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Software & Infrastruktur

Volksverschlüsselung von Fraunhofer und Telekom: Verschlüsselte E-Mails für jeden ab 2016

    Volksverschlüsselung von Fraunhofer und Telekom: Verschlüsselte E-Mails für jeden ab 2016
Volksverschlüsselung. (Bild: Fraunhofer Institut SIT)

Die Deutsche Telekom und Fraunhofer SIT wollen ihre Lösung für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails im ersten Halbjahr 2016 an den Start bringen. Der etwas seltsame Name des Projekts lautet Volksverschlüsselung.

Die sogenannte Volksverschlüsselung hatte das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT schon im März dieses Jahres im Rahmen der CeBIT angekündigt. Jetzt nimmt das Projekt Fahrt auf. Im ersten Halbjahr 2016 soll die kostenlose und benutzerfreundliche Software zur Verfügung stehen und nach dem Launch weiter ausgebaut werden, wie im Rahmen des IT-Gipfels in Berlin bekanntgegeben wurde.

Volksverschlüsselung: Kryptografische Methoden für alle

Die Initiative wolle eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails „in der breiten Bevölkerung verankern“, erklärte Thomas Kremer, Datenschutzvorstand der Deutschen Telekom. Kryptografische Methoden, die in der Forschung schon etabliert seien, sollten endlich allen Menschen zugänglich gemacht werden, ergänzte Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT.

Volksverschlüsselung: Diese Software soll auch unversierten Nutzern Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer E-Mail-Kommunikation ermöglichen. (Screenshot: Fraunhofer SIT/t3n.de)
Volksverschlüsselung: Diese Software soll auch unversierten Nutzern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer E-Mail-Kommunikation ermöglichen. (Screenshot: Fraunhofer SIT/t3n.de)

Die als Volksverschlüsselung bezeichnete Software generiert die notwendigen Verschlüsselungsinformationen und konfiguriert die vorhandenen E-Mail-Programme, so dass selbst unerfahrene Nutzer ohne entsprechende Kenntnisse verschlüsselte E-Mails verschicken können sollen. Bisher war die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von E-Mails, bei der nur Sender und Empfänger die Nachrichten im Klartext lesen können, vor allem technikversierten Nutzern vorbehalten.

Volksverschlüsselung zuerst für Windows-Nutzer

In einem ersten Schritt sollen allerdings nur Windows-Nutzer mit Outlook oder Thunderbird verschlüsselt per E-Mail kommunizieren können, Versionen für Mac OS X, Linux, iOS und Android sind aber geplant. Zuerst wird der S/MIME-Standard unterstützt, eine zusätzliche OpenPGP-Unterstützung soll folgen. Der Quellcode der Software soll nach der Veröffentlichung übrigens veröffentlicht werden. Damit sollen sich Sicherheitsforscher überzeugen können, dass keine Hintertüren eingebaut worden sind.

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