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Dieses Plugin zerstört versehentlich verschickte E-Mails

Dieses Plugin zerstört versehentlich verschickte E-Mails

Einmal nicht aufgepasst und schwups ist es passiert – versehentlich verschickte E-Mails mit brisantem Inhalt können unangenehm werden. Ein Plugin hilft dabei, sie nachträglich zu zerstören.

Dieses Plugin zerstört versehentlich verschickte E-Mails

Dieses Plugin zerstört versehentlich verschickte E-Mails. (Bild: Shutterstock-Ollyy)

Es ist ein Albtraum-Szenario, das wahrscheinlich jeder schon einmal durchlebt hat: Im Eifer des Gefechts wird versehentlich eine E-Mail an die falsche Person verschickt, die man besser nicht gesendet hätte. Dieses unglückliche Gefühl, das dann in einem aufsteigt, und die Machtlosigkeit, die damit einhergeht, kann kaum beschrieben werden: „Warum zum Teufel kann man die Mail nicht zurückholen?“ Doch immer mit der Ruhe, liebe Leser. Es gibt eine Lösung!

Gmail- und Outlook-Anwender können aufatmen: Criptext ruft versehentlich verschickte E-Mails zurück

Immerhin existiert eine Lösung für Gmail- und Outlook-Anwender, die ihren Mail-Client im Chrome-Browser benutzen. Das Criptext-Plugin des gleichnamigen Startups kann Abhilfe leisten. Einmal im Browser installiert, können Nutzer mehrere Funktionen verwenden: Neben einer Möglichkeit, die E-Mail zu verschlüsseln, ist es eben auch möglich, sie per „Recall“-Button zurück zu holen – wobei es wohl besser heißen müsste: zu zerstören. Das Plugin arbeitet ähnlich wie Snapchat mit einem Selbstzerstörungsmodus, der per Klick ausgelöst werden kann. Damit das passiert, ist es jedoch notwendig, dass der kleine „Enabled“-Haken in der E-Mail gesetzt wird – und zwar bevor sie rausgeht.

Cryptext lässt dich E-Mails verschlüsseln – einfach den „Enabled"-Haken setzen. (Screenshot: t3n.de)
Criptext lässt dich E-Mails verschlüsseln – einfach den „Enabled"-Haken setzen. (Screenshot: t3n.de)

Was Nutzer jedoch wissen sollten, ist, dass der „Recall“ keinesfalls alle Spuren zerstört. Der Empfänger sieht nach wie vor, dass eine E-Mail abgeschickt wurde. Auch Absender und Betreff bleiben erhalten. Klickt ein Anwender nach dem Rückruf in die Nachricht, erscheint lediglich ein Werbetext anstatt des ursprünglichen Inhalts – womit man im Falle eines Falles womöglich besser leben kann, als mit dem unbestimmten Wortlaut.

Über den Bereich „E-Mail Activity“ können verschickte Nachrichten nachträglich zerstört werden. (Screenshot: t3n.de)
Über den Bereich „E-Mail Activity“ können versehentlich verschickte E-Mails nachträglich zerstört werden. (Screenshot: t3n.de)

Wie ist das technisch möglich? Der geschriebene Inhalt wird mit Criptext in ein Bild umgewandelt, jedoch nicht mitgeschickt, sondern von deren Servern geladen. Sobald der Absender die Mail zerstören will, löscht der Dienst einfach das Bild und der Empfänger kann es nicht mehr sehen. Ein durchaus kreativer Ansatz, der jedoch auch Nachteile mit sich bringt. Denn barrierefrei ist diese Methode folglich nicht mehr. Blinde, die sich E-Mails automatisiert vorlesen lassen möchten, sind ausgebremst.

Criptext hat Finanzierung über 500.000 US-Dollar bekanntgegeben

Dass der Dienst scheinbar großes Vertrauen genießt, wird auch und gerade durch ein Investment deutlich, dass Criptext gerade bekanntgegeben hat. Insgesamt 500.000 US-Dollar haben die Gründer von verschiedenen privaten Investoren eingesammelt. Das Projekt befindet sich noch im Beta-Stadium und hat sein Debüt vergangenen Monat auf der TechCrunch Disrupt in New York gefeiert. Die Zeichen jedenfalls stehen auf Erfolg – an interessierten Nutzern dürfte es sicherlich nicht mangeln.

via www.businessinsider.com

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3 Antworten
  1. von smartseven am 16.06.2015 (11:07 Uhr)

    Funktioniert nicht, zumindest bei Versand auf Freemail Accounts (Web.de oder GMX)

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    • von Thomas am 16.06.2015 (12:07 Uhr)

      Auch GMail cached verlinkte Bilder auf den eigenen Servern. Da die E-Mail selbst nicht verschlüsselt ist hat man keine wirkliche Kontrolle darüber wer alles Zugriff hat. Auch die Info, ob/wann die Mail geöffnet wurde ist nicht zuverlässig, da GMail die Mail (und darin verlinkte Tracking-Grafiken) schon vor dem User ausließt und zwischenspeichert.

      definitiv KEINE sichere alternative zu PGP

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  2. von Sascha am 16.06.2015 (20:37 Uhr)

    Bedenkliche Tendenz. Dieses Verschicken von Tracking-Grafiken und ähnlichem Zeugs.

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