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Nach Wanna-Cry-Attacke: Microsoft rechnet mit NSA und US-Regierung ab

    Nach Wanna-Cry-Attacke: Microsoft rechnet mit NSA und US-Regierung ab

(Bild: Microsoft)

Nach der globalen Cyberattacke auf Computer in 150 Ländern gibt Microsoft der US-Regierung eine Mitschuld an dem Erfolg von Wannacrypt/Wanna Cry. Die Schadsoftware sei von der NSA gestohlen worden.

Wanna Cry befiel Computer in 150 Ländern

Am Freitag hatte sich eine Cyberattacke bisher ungekannten Ausmaßes von Großbritannien und Spanien aus ihren Weg über den Globus gebahnt, Systeme verschlüsselt und Lösegeld in Form von Bitcoin gefordert. Medienberichten zufolge waren Computersysteme in 150 Ländern von dem Kryptotrojaner Wannacrypt/Wanna Cry betroffen. Microsoft-Präsident und Chefjurist Brad Smith hat jetzt in einem Blogeintrag der US-Regierung eine Mitschuld an dem durchschlagenden Erfolg des Angriffs gegeben.

Wanna Cry: Cyber-Angriff traf das britische Gesundheitssystem NHS besonders stark. (Foto: dpa)

Die Wannacrypt-Exploits stammen Smith zufolge aus dem Arsenal des US-Geheimdiensts NSA und seien bei einem Diebstahl gemeinsam mit einer ganzen Reihe solcher Schadprogramme entwendet worden. Der Angriff zeige, warum das Horten solcher Schadprogramme und Wissen über Sicherheitslücken seitens Regierungen und Geheimdiensten so problematisch sei. Smith vergleicht den Diebstahl mit einem von Tomahawk-Raketen – also Angriffswaffen – aus den Lagern des US-Militärs in der realen Welt.

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Wanna Cry: Microsoft-Update für Sicherheitslücke

Microsoft ist laut den Ausführungen Smiths nur bedingt mit Schuld an dem Desaster. Schließlich habe Microsoft schon am 14. März ein Sicherheitsupdate ausgespielt, das die von Wannacrypt/Wanna Cry ausgenutzte Sicherheitslücke geschlossen habe. Dieses Update sei allen Nutzern moderner Windows-Systeme automatisch aufgespielt worden. Für ältere Systemversionen wie Microsoft XP gab es bis Freitag kein entsprechendes Update – Millionen von Systemen in Krankenhäusern, Unternehmen und Regierungsorganisationen blieben ungepatcht und damit anfällig für die Attacke.

Um solche riesigen Ransomware-Attacken künftig zu vermeiden, empfiehlt Microsoft Anwendern, unbedingt immer die neuesten Updates zu installieren. Insbesondere Unternehmenschefs stünden dabei in einer Verantwortung. Zudem sollten die Regierungen weltweit die Cyberattacke als Weckruf ansehen, um im Cyberraum ähnliche Gesetze durchzusetzen, wie sie für herkömmliche Waffen gelten. Smith erneuerte noch einmal die Microsoft-Forderung von Februar nach einer Art digitalen Genfer Konvention.

Interessant in diesem Zusammenhang: Wanna Cry – Zufälliger Held stoppt Verbreitung des Erpressungs-Trojaners

via www.heise.de

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4 Reaktionen
User
User

Updates für Windows 7 am 14. März?
Mein Computer sagt mir seit vielen Monaten immer wieder, er findet keine neuen Updates für Windows 7 im Suchlauf!

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C64
C64

Und wann rechnet Micorosoft mit sich selber ab?
M$ weiss, dass auch XP und Vista aus diversen gründen im Einsatz sind, es gibt sogar teilweise technische Gründe, warum die Altgeräte nicht ausgetauscht werden könne. Offensichtlich ist es für M$ doch nicht unmöglich, schnell zumindest für solche Lücken einen Patch auch für XP, Server 2003 nachzuschieben, wie am Samstag geschehen. Warum werden Altsysteme nicht wenigstens noch mit Patche zu kritischen Lücken verorgt?
Auch die Update-Schlampereien mancher Verantwortliche geht zum Teil auf M$ zurück. Wir z.B. sind auf Windows 7 Systeme angewiesen, und hätten auch ein Problem mit Zwangsupgrates/Dates in einer Produktivumgebung durch Windows 10. Alleine die Zwagsbeglückung mancher Windows 7 / 8 / 8.1 Systeme durch ungewollte Upgrades auf Windows 10 sind ein Grund, automatische Updates zu deaktivieren.
Warum die Bahn ihre Automaten/Displays ungeschützt nicht aktualisiert, Krankenhäuser auch heute noch auf XP rumreiten (sieht man immer wieder bei Aufnahmen aus der Charité), werden nur die Verantwortlichen wissen. Aber gerade Windows 10 wird spätestens 2020 wieder ein neues XP-Desaster in Form von Windows 7 erzeugen.

Wir haben hier so etwas relevantes wie ein Kassensystem. Von der Hardware ausreichend für Windows 10 - nur leider gibt es für nach XP keine Treiber. Betriebswirtschaftlich ist es totaler Umfug, nur wegen "altes XP" überteuerte neue Hardware kaufen zu müssen. Unsere RIP werden wir auch nicht von Windows 7 auf 10 umstellen können und wollen. Also gibt es ab 2020 zur Kasse eine weitere Isolationshaft für ein Altgerät im Netz ;-)

Microsoft sollte vor allem zuerst mit sich selber abrechnen!

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Karl Marx
Karl Marx

XP wurde über ein Jahrzehnt mit updates versorgt, wie lange soll MS denn Ihrer Meinung nach Updates liefern müssen? Kostet schließlich alles Geld. Wenn Treiber nicht vorhanden sind, ist das wohl ebenfalls nicht die schuld von MS; was hält Sie davon ab Ihre Treiber von XP/7 auf 8/10 zu migrieren?

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Davis Brown
Davis Brown

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