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So viel verdienen Mitarbeiter deutscher Startups

So viel verdienen Mitarbeiter deutscher Startups

In einem Startup arbeitet man viel für wenig Geld – so lautet ein gängiges Vorurteil. Wie viel Mitarbeiter in deutschen wirklich verdienen, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

So viel verdienen Mitarbeiter deutscher Startups
Startup-Gehälter. (Bild: Gehalt.de)

Gehälter in Startups ermittelt

Wer bei einem Startup anheuert, ist sich darüber im Klaren, dass er hier viel Gestaltungsfreiraum und Anerkennung erhält, aber beim Gehalt Abstriche machen muss. Wie viel verschiedene Berufsgruppen wie Entwickler, Social-Media-Manager und Marketer in deutschen Startups wirklich verdienen, hat das Portal Gehalt.de erhoben. Dazu wurden anhand von rund 600 Vergütungsdaten aus jungen und kleinen Unternehmen Gehälter ermittelt und diese nach den wichtigsten Berufen ausgewertet.

Das Ergebnis: Wie in anderen Unternehmen auch verdienen die Geschäftsführer in Startups am meisten, nämlich im Schnitt 61.334 Euro pro Jahr. Gerade einmal die Hälfte finden Social-Media-Manager und Online-Marketer auf ihren Gehaltszetteln wieder. Mit nur 27.465 Euro müssen demnach Grafiker vorlieb nehmen. Etwas besser bezahlt sind naturgemäß Mitarbeiter im Sales-Bereich und IT-Verantwortliche.

Übersicht über die Gehälter in deutschen Startups. (Grafik: Gehalt.de)
Übersicht über die Gehälter in deutschen Startups. (Grafik: Gehalt.de)

Startups: Eklatante Unterschiede zwischen Berlin und München

Eklatant sind nicht nur die Unterschiede zwischen den einzelnen Positionen in Startups, sondern auch die geografischen Unterschiede bei der Bezahlung. So wird in der Startup-Hochburg Berlin deutlich schlechter bezahlt als in München. In München verdienen Startup-Angestellte rund 30 Prozent mehr als in der Hauptstadt. So verdient ein Business Developer in einem Berliner Startup ein Brutto-Jahresgehalt in der Höhe von 39.661 Euro, in München sind es dagegen 52.112 Euro.

Kein Wunder, dass es vor allem Young Professionals im Alter bis etwa 35 Jahren sind, die in Startups arbeiten, um dort Berufserfahrung zu sammeln, direkt an der Entwicklung neuer Produkte mitzuarbeiten und im kreativen Prozess mitentscheiden zu können. Das alles hat allerdings seinen Preis. Neben weniger Geld gibt es Überstunden, denn in den ersten Jahren haben Startups oft nur ein Ziel: Überleben.

Zum Vergleich: „Gehaltsstudie: IT-Berufe in Deutschland bringen sechsstellige Gehälter“.

via www.gehalt.de

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9 Antworten
  1. von Sebos am 22.03.2016 (13:02 Uhr)

    Kommt hin würd ich sagen. Nicht vergessen, dass die Mieten in München das mehr an Gehalt aber praktisch auffressen. Also nicht nur auf den Gehaltszettel schielen, sondern das Ganze im Fokus!

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  2. von Olcay am 22.03.2016 (13:34 Uhr)

    Ja das relativiert sich sehr schnell. Ich frage mich auch, wie die Unterschiede bei den Kunden sind die du in Berlin bzw. in München hast?!

    Ich kann mir gut vorstellen das du in Berlin mehr Abwechslung erlebst als in einem "München-orientiertem" Kundenstamm.

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  3. von Robert am 22.03.2016 (13:52 Uhr)

    Also mit meinem schlechteren Berliner Gehalt, würde ich den Münchener Kumpel nicht beneiden. Die Mieten sind hoch, kosten für andere Dinge auch und Münchner staunen, wenn man hier ein Bier für 80cent im späti kauft ;)

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  4. von Capoo am 23.03.2016 (15:31 Uhr)

    Ganz ehrlich - müssen solche niedrigen Gehälter veröffentlicht werden?
    Jetzt denkt doch jeder Chef, der das liest, das seien angemessene Löhne für die entsprechenden Jobs. (Das Wort "Start Up" kann man da schnell mal überlesen oder bewusst ignorieren als Chef...)

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    • von Olcay am 23.03.2016 (15:38 Uhr)

      haha wahre Chefs denken doch eh das es keine echten StartUps mehr gibt, nur noch Tochterfirmen von Steuersparern^^
      Es gibt übrigens auch in München Social Media Manager die unter 29000€ im Jahr verdienen. Die Gehälter sind in München nicht immer pures Zuckerschlecken.

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  5. von Wahrheit erkennen am 24.03.2016 (09:01 Uhr)

    @Redaktion: "nur noch Tochterfirmen von Steuersparern" schreibt @Olcay.

    Das hatte ich schon lange vermutet. Jetzt schreibt es endlich auch jemand anders. Also geht bitte zum Steuerberater und lasst Euch die Wahrheit von Investments verkünden. Im US-TV wird überall erklärt wie man Donald Trump von der Präsidentschafts-Nominierung fern hält. Jeder Fußball-Fan weiss in den letzten Spieltagen alle exponentiell vielen Kombinationen von Spielergebnissen in der Liga wie sein Verein doch nicht absteigt oder aufsteigt bzw. doch in die Champions- oder Euro-League kommt und halt nicht nur Platz 1.
    Von daher wäre ein ROI-Schema für Steuerkrams/Investments-Relevante Zahlen ganz nett und daran erkennt man die Wahrheit über die Investments... und den Schaden fürs kleine Volk dessen Lohnabrechnung jeden Monat die Steuer und Sozialkassen-Beiträge (Rente, Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung) abgezogen bekommt.
    Löwen hat kaum Zahlen und wenn dann nur verbal. Wäre ich dort chef wäre in der FullHD-Version voll die Zahlen und Vergleiche während SD wie bisher läuft. Jede Auto-Kauf-Show und Restaurant- und Schulden-Rettungs- und Haus-Rettungs-...-Show hat Tabellen mit Einnahmen und Ausgaben.
    Jeder versteht sofort wieso in Barcelona (Championsleague-Fußballspiele mit Geschäftspartnern) und New York (mit der Geliebten Shopping gehen) Büros aufgebaut werden. Das haben wie schon beim neuen Markt gesehen !
    Jetzt wäre die Wahrheit über die wahren Cashburner-Gründe endlich mal ganz nett.

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  6. von Ivo Betke am 24.03.2016 (12:07 Uhr)

    Hallo, ich möchte aus der eigenen Berufspraxis heraus stark die Validität dieser Daten anzweifeln.

    1. Das Sample ist mit 600 Personen super klein und nicht repräsentativ.
    2. Berlin hat bei Senior Entwicklern einen Gehaltssteigerung von bis zu 20% über die letzten drei Jahre erlebt.
    3. Wer trägt in Deutschland den bitte freiwillig, anonym seine Gehaltsinformationen auf einem Onlineportal ein? Vermutlich die, die daran zweifeln das Sie genug verdienen und nicht die die ein gutes Gehalt haben.

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  7. von Dennis am 29.03.2016 (11:08 Uhr)

    Die Lage eines Arbeitsplatzes war schon immer ein Faktor für das Thema Gehalt oder Lohn.
    Auch in Handwerklichen Berufen ist die Entlohnung in z.B. Bayern höher als Berlin.
    Das gleicht sich natürlich mit höheren Haushaltskosten aus.

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