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Versandkosten sinnvoll gestalten – Keep it simple!

Versandkosten sinnvoll gestalten – Keep it simple!

Versandkosten dienen in vielen Webshops dazu, die Kosten für Kommissionierung, Verpackung und den Versand selbst zu decken. Letzterem liegen sehr ausdifferenzierte Berechnungssysteme der Versandunternehmen zu Grunde, die das Gewicht, die Größe und Fragen wie Versicherung und Lieferzeitpunkt berücksichtigen. Dennoch sollten Händler ihre Versandkosten nicht ebenso komplex gestalten. Eine komplizierte Verrechnungsmatrix kann schnell zum Konversionskiller werden. Keep it simple!

Versandkosten sinnvoll gestalten – Keep it simple!

Jede Entscheidung, die der Kunde im Kaufprozess zusätzlich treffen muss, ist ein potenzieller Grund für den Kaufabbruch. In komplexen Versandkostensystemen wird der Kunde mit der Wahl konfrontiert, ob er das Produkt gegen Aufpreis möglichst schnell bekommen will. Darüber hinaus werden die Versandkosten zusätzlich nach Gewicht, Warenwert oder Größe ausdifferenziert und können dem Kunde daher erst im letzten Schritt seines Bestellprozesses mitgeteilt werden. Viel zu oft verlässt der Kunde an genau der Stelle den Shop – ohne gekauft zu haben.

EIN Preis für Versandkosten

Die Lösung für das Dilemma mit den Versandkosten ist eine einfache Mischkalkulation. Man bietet seinen Kunden kein ganzes System sondern schlicht und einfach einen einzigen (möglichst attraktiven) Preis für den Versand an – unabhängig von Bestellwert, Größe und Gewicht.

Das hat den Vorteil, dass der Kunde selbst keine Entscheidung treffen muss und schon früh im Kaufprozess über die zusätzlichen Versandkosten aufgeklärt werden kann.

Kostenloser Versand

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Versandkosten in den Produktpreis einzugliedern, so dass keine gesonderten Versandkosten berechnet werden müssen. Besonders minimale Preiserhöhungen sind im Produktpreis besser aufgehoben als in den Versandkosten. Damit wird das System zusätzlich vereinfacht und erspart dem Händler einiges an Aufwand. Dazu kommt, dass diese Variante als „kostenloser Versand“ besonders positiv vom Kunden wahrgenommen wird. Oft ist die Marge ab einem bestimmten Bestellwert sowieso groß genug, um dem Kunden einen kostenlosen Versand anzubieten.

#FLICKR#
Der Versand ist nicht nur bei großen Online-Shops ein komplexer Vorgang. (Foto: mdornseif / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Besonders schwere oder große Produkte

Oft variieren die Produkte im Shop nicht allzu sehr in Größe und Gewicht. Sollte es dennoch vorkommen, dass sich Versandkosten für sehr unterschiedliche Produkte in einer Mischkalkulation nicht abdecken lassen, sind zwei verschiede Tarife – über die frühzeitig aufgeklärt wird – durchaus akzeptabel:

  • Standard-Versand (Mischkalkulation oder kostenlos)
  • Versand von besonders schweren oder großen Produkte

Versand ins Ausland

Auch ein Versand ins Ausland kann nicht immer in der Mischkalkulation abgedeckt werden. Hier sollte auch maximal in zwei Preise unterteilt werden:

  • Versand EU-Ausland
  • Versand Nicht-EU-Ausland

Expressversand

In der Regel lohnt es sich nicht, den Express-Versand gesondert anzubieten. In Deutschland werden die meisten Pakete sowieso nach maximal drei Tagen ausgeliefert.

Es bietet sich eher an, die eigene Kommissionskette sehr kurz zu halten, und den normalen Versandweg nutzen. So erspart der Webshop-Betreiber dem Kunden die Qual der Wahl, die Extrakosten für eventuelle Express-Services und sich selbst erspart er eine Menge Mehraufwand.

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