen-job-437366/‎ zeigt die Wahrheit über den Programmier-Markt, Löhne und Qualität.

    Leider bieten FSF, Googles Github und andere Organisationen keine protected programming places für schikanefreie Programmierung von demokratisierender Software wie Bring/Mitnehm/Transport-Dienste. Z.B. rot-rot-grüne Basis-Abstimmung über den Koalitionsvertrag und demnächst nur noch Basis-Koalitions-Verhandlungen schon vor der Wahl oder auch bei Tarif-Verträgen mit den Gewerkschaftsmitgliedern und Firmenbossen anonym per Tablett und SmarTV. Aber leider verzichten Google, FSF, United Nations, NGOs usw. auf diese kostenlosen Programmier-Projekte.

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  3. von Moritz Stückler am 28.11.2013 (17:47 Uhr)

    @ Padde: Nein, das gilt auch für weniger Personen. Mitfahrgelegenheiten gelten aus verschiedenen Gründen nicht als kommerzielle Personenbeförderung, wie hier nachgelesen werden kann: http://www.mitfahrgelegenheit.de/pages/service_law

    @ Taxi-Dienste für alle: Viele interessante Aspekte die du da vorbringst. Ich deute das mal als Zustimmung?

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  4. von Christoph am 29.11.2013 (09:16 Uhr)

    Huh?

    SF ist eine tolle Stadt und das Valley eine prima Gegend, um "am Herzen des Internets" zu sein. Dort werden immer wieder schöne Konzepte geboren und erobern die Welt nicht zuletzt weil es dort eine geballte Menge begeisterte "Webworker" gibt..

    Ganz so negativ, wie der Artikel das darstellt ist es aber in Deutschland wahrlich nicht, wenngleich es selbstredend immer Luft nach oben gibt.

    Das ist ein feines Konzept, made in Germany, und zwar seit 2008/9am Markt... :o

    https://flinc.org/

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  5. von Sebastian am 29.11.2013 (09:48 Uhr)

    Ich denke, dass man die Idee auch in Deutschland umsetzen könnte. Die Firma könnte den zukünftigen Taxi-Fahrern den P-Schein bezahlen mit der Auflage, dass sie soundso viele Fahrten pro Monat im ersten Jahr machen müssen. Erreichen sie die Anzahl nicht, müssen sie die Kosten eben selbst tragen.

    Bestimmt wären auch die rose Bärte an der Fahrzeugfront in Deutschland verboten - schließlich kann sich doch nicht jeder einfach was ans Auto bauen! Auf jeden Fall sind die verboten hässlich... ;-)

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  6. von Taxi-Dienste für all am 29.11.2013 (15:24 Uhr)

    Man muss hier ja nicht anfangen. In Ländern mit niedrigerem Einkommen sind Mitnahme-Systeme sowieso üblich.

    In Russland stellt man sich an die Straße und wird mitgenommen laut TV-Doku-Sendung. Jeder ist ein potentielles Taxi.
    Per App könnte man das auch besser organisieren. Oft liefern Handwerker, nehmen aber wenig zurück. Diese auf der Rückfahrt leeren Kleinbusse könnte man auch füllen und Waschmaschinen o.ä. transportieren.

    Pendler-Parkplätze gibts ja auch.
    Da könnte man einen QR-Code irgendwo sichtbar anbringen und per App oder Web dann Pendler-Plätze reservieren.

    Da ginge so viel. Schade.

    Und damit das klar ist: Paypal und Skype sitzen beispielsweise in Luxemburg. Taxi-Power könnte also genau so irgendwo auf irgendwelchen Servern liegen und bräuchte nicht mal Büros. Denn Kunden und Fahrer würden per Handy zugreifen. Leider unterstützt UNO sowas nicht zur Befreiung von Armut und Verbilligung der Lebens-Kosten in Entwicklungs-Ländern. Das Finanzamt kann Taxi-Power für legal erklären und kriegt die Umsatz-Steuer täglich überwiesen oder halt auch nicht. Der Markt für die in Diktaturen üblichen Schutzgelder wird folglich weniger.

    @Sebastian: Dein Vorschlag unterstellt, das man genug Aufträge kriegt und genug Zeit dafür hat. Manche Franchise-Maschen basieren aus Auspressung der Franchise-Nehmer. Mieses Management würde also die Kohle verprassen, viel zu viele Taxi-Scheine bezahlen und so wenige Aufträge pro Kopf vermitteln das die kleinen Selbstständigen massiv draufzahlen und dann auch noch die Taxi-Fahrer-Preise durch Überangebot drücken. Ähnliche Beispiele findest Du überall und auch im Privat-TV. Man könnte aber mehr Provision nehmen bis die Schuld bezahlt ist. Dann ist die Firma selber schuld wenn die Fahrer den Taxischein nicht abbezahlen können.
    Personal-Fluktuation und ausgezahlte Geldmengen an die Fahrer z.b. als Dezile und nicht nur Durchschnitt oder gedrehte Zahlen wären verpflichtende Kennzahlen die im Handelsregister zu finden sein müssten. Leider will solche Transparenz (auch bei Stellen-Ausschreibungen oder Franchise-Gebern) anscheinend keiner ausser mir.

    @Moritz Stückler: Überwiegend hast Du wohl recht. Man muss sehen ob sonstwo was geht. Amerikaner sind mit lokalen Anpassungen eher schlecht und kaufen lieber bei den Samwers. Oder siehe aktuell Qype.de->Yelp.com .
    Es machen doch viele Taxifahrer als Nebenjob. Sind die Kosten wirklich so hoch ? In einem Calculation-Wiki (Interaktives Data-Wiki) könnte man die Unterschiede aufdecken und z.B. sehen wie viel mehr z.b. eine Schulbus-Fahrer-Lizenz kostet. Leider kenne ich kein Land wo man sowas stressfrei betreiben kann.

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  7. von mega am 01.12.2013 (18:44 Uhr)

    Frage mich, was das hierzulande bringen soll.
    - Die Taxis haben jetzt schon Probleme, auf ausreichende Auslastung zu kommen. Das mag in Messe-Städten zu Messezeiten anders sein, in Städten mit vielen Urlaubern ggf auch noch. aber in vielen Städten halt nicht, und große Messen o.ä. mit viel Auslastung sind auch eher selten.
    - Die aktuellen Taxi-Preise werden ja wohl irgendwie 'sinnvoll' festgelegt.

    Daraus folgt also:
    1. Es gibt (bei den aktuellen Preisen) keinen Bedarf an mehr Taxis. Den 'richtigen' würde es also dadurch noch schlechter gehen. Für die Alternativen wirds aber kaum Auslastung geben.
    2. Wird das ganze billiger, wird es sich auch für die Alternativen nicht lohnen.

    Das könnte also maximal was werden, wenn Privatleute wirklich nur mal nebenher ein wenig Auslastung fürs eh vorhandene Auto haben wollen (wobei man durch die Mehr-Kilometer zumindest Wertminderung, Versicherung, ggf Leasing beachten muss).
    Also, wenn man nach Feierabend oder am WE zuhause sitzt und dort mal ein Fahr-Auftrag reinkommt mag das Sinn machen zum Zeitvertreib, aber nicht als ernsthafte Einnahme.

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  8. von Josef am 01.12.2013 (20:05 Uhr)

    Ich sehe, das wie Christoph: flinc hätte als deutsches Gegenstück zu lyft erwähnt gehört.

    Klar, flinc ist nicht auf kommerzielle Fahrer ausgelegt, aber gerade deshalb passt es ja so gut zur Deutschen Auto-Mentalität (siehe Mitfahrzentrale etc.).

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  9. von Raimund am 25.05.2014 (15:36 Uhr)

    Da Sie sich im Personenbeförderungsgeschäft anscheinend bestens auskennen, Herr Stückler, vermisse ich bei den vielen tollen Ratschlägen die sie verteilen vor allem einen, den wichtigsten. Zitat Stückler: "Auch ein Taxifahrer muss jeden Tag überlegen, wie er auf der Höhe der Zeit bleiben kann, um nicht irgendwann von einer solchen Welle überrollt zu werden – genau wie Musiklabels oder Verlage." Füllen Sie das doch mal mit Leben und machen einen Vorschlag wie man hier auf der Höhe der Zeit bleibt. Oder geht es nur um das Bedienen gefälliger Vorurteile vom unfreundlichen Taxifahrer? Nicht? Dann gehts wohl wieder nur um den Preis der Dienstleistung? Auch nicht? Dann vielleicht um doch um die Servicequalität? Um im Bilde des Herrn Gunnar Froh zu bleiben, künftig haben Taxifahrer immer ne Packung Kaugummi dabei, gehen auf Musikwünsche ihrer Fahrgäste und kennen Restaurants? Ich darf Ihnen verraten das die meisten guten Taxifahrer noch viel absonderlichere Wünsche ihrer Fahrgäste erfüllen.

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