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Erst Unternehmenspleite, nun Pleite vor Gericht: Ex-„Löwe“ Vural Öger soll Vermögen zur Seite geschafft haben

    Erst Unternehmenspleite, nun Pleite vor Gericht: Ex-„Löwe“ Vural Öger soll Vermögen zur Seite geschafft haben

(Screenshot: Vox Television GmbH / YouTube)

Schwere Vorwürfe gegen Vural Öger: Der frühere „Höhle der Löwen“-Juror soll vor und während der Insolvenz seiner Unternehmen Immobilien und andere Vermögenswerte an andere Personen übertragen haben. Ein Gericht hat nun einen Arrestbefehl gegen ihn erlassen.

Vural Öger schuldet Gläubiger 17 Millionen Euro

Für Vural Öger läuft es derzeit nicht so gut. Ende 2015 ging sein Unternehmen V.Ö. Travel in die Insolvenz, im Januar folgte seine Firma Öger Türk Tur. Nun hat ein früherer Geschäftspartner einen Arrestbefehl gegen den Ex-Juror der TV-Show „Höhle der Löwen“ erwirkt. Damit wird Ögers Zugriff auf sein Vermögen eingeschränkt. Das berichtet „Spiegel Online“.

Der Grund für den Entscheid: Verbindlichkeiten von rund 17 Millionen Euro. Diese Summe schuldet Öger dem Unternehmen SunExpress, einem Joint Venture von Turkish Airlines und der Lufthansa. Mit der Firma hatte er jahrelang Geschäfte gemacht. Er verkaufte Tickets von SunExpress und erhielt dafür Provisionen. Die Umsätze aus den Verkäufen musste er laut „Spiegel Online“ erst dann an das Unternehmen zahlen, wenn die Reise angetreten wurde.

2015 konnte er plötzlich nicht mehr zahlen. Daraufhin ließ sich Öger auf eine Ratenzahlung über 30 Monate ein. Er unterschrieb zudem eine selbstschuldnerische Bürgschaft. Dadurch haftet er auch mit seinem Privatvermögen. Genau um dieses Vermögen geht es nun. Laut des Berichts soll Öger Immobilien sowie Land verkauft und Unternehmensanteile an andere Personen abgetreten haben. So soll er sich arm gerechnet haben, schreibt „Spiegel Online“.

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Der Arrestgrund sei glaubhaft, urteilen die Richter

SunExpress ging dagegen gerichtlich vor – und bekam Recht. Das Unternehmen habe einen Anspruch aus der selbstschuldnerischen Bürgschaft, urteilte das Gericht. Zudem sei auch ein Arrestgrund glaubhaft. „Spiegel Online“ zitiert das Gericht mit den Worten, dass „ohne Verhängung des Arrests die Vollstreckung des im Urkundeverfahren begehrten Titels vereitelt oder jedenfalls erschwert wird“. Die Vermögenswerte, die Öger im Zeitraum vor und während seiner Insolvenz abtrat, könnten nun also – vereinfacht ausgedrückt – dem Gläubiger zugesprochen werden.

Auf Anfrage von t3n.de äußerte sich Vural Öger bislang nicht zu den Vorwürfen. Sein Anwalt unterstellt SunExpress gegenüber „Spiegel Online“, dass das Joint Venture „intensiv daran gearbeitet hat, ÖTT aus dem Markt zu drängen“. SunExpress habe eine „einvernehmliche Regelung“ mit Öger verhindert.

Vural Öger hat sich nach den Insolvenzen zurückgezogen. Wo er sich derzeit aufhält, ist offenbar nicht bekannt. Der Unternehmer hat sein Geld mit Reisen gemacht, einer größeren Öffentlichkeit wurde er als Investor in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt.

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Eine Reaktion
Odo
Odo

Jeder kann doch in den alten Sendungen sehen wohin sein Geld geflossen ist.
Jetzt gibts den "Marktplatz der Löwen" wo erlegte Löwen Ihre Beute versteigern können.

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