Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Wie Verdi Amazon in die Knie zwingen will

    Wie Verdi Amazon in die Knie zwingen will

(Foto: Verdi)

2017 plant Verdi ganz neue Maßnahmen, um eine Einigung im Tarifstreit mit Amazon zu erzwingen. Geplant sind multinationale Streiks über Ländergrenzen hinweg.

Tarifstreit zwischen Verdi und Amazon: Europaweiter Arbeitskampf angekündigt

Seit nunmehr vier Jahren versucht Verdi, den Handelsriesen Amazon mit Streiks zum Abschluss eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels zu zwingen. Der Online-Händler lehnt das nach wie vor ab und hat sich bislang wenig beeindruckt von den wiederkehrenden Arbeitsniederlegungen gezeigt. Im neuen Jahr will Verdi daher auf eine neue Strategie setzen, um Amazon an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Geplant sind koordinierte Arbeitsniederlegungen in verschiedenen europäischen Ländern. So soll verhindert werden, dass Amazon an Streiktagen das Arbeitsaufkommen in Nachbarländer wie Polen oder Tschechien verlagert. Verdi erhofft sich davon, einen höheren Druck auf das US-amerikanische Versandunternehmen ausüben zu können.

Schon seit Jahren versucht Verdi mit Streiks Druck auf Amazon auszuüben. (Foto: dpa)
Schon seit Jahren versucht Verdi mit Streiks Druck auf Amazon auszuüben. (Foto: dpa)
Anzeige

Verdi und Amazon: Bilanz von drei Jahren Tarifstreit

Im Mai 2013 kam es im Rahmen des Tarifstreits erstmals zu Arbeitsniederlegungen bei Amazon. Über die Jahre hat Verdi immer wieder versucht, das Unternehmen mit einer neu ausgerichteten Streiktaktik an den Verhandlungstisch zu zwingen. Nachdem die Gewerkschaft sich zunächst an tagelangen Dauerstreiks versucht hatte, verlegte sich Verdi 2016 auf unberechenbare Arbeitsniederlegungen. Die fanden immer dann statt, wenn Amazon ein besonders hohes Bestellaufkommen zu bewältigen hatte.

Verdis Handelsexperte Thomas Voß erklärte gegenüber der dpa, dass diese Taktik sich als wirksamer erwiesen habe. An den Verhandlungstisch hat sich Amazon aber dennoch nicht begeben. Es bleibt daher abzuwarten, ob Verdi die geplante europaweite Vernetzung gelingt, und wie der Online-Händler darauf reagieren wird.

Ebenfalls interessant:

Finde einen Job, den du liebst

4 Reaktionen
Werner
Werner

In wenigen Jahren werden die Streikenden und Nichtstreikenden eh durch Roboter ersetzt..
Gewerkschafter hinken der Zeit Jahre hinterher..

Antworten
Lars
Lars

Der Teufelskreis an der Sache: Je höher die Löhne, desto eher wird die Taktik rentabel. Es wird Zeit dass die Abgabenlasten von Lohn (bis zu 72 %) und Kapital (oft nur knapp unter 20 Prozent) getauscht werden.

Antworten
Werner
Werner

Nette Theorie..
Die Lohn-Abgebenden können nicht weg, die Kapital-Abgebenden sehr wohl. Deshalb hält sich unser Finanzminister eben an die, die nicht weg können und beutet die aus.

thorsten
thorsten

Find ich gut und richtig

Antworten
Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden