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Volle Fahrt voraus! – Diese 10 Growth Hacks sollte jedes Startup testen

Volle Fahrt voraus! – Diese 10 Growth Hacks sollte jedes Startup testen

Für euer zählt vor allem Wachstum — ein Anstieg von Bekanntheit, Nutzerzahl und Umsatz. Mit diesen oft verblüffend simplen Growth Hacks sorgt ihr für schnelleres Wachstum.

Volle Fahrt voraus! – Diese 10 Growth Hacks sollte jedes Startup testen

Mit wenig Aufwand lässt sich viel erreichen.

Ihr habt ein Unternehmen gegründet, das die Welt verändern soll? Oder zumindest so erfolgreich sein soll, dass ihr es in drei Jahren für ein paar Millionen verkaufen könnt? Da liegt noch an einiges an Arbeit vor euch, also keine Zeit verlieren und loslegen. Testet diese Growth Hacks und seht selbst, was passiert. Das Schöne: All das braucht wenig Aufwand, kaum Geld und der Erfolg ist messbar.

Eines Vorweg: es ist oft von Content die Rede. Wenn ihr keinen Content habt, sondern nur euch und euer Produkt — macht daraus passenden Content. Stellt euch vor, eure Ideen und Motive. Denkt an den Kunden und welchen Vorteil euer Produkt oder eure Dienstleistung bietet. Erstellt davon ausgehend Inhalte. Growth Hacks gibt es auch speziell fürs Content-Marketing.

1. Alles testen

Marktforschung kann man sehr aufwendig betreiben. Oder einfach loslegen und schauen, was passiert. Viele Content-Management-Systeme erlauben A/B-Tests. Und das nicht nur für Überschriften, schon auf der Startseite und den Landingpages fängt es an. Wie reagieren eure Besucher auf der ersten Seite. Verlassen Sie die Seite sofort wieder oder sind sie begeistert von dem, was sie sehen und kommen wieder? Dabei müsst ihr euch nicht auf zwei Varianten beschränken. Wer A und B sagt, kann auch C und D sagen. Ähnlich könnt ihr auf den Unterseiten eurer Webseite oder in eurem Blog verfahren. Behaltet immer die Besucherstatistik im Auge, sodass ihr Varianten, die komplett erfolglos sind, schnell wieder abschaltet.

2. Mit den Preisen spielen

Gerade wenn ihr ein (noch) konkurrenzloses Produkt anbietet, ist es schwierig, einen angemessenen Preis dafür festzulegen. Natürlich könnt ihr deshalb auch an der Preisschraube drehen. Wenn der Absatz trotz Preissteigerung nicht zurückgeht: Glückwunsch, euer Produkt scheint seinen Zweck zu erfüllen. Wichtig ist, dass ihr den Umsatz messt. Wenn bei einer Preissteigerung die verkaufte Menge zurück geht, kann durch den höheren Preis der Umsatz dennoch steigern. Und da die Marge jetzt höher ist, steigt auch der Gewinn. Umgekehrt kann ein niedriger Preis ebenfalls den Umsatz ankurbeln, wenn ihr plötzlich viel mehr verkauft.

3. Das Zauberwort heißt Call-to-action

Ein riesiger roter Call to Action Button mit fetter weißer Inschrift zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Der blaue Button im Button macht unmissverständlich deutlich, dass der Sign up Vorgang schnell durchgeführt ist. Unter wildfireapp.com findet ihr das Beispiel.
Ein riesiger roter Call-to-Action mit fetter weißer Inschrift zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Der blaue Button im Button macht unmissverständlich deutlich, dass der Sign-up-Vorgang schnell durchgeführt ist. Unter wildfireapp.com findet ihr das Beispiel.

Oft unterschätzt, aber viele Studien haben gezeigt, dass Internetnutzer eine Ansage brauchen, was sie als nächstes tun müssen. Natürlich bestellen — oder sich zumindest in euren Newsletter eintragen oder euch bei Facebook empfehlen. Der Call-to-action muss entsprechend prominent platziert sein und eine klare Aussage haben.

4. Aufmerksamkeit per Pop-up

Zugeben, in Zeiten von Pop-up-Blockern nicht immer erfolgversprechend, aber ein Pop-up mit einem weiterführenden Link oder dem Call-to-action kann ebenfalls für Wachstum sorgen. Angenommen. ihr betreibt einen Blog wie aus dem Lehrbuch: Was spricht gegen ein Pop-up, das nach ein paar Sekunden genau den  Teil eurer Webseite vorschlägt, auf dem der Leser zum Kunden werden kann.

5. In Erinnerung bleiben

Newsletter werden irgendwann wieder abbestellt. Persönliche Mails können mehr Erfolg bringen: Natürlich kriegt jemand, der sich bei euch registriert, eine Willkommensmail. Zu einen festgelegten Zeitpunkt, zum Beispiel vier Wochen später, könnt ihr nachfassen. Beispielsweise mit einem Hinweis auf neue Funktionen oder eine Umfrage. Natürlich sollte es da keine Dopplungen zum Newsletter geben. Diese Aufgabe übernimmt ein gutes CRM-Tool.

6. Growth Hacks für Google

So gelingt eine höhere CTR auf Google durch das Author-Markup. (Screenshot: google.de)
So gelingt eine höhere CTR auf Google durch das Author-Markup. (Screenshot: google.de)

Klar, dass für Google das ganze Maßnahmenpaket geschnürt werden muss. Ein ganz einfaches und schnelles Beispiel für Growth Hacks ist Google Authorship. Damit gebt ihr eurem Content (und genauso eurer Webseite) ein Gesicht und die Chancen für einen Klick aus den Suchergebnissen steigen.

7. Verpackt euren Content neu

Wenn ihr tollen Content auf eurer Seite oder in eurem Blog habt, nutzt diesen mehrfach. Aus einzelnen Texten wird ein schönes E-Book oder Whitepaper. Das gibt es dann gratis für eure Besucher — aber nur gegen ihre E-Mail-Adresse.

8. Bedient auch andere Plattformen

Das Ziel jedes Kontakts mit potenziellen Seiten, soll in der Bestellung oder zumindest in der Registrierung liegen. Doch wie kommen die Nutzer zu Euch? Vor allem, wenn ihr bei Google noch auf Seite 7 steht? Über andere Plattformen, die ohnehin schon Nutzer haben. Ein Beispiel ist Slideshare. Wenn eure Inhalte „präsentationstauglich” sind, ab damit zu Slideshare. Lehr- und Erklärvideos ladet ihr auf YouTube. Selbstverständlich darf nirgendwo der Link zu eurer Webseite fehlen — ebenso der Call-to-Action.

9. Empfehlungen sollen sich lohnen

Jede Empfehlung macht euch bekannter und muss euch nicht viel kosten. (Screenshot: Dropbox)
Jede Empfehlung macht euch bekannter und muss nicht viel kosten. (Screenshot: Dropbox)

Als Startup habt ihr nichts zu verschenken — oder vielleicht doch? Gebt bestehenden Kunden für Weiterempfehlungen einen kleinen Bonus, zum Beispiel einen Rabatt beim nächsten Kauf. Dropbox zum Beispiel vergütet jede Empfehlung mit weiterem kostenfreien Speicherplatz.

10. Exklusivität

Jeder fühlt sich gerne mal als etwas Besonderes. Also wartet in einem „exklusiven” Bereich weiterer wertvoller Content. In den VIP-Bereich kommen die Besucher dann nur nach Angabe ihrer E-Mail-Adresse.

 

 

via blog.rivalfox.com

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4 Antworten
  1. von olivier am 30.03.2014 (10:29 Uhr)

    Ein paar gute Standard-Tipps aus dem Marketing/BusinessDev.
    Wieso das nun "Growth Hacking" heissen muss, weiss wohl nur der Buzzword-Gott...

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  2. von Miriam am 30.03.2014 (11:15 Uhr)

    Sehr hilfreiche Tipps für jedes Startup. Auch wenn sich vor allem am Anfang nicht alles sofort umsetzen lässt.
    Für mich gehört hier ganz wichtig noch Pay with a like / tweet dazu.
    Statt Dinge zu verschenken sollten User bereit sein mit einem share oder like zu zahlen. Allerdings sollte es nur eine Option, keine Pflicht sein.

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  3. von Fabian am 30.03.2014 (11:26 Uhr)

    Liebe Redaktion, ihr habt wohl nicht wirklich Ahnung was ein Growth Hack ist, richtig? Sicher gute Content Strategie Basis-Tipps, aber den Growth Hack findet man wirklich dort, wo diese exzellente kleine unbemerkte Lücke herrscht. Beispiel: AirBnB, welche es geschafft haben unbemerkt und automatisch ihre Listings in Craigslist per Bot reinzufeeden. Das hat dann auch zu exponentiellem Useranstieg geführt, was per Definition ebenfalls Teil eines Growth Hacks sein sollte. Mal ganz davon abgesehen, dass der Begriff «Growth Hack» schon sehr buzzig ist.

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  4. von Lars Budde am 31.03.2014 (16:39 Uhr)

    @Fabian Nach meinem Verständnis sind Growth Hacks sowohl die kleinen als auch die großen Hebel, wichtig ist nur das Ziel: zielgerichtetes und dauerhaftes Wachstum. Viele Startups haben (auch in der Vergangenheit) von Taktiken profitiert, die nicht unbedingt neu aber dafür effektiv waren.

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben: AirBnb setzt großflächig professionelle Fotografen ein, weil dass die Buchungsrate steigert. Ist das jetzt neu oder eine „kleine unbemerkte Lücke“? Nein. Führt es zu dauerhaftem Wachstum. Klar! In meinen Augen also ebenfalls ein Growth Hack.

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