Wappalyzer zeigt die Ergebnisse seiner Analyse rechts in der Statusleiste von Firefox an. Wappalyzer selbst verwendet beispielsweise Google Analytics, Crazy Egg, Quantcast und StatCounter. Die so erhobenen Daten aller Wappalyzer-User werden zusammengefasst und als globale Statistik angezeigt.
Die Statistik-Datenbank von Wappalyzer könnte sich (bei ausreichend vielen Nutzern) zu einem mächtigen Marktanalyse-Tool entwickeln. Momentan haben etwa 14.600 Firefox-Nutzer die Erweiterung installiert. In der Statistik finden sich aktuell 67 webbasierte Anwendungen wieder, sowie über 150.000 erfasste Websites. Einfache Rechnung: Je mehr Nutzer das Add-on nutzen, um so aussagekräftiger werden diese Daten.

CMS-Statistik für Januar 2009
Die Statistik ist mehrfach untergliedert und kann sehr schön an die eigenen Fragen angepasst werden. Alle Applikationen sind in Kategorien eingeteilt und lassen sich jeweils nach Domains, Hits und User sortieren. Interessiert man sich beispielsweise für die Verbreitung von Content Management Systemen, kann man erkennen, dass zwar Joomla am häufigsten auf den Webseiten der Wappalyzer-User zu finden ist und die meisten Hits bekommt, dass aber Drupal bei den Benutzerzahlen knapp vorne liegt.
Insgesamt ist Wappalyzer eine sehr interessante und spannende Ressource zum Aufzeigen von Marktanteilen und der Popularität einzelner Webapplikationen.





10 Answers
von Florifrei 03.02.2009 (13:56Uhr) 1.
simples aber unglaublich geiles Teil! Je mehr sich das Plugin verbreitet, desto interessanter wird das ganze.
von erep 03.02.2009 (13:56Uhr) 2.
Die Extension sendet alle besuchten Webseiten und die dort verwendete Software an den Server des Herstellers und speichert dies dort mitsamt der IP-Adresse des Benutzers ab!
Eine Privacy Policy ist auf der Webseite nicht zu finden.
Die Möglichkeit, dieses Verhalten auszuschalten, um die Anzeige in der Statusleiste allein zu nutzen fehlt.
Somit wird das Surfverhalten aller Benutzer schön ordentlich protokolliert.
:-/
von Martin Sevens 03.02.2009 (14:01Uhr) 3.
@erep: Du mußt die Extension ja nicht verwenden, mir z.B. ist es sowas von egal, was da geloggt wird. Man sollte vielleicht größter darauf hinweisen, die Ergebnisse sind sehr aufschlußreich und ich unterstelle den Machern keine Bösartigkeit. Google nutzt Du ja auch oder?
In meinen Augen hat das Teil ein Riesenpotential.
von erep 03.02.2009 (14:49Uhr) 4.
@Martin Sevens Danke für das Kommentar, ist natürlich eine Steilvorlage:
- Hab mich tatsächlich grad auf yahoo (als das geringere Übel) umgewöhnt, bis irgendwann die alternativen Suchmaschinen wie cuil effektiv nutzbar sind. Google Analytics hab ich für meinen Browser geblockt. Auf meinen eigenen Webseiten setze ich aus rechtlichen Gründen piwik ein.
- Ich erstelle noch nicht mal Schäuble viel Bösartigkeit, aber es wird knapp ;-)
- Ich möchte die Extension aber gerne in der Form Benutzen, das meine Privatsphäre geschützt wird, bzw. mindestens die Chance dazu haben.
- So etwas sollte dir, IMHO, nicht egal sein, da der Schutz der Provatsphäre im weitesten Sinne auch für die Freiheit und Demokratie wichtig ist. Anderes Thema ;-)
- Wo Daten anfallen wachsen Begehrlichkeiten. Daten sind nie sicher!
Ich will ja nur, das man darüber nachdenkt!
von andylenz77 03.02.2009 (15:10Uhr) 5.
spannende diskussion und lesenswerte ergebnisse die das tool da liefert. TYPO3 ist dort noch weiter vorne als ich dachte.
wir nutzen hier bei yeebase auch piwik um uns google mittelfristig abgewöhnen zu können. extrem ist was http://www.google.com/adplanner so alles liefert. da wird einem echt angst und bange wieviel google schon weiß...
bei der privatsphärendiskussion frage ich mich manchmal, ob leute die im netz extrem vorsichtig sind, in "real life" auch so abgehen? gestern am züricher flughafen fand ich die frage "was wollen sie hier in der schweiz?" von dem beamten auch ziemlich grenzwertig. zum glück wurde nur die dame vor mir gefragt die kurz mit "SAP business dingens" antwortete. wie meine antwort "weiß ich noch nicht" so angekommen wäre? ;)
besser wird das alles in zukunft leider nicht und ich überlege schon auf meinen impressum im blog statt der privat die firmenadresse zu nehmen. die gängster wissen bei twitpics aus dem süden dann nämlich nicht wo ich wohne ;) ist das paranoid?! schöne neue welt oder?
von erep 03.02.2009 (15:25Uhr) 6.
@andylenz77: Das Problem ist ja, dass das RL mehr und mehr mit dem Internet "konnektiert" wird. Man denke an die leidigen Paypack-Karten oder das allgegenwärtige iPhone mit geolocation-Diensten.
(offtopic: Mir hat mal eine schweizer Zöllner bei einer Diskussion üerb Verzollung erklärt die Schweiz sei nicht in Europa :-D )
Solange ich mit meiner Paranoia andere anstecke ist die Krankheit sinnvoll ;-) Aber von der schönen neuen Welt zurück zur gut alten Zeit will man ja auch nicht.
von maddin 03.02.2009 (18:39Uhr) 7.
Also von Nutzen finde ic das Tool jetzt wirklich nicht. Wenn ich explizit wissen möchte, was sich hinter dieser und jener Seite verbirgt, schaue ich in den Quellcode.
Ich bin kein wirklicher Freund von diversen Add-Ons. Klar machen solche Tools vieles einfacher und schneller, aber nutzen werde ich diese Dinge nicht.
von andylenz77 03.02.2009 (18:50Uhr) 8.
@maddin das interessante dabei ist ja nicht womit die einzelne seite gebaut ist, wenn man den quellcode nicht lesen kann, kann man ja auch http://builtwith.com nutzen. toll sind ja die kummulierten ergenisse und die prozentuellen anteile von webapps oder content management systemen
von erep 14.02.2009 (16:53Uhr) 9.
Für mich ist es nur ein kleiner erster Hinweis, wie die Seite erstellt ist. Nur zum einordnen.
Der Autor hat nach einer Diskussion nun eine Version veröffentlicht, mit der das Senden von Informationen an den Server der Firma abgeschaltet werden kann:
http://wappalyzer.com/install/
von Web Application Analyzer: AOE media übe… 03.05.2010 (12:55Uhr) 10.
[...] Die von dem niederländisch-stämmigen Australier Elbert F. entwickelte Firefox-Erweiterung, die wir hier bereits vorgestellt haben, wird in Zukunft von dem Open-Source-Web-Dienstleister AOE media aus Wiesbaden [...]