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Kolumne

Warum Virtual Reality noch nicht reif ist für Spiele wie Fallout

    Warum Virtual Reality noch nicht reif ist für Spiele wie Fallout

Fallout 4 als Virtual-Reality-Version? (Foto: Bethesda Softworks)

Fallout 4 erscheint im kommenden Jahr als Virtual-Reality-Version für die HTC Vive – und wird nicht funktionieren. Die Virtual-Reality-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo.

Auf der diesjährigen E3, der größten Videospielmesse der Welt, zeigten einige große Hersteller Virtual-Reality-Versionen bekannter Franchises – etwa Final Fantasy, Resident Evil und Fallout. Dies zeigt, dass Virtual Reality spätestens seit diesem Jahr bei fast jedem großen Spielepublisher angekommen ist. In diesem Zusammenhang hat Peter Hines, Marketing-VP des großen Publishers Bethesda (Doom, Fallout, Skyrim), kürzlich Einblicke in die Entwicklung von Fallout für die HTC Vive gegeben. Ein Zitat hat mich dabei besonders aufhorchen lassen:

„We’re making a very large game available for VR, so if [VR’s] only a thing that works is short digestible one, two, three hour things, well, then we’re probably in pretty big trouble because you can’t do very much in Fallout 4 in one, two, or three hours.“

Erstmal Respekt dafür, ein solches gigantisches Spiel für Virtual Reality umsetzen zu wollen. Fallout ist ein Paradebeispiel für die Art von Videospielen, die bereits heute eine ungemeine Sogkraft erzeugen und eine intensive Immersion bei den Spielern erreichen. Eine VR-Version des Titels ist ein Traum für jeden Games-Enthusiasten.

Fallout 4. (Screenshot: Bethesda)
Fallout 4 bietet eine tolle Atmosphäre und eine riesige, immersive Spielwelt. Ist die aktuelle VR-Technologie reif dafür?  (Screenshot: Bethesda)

Fallout entfaltet seine immersive Wirkung durch das stundenlange Eintauchen in die Spielwelt.

Nur glaube ich, dass Fallout in Virtual Reality nicht funktionieren wird – zumindest noch nicht. Und dabei habe ich nicht mal das Locomotion-Problem im Blick, also wie die Bewegung der Spielfigur in einem solchen Titel umgesetzt ist – sondern die schlichte Tatsache, dass Fallout seine immersive Wirkung durch das stundenlange Eintauchen in die Spielwelt entfaltet. Genau dadurch wird das Spiel erst lebendig. Weil man die Zeit verliert, bis in die Puppen zockt, und spätabends ins Bett geht, weil irgendwann die Augen brennen.

Die Zukunft von Virtual Reality muss Fallout sein

Virtual Reality bedeutet heute vor allem: Ein relativ schweres Head Mounted Display auf dem Kopf tragen, zudem Kabel, Kabel und noch mehr Kabel. Ganz zu schweigen von den Software-Herausforderungen wie eine konstante Bildwiederholungsrate in wirklich jeder Spielsituation und eben die Bewegung der Spielfigur im Spiel.

Damit ihr mich nicht falsch versteht: Ich wünsche mir für die Virtual-Reality-Zukunft genau solche Spielerlebnisse wie Fallout. Denn Puzzle-Games, Minigolf, Sportspiele, bunte Space-Shooter und Musikspiele mögen ja in Virtual Reality ganz nett sein – aber ist das die Zukunft? Dafür brauche ich jedenfalls kein Highend-VR-System.

Puzzle-Spiele in VR sind ja ganz nett – aber soll das die Zukunf sein?

Ich will Games wie Fallout, Skyrim, Resident Evil, Dark Souls und auch Ego-Shooter in Virtual Reality zocken, mit den ohnehin hochimmersiven Spielwelten den letzen großen Schritt gehen, um vollends in sie einzutauchen. Aber dafür ist es noch zu früh. Es ist verständlich, dass die großen Spielhersteller sich daran versuchen, ihre großen Spielmarken für Virtual Reality fit zu machen. Aber spannender wäre es doch, ein komplett neues Spiel eines Franchises – etwa als VR-Spinoff – zu entwicklen, das von Anfang an auf VR setzt. Und nicht umgekehrt.

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4 Reaktionen
Bk1349
Bk1349

Nach mehreren Monaten zocken mit der Vive achte ich mittlerweile intuitiv auf das Kabel, stellt für mich also keine Hürde da. Auch das tragen des HMD gerät in Vergessenheit wenn das Spiel nur gut genug ist. Selbst die Locomotion sehe ich nicht mehr als Problem. Bis vorgestern hatte ich mich schon mit dauerteleport abgefunden und dann kam Onward. Ich weiß nicht wie sie es machen aber das ist das erste Spiel mit Trackpad Steuerung bei der mir nicht sofort kotzübel wurde.
Ich habe 2 Stunden am Stück gespielt ohne an das Kabel, das HMD auf dem Kopf zu denken und mir wurde nicht schlecht.

ich sehe das einzige Problem für Fallout 4 VR bei dem halten der 90 FPS, keine Ahnung wie Bethesda das mit dieser Engine schaffen will...

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TARL
TARL

Hier wird wieder der große Fehler begangen, zu behaupten, man müsse ein großes Spiel unbedingt und mindestens 4 Stunden am Stück spielen.

Ich selbst habe dafür gar nicht die Zeit. Viele andere Spieler vermutlich auch. Daher spiele ich auch Spiele wie Fallout, Skyrim und co. auch häufig nur ca. 2 bis maximal 3 Stunden. Und in solchen Portionen klappt es auch mit VR und die Spiele machen auch dann noch viel Spaß.

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felix

Deutliche These in der Headline ("VR noch nicht reif für AAA-Games") - diese wird im Text leider nur ansatzweise mit der Schwere der VR-Brille und Probleme durch Kabel begründet.

Das reicht mir nicht als Contra-Argument. Die klobige VR-Hardware ist nur dann ein Problem, wenn die Faszination der VR-Erlebnisse nicht ausreicht, um die körperlichen Anstrengungen zu vergessen/verdrängen.

Klar haben rudimentäre VR-Gehversuche von Indie-Entwicklern einen eher begrenzten Unterhaltungswert. Da fühlt sich der Early Adopter schnell als Beta-Tester missbraucht, setzt die VR-Brille nach drei Minuten wieder ab und schimpft über die ganzen Kabel. Dirt Rally und Minecraft VR konnten mich dagegen schon mehrere Stunden lang fesseln.

Unter der Brille schwitzen, um Minigolf und Puzzle-Games zu spielen? Will keiner. Unter der Brille schwitzen und alle 10 Minuten übers Kabel stolpern, um in die Welt von Fallout, GTA5, Skyrim etc. einzutauen? Geschenkt!

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Luca Caracciolo

Ja, ich sehe klobige und zu schwere VR-Headsets durchaus als ein Grundproblem an. Zumal die Faszination der VR-Erlebnisse natürlich unmittelbar von solchen widrigen Umständen beeinflusst wird.

Die Hardware ist für stundenlange Zock-Sessions einfach (noch) nicht gemacht, und auch im Software-Bereich gibt es noch große Herausforderungen, die ich ja auch nenne: Locomtion oder die konstante Bildwiederholungsrate zu wirklich jedem Zeitpunkt. Das sind für mich schon sehr gewichtige Gründe.

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