t3n News Marketing

Vier Dinge, die wir von der NEXT 2013 mitnehmen

Vier Dinge, die wir von der NEXT 2013 mitnehmen

„Here be Dragons“ war das Motto der NEXT 2013 in Berlin, mit dem sich die Macher in unbekannte technologische Gebiete vorwagen wollten. Mit dabei unter anderem: Peer Steinbrück, Robert Scoble und Obama-CTO Harper Reed. Wir blicken zurück auf zwei Tage und das, was uns von der Konferenz in Erinnerung bleiben wird.

Vier Dinge, die wir von der NEXT 2013 mitnehmen

Jan Christe, Chefredakteur

Sensoren erobern unser Leben. Dass Computer immer kleiner und leistungsfähiger werden, ist kein Geheimnis. Und auch Gadgets mit zahlreichen Sensoren zum Messen von Dingen wie Schlafrythmus, Schritten, Kalorienverbrauch sind kein absolute Neuigkeit. Und dennoch wurde auf der NEXT-Konferenz für mich einmal mehr klar, dass „tragbare Technologien“ einer der Mega-Trends der nächsten Jahre werden. Dank Kleinstrechnern auf Arduino-Basis und immer leistungsfähigeren Smartphones wird Technolgie immer näher an unseren Körper rücken. Google Glass, mit dem Robert Scoble auf der NEXT-Konferenz extreme Begeisterung auslöste, ist dabei nur der Vorbote einer neuen Generation von Gadgets, die uns im Alltag begleiten werden – ähnlich wie heute schon Smartphones.

Andreas Weck, Redakteur

Was ich von der NEXT 2013 mitgenommen habe? In allererster Linie einen reellen Eindruck von der Google Glass. Abseits der Bühne durfte ich die Augmented-Reality-Brille einmal aufsetzen und feststellen, dass sie das Sichtfeld – wie viele Kritiker meinen – kaum stört. Ich glaube sogar, dass ein Kopfhörer im Ohr für mehr Ablenkung im öffentlichen Raum sorgt. Nichtsdestotrotz – für den Funktionsumfang ist das Gerät viel zu teuer. Noch – denn wie der Glass-Botschafter Robert Scoble erwähnte, wird der Preis im Laufe der Jahre so stark sinken, dass er sich in zwei Jahren womöglich bei 200 Euro einpendelt. In dem Fall sage ich: „Okay, Glass“ und würde mir die Brille, die zweifelsohne eine Delle ins Universum schlagen wird, kaufen. Mein Gesamtfazit der NEXT-Konferenz ist durchweg positiv. Für eine der größten Überraschungen hat zudem Peer Steinbrück mit seiner Büttenrede gesorgt. Mit guten Vorsätzen, aber doch recht nüchtern hat er der Digital-Bohème erzählt, wie er „die vierte industrielle Revolution anführen“ möchte. Der Wahlkampf hat also auch vor der NEXT-Konferenz nicht halt gemacht. Ich habe das hier einmal zusammengefasst.

Google Glass at NEXT 2013
Andreas Weck trägt auf der NEXT 2013 die Google Glass über seiner eigentlichen Brille – klappt wunderbar: „Okay, Glass, take a picture“.

Andreas Lenz, Gründer und Geschäftsführer von yeebase media

Die Welt ändert sich radikal schnell, Hacker übernehmen, Wirtschaft und Politik unterliegen dem größten und schnellsten Wandel aller Zeiten. Das wachsende gesellschaftliche Technologie-Verständnis, gepaart mit den auf der NEXT gezeigten Beispielen, stützen diese steile These. Eindrucksvoll zeigt Hacker und CTO Harper Reed, wie er mit seinen Skills, Open-Source-Software, Social Media und Crowdsourcing Barack Obama geholfen hat, Präsident der USA zu werden. Tech-Guru Robert Scoble hat Google Glass dabei, spricht vom Apple-II-Moment und zeichnet ein enthusiastisches Bild vom Menschen, der so stark vernetzt ist wie nie zu vor. Kanzler-Kandidat Peer Steinbrück propagiert die durch das Digitale herbeigeführte vierte industrielle Revolution und zeigt großes Verständnis für Gründer und Startups. Dazu kommen Stephen Wolframs semantische Suche, Minicomputer wie der Raspberry Pi, Hacker getriebenes Unternehmertum, eine rasant wachsende Vernetzung, eine Befreiung der Medien, Wearable Computing und eine ganz neue Form der DIY-Kultur. Eigentlich viel zu viel für zwei Tage. Total Shift!

Florian Blaschke, Redaktionsleiter Online

„Mobile ist the name of the game“, hieß es im Programm der NEXT, und die Liste derjenigen, die uns einen Einblick in ihre Mobile-Strategien und die Zukunft mobil ausgerichteter Apps geben sollten, las sich prominent: Marc Stilke, CEO bei ImmobilienScout24, Peter Jaeger, „Senior Director Developer and Platform Evangelism“ bei Microsoft, und Martin Ott, „Managing Director Northern Europe“ bei Facebook. Der Output? Gleich Null. Abgesehen von ein paar bunten, mehr oder weniger hübschen Folien (bei Microsoft sind die immerhin auf das Corporate Design von Windows 8 abgestimmt) glänzten zwei der drei Manager durch Marketing-Phrasen – lediglich Marc Stilke hatte einige spannende Statistiken dabei. Wohin aber die Reise geht, wollte oder konnte keiner der drei so richtig verraten, dazu brauchte es schon einen Robert Scoble. Dabei wären Facebook Home oder Windows Phone 8 die perfekten Aufhänger gewesen, um uns ein bisschen visionären Wind um die Nasen wehen zu lassen, von dem aber blieb nur ein laues Lüftchen. Was nicht heißen soll, dass Microsoft oder Facebook keine Mobile-Strategie haben – aber wenn man über die nicht sprechen will, sollte man sich nicht auf die große Bühne begeben.

Weitere Eindrücke von der NEXT 2013 findet ihr in der Bildergalerie

Weiterführende Links

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Keine Antwort
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema
5 Dinge, die uns an Apple nerven
5 Dinge, die uns an Apple nerven

Apple baut tolle Hardware und ist für schönes Design und Userinterfaces bekannt. Aber gibt ja immer was zu meckern – bei RAM-Preisen, bei Software und mehr. » weiterlesen

19 Dinge, die man einem Designer nicht sagen sollte
19 Dinge, die man einem Designer nicht sagen sollte

Egal ob Grafik- oder Web-Designer – wer in dem Business arbeitet, wird sich an den ein oder anderen Moment erinnern, in dem ein Kunde einen „Verbesserungsvorschlag“ machte. Ein Projekt gibt … » weiterlesen

Office-Gadgets: 16 großartige Dinge, die das Büroleben schöner machen
Office-Gadgets: 16 großartige Dinge, die das Büroleben schöner machen

Es muss nicht immer eine Gehaltserhöhung  sein, um Mitarbeiter bei Laune zu halten. Mit Office-Gadgets schon für wenig Geld lässt sich die Stimmung im Büro richtig aufpeppen. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?