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Das war der vielleicht wichtigste Virtual-Reality-Vortrag des Jahres – was wir von ihm lernen können

    Das war der vielleicht wichtigste Virtual-Reality-Vortrag des Jahres – was wir von ihm lernen können

UX- und UI-Designerin Alysha Naples (Bild: Digility)

Auf der Digility in Köln hat die Designerin Alysha Naples einen ungewöhnlich bewegenden Vortrag gehalten. Ihre Botschaft: Es braucht mehr VR- und AR-Erfahrungen, die Nutzer auf kluge Weise vernetzen. Die VR-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo.

Die ehemals als Senior-UI-Designerin bei dem millionenschweren AR-Startup Magic Leap angestellte Alysha Naples hat nicht nur die in diesem Jahr erstmals stattgefundene VR/AR-Konferenz in Köln eröffnet. Naples hat später dann auch einen zweiten, sehr bewegenden Vortrag gehalten – fast schon ungewohnt emotional für eine Tech-Konferenz.

Virtual Reality: Oftmals kaum sozial

Naples Kritikpunkt an fast allen aktuellen VR- und AR-Erfahrungen: sie berücksichtigen in der Regel nicht die Mitmenschen, die eben keine VR- oder AR-Headset tragen. Dies ist nach Naples auch der Hauptgrund dafür, dass beispielsweise Google Glass gescheitert ist. Die Technologie mag zwar interessant gewesen sein – Google habe aber maßlos unterschätzt, welche Rolle die soziale Ebene bei Google Glass spielt. „Wie sollen Mitmenschen reagieren, wenn mein Gegenüber einen Google Glass trägt, ich aber nicht?“

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Das Problem mit Google Glass: Google hat bei der Entwicklung der Brille die soziale Komponente nicht berücksichtigt. Auf Mitmenschen, die keine Google Glass trugen, wirkten die Träger des Geräts äußerst irritierend. (Bild: Luca Caracciolo)

Übertragen auf aktuelle VR- und AR-Erfahrungen sieht sie durchaus ähnliche Probleme. „Es geht bei der Adaption von Technologien eben nicht darum, wie gut sie sind, sondern was sie uns Menschen im täglichen Umgang nützen“, so Naples. Und der tägliche Umgang sieht eben extrem viel soziale Interaktion in allen Lebensbereichen vor. „Die Technologie hat sich in den vergangenen 30 Jahren zwar rasant entwickelt, aber wir Menschen sind noch ziemlich gleich geblieben.“

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Das Playstation-Spiel „Journey“ als Vorbild

Als Beispiel für eine sehr gelungene Vernetzung in der digitalen Sphäre nennt sie das Playstation-Spiel „Journey“. Die Entwickler des Titels haben es verstanden, die Kommunikation zwischen den realen Spielern so zu gestalten, dass erst gar keine für Online-Games oftmals von Beschimpfungen charakterisierte Kommunikation entsteht – etwa dadurch, dass keine Chat-Kommunikation möglich ist. Zudem belohnt der Titel solche Spieler, die bewusst auf Kooperation setzen: Wenn man beispielsweise zu zweit unterwegs ist, kommt man schneller voran.

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Gemeinsam stark: Das Playstation-Spiel „Journey“ vernetzt die Spieler auf kluge Weise miteinander. (Bild: Sony)

Sie selbst – und da stockt Naples der Atem – hat „Journey“ mit einem fremden Mitspieler durchgespielt. Dieser habe kurz nach dem Ende im Spiel wild rumgetanzt. Als Naples die Konsole schon ausschalten wollte, bemerkte sie, dass ihr Mitspieler ein Herz um die beiden in den Schnee gemalt hatte. Insbesondere angesichts der zunehmenden Hetze im Netz und den Querelen um Gamergate, eine extrem rührender Moment, so Naples.

Naples fordert abschließend VR- und AR-Entwickler dazu auf, in Zukunft verstärkt die soziale Komponente von VR- und AR-Erfahrungen zu berücksichtigen. Es sei wie mit der Erziehung eines kleines Kindes. Will man bestimmte Verhaltensweisen fördern, müsse das möglichst in der frühkindlichen Erziehung geschehen. So verhalte es sich auch mit den Nutzern von VR und AR – weil die Technologie noch in den Kinderschuhen stecke, müssten Entwickler jetzt die Weichen für ihre soziale Zukunft setzen.

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2 Reaktionen
Videobrillen werden sich durchsetzen
Videobrillen werden sich durchsetzen

360 kann jeder mit seinem Handy machen.
Augmentation wurde von Pokemon Go ziillionenfach bewiesen
"Echte Gamer" VR läuft wohl eher zu Hause wie schon ein anderes Posting zeigt.

Aber eine 100-Euro-360-Kamera und Oma kann aus dem Altersheim per 20-Euro-Halterung mit einem alten Handy bei Thanksgiving am Tisch sitzen oder mit im Garten sitzen. Sogar beide Omas gleichzeitig (und eine davon ist die Schwiegermutter). Har har har.

Auch Tim Cook schiebt "es ist familienfreundlich" als Ausrede vor.

Wenn man einen Nutzen hat, wird man es einsetzen: Pech gehabt Verhinderer...
Man schaut sie beim Immobilien-Makler oder Sparkasse die Immobilien VORHER an. So eine App ist schnell kostenlos programmiert. Dank CETA gelten hier vermutlich US-Trivial-Patente also ist es hier zu teuer und wir dürfen auf die oft verhassten und nach der Übernahme fast nie weiter-entwickelten US-"Lösungen" von USA-Startups warten weil Volks-Verbesserungs-Software hier dank prohibitiver Strafen verhindert wird.

Man schaut sich beim Reisebüro die Urlaubsreisen in VR an. Pech gehabt Verhinderer...

In USA werden sogar xxl-Extra-große Kopfhörer stolz getragen. Somit auch VR-Brillen.
Warum auch nicht.
Die Bedienung taugt leider nicht viel und ist der wahre Verhinderer. Das ginge besser ohne Investment ausser ein wenig Zeit und Ehre. Aber wie üblich machen die Strafzahlungen es hier uninteressant...
Schade das Dubai als Kleinstaat die systematische Verbesserungs-Programmierung nicht explizit zum Ziel macht. Fast alle Kleinstaaten haben 1-2 Spezial-Nischen: Casino(Macau, Monaco, Karibik-Kreuzfahr-Schiffe), Handel(Hongkong, Singapur), Banken(Luxemburg, Singapur), Urlaub(Vatikan, Dubai,..), Firmen, Steuerspar-Sitze, Briefkastenfirmen, Alters-Sitze oder Reiche-Leute-Wohn-Orte (Dubai, Monaco), ... Leider hat keiner Software auf dem Tablett.

- Mobile Werbung geht nicht am kleinen Handy-Display
- Röhrenmonitore haben bessere Farb-Werte
- ADB ist besser
- Firewire ist besser
- USB braucht keiner
- Gigabit-Ethernet wird nur mit Glasfaser gehen !!!
- "56k Modems sind technologisch unmöglich"
- "5 Fehler(sub)pixel sind bei jedem Flachbildschirm normal"
- http://t3n.de/news/smartphones-kinder-ulbricht-spitzer-digitale-demenz-734872/
- Handies müssen Tasten haben
- WinPhone wird sich durchsetzen
- Windows Vista ist das beste Windows aller Zeiten
- ...

VOR 10 Jahren waren noch 90% im Büro und 99% im Wohnzimmer Röhrenmonitore. Daran erinnert sich keiner mehr.
In 10 Jahren gibts keine Benziner mehr. Kein Staat plant es schlauerweise ein.

Monitore gibts hoffentlich in 2-3 Jahren nicht mehr. Wenn man schlau ist, zieht man die alten Zeitschriften heraus und schaut mal wann die ersten Flachscreens auftauchten als Desktop oder TV (2006 HD-ready ich glaube Flachbild-Fernseher bei Aldi) und nicht nur bei Laptops und wie schnell alle Röhren-Monitore auf den Bildern fehlten.
Die Monitore werden durch Videobrillen abgelöst.

Man muss es nur den alten Leuten schmackhaft machen.

Als die ersten Handies aufkamen sah das auch seltsam aus wenn Leute damit telefonierten.
An die Apple-Headsets (Siri At Head) bzw. Leute die auf der SmartWatch rumtouchen muss man sich auch gewöhnen.

Und Glass ist natürlich nicht gescheitert, sondern Google hat ausser Mail und Youtube fast alle Projekte in den Sand gesetzt und dem Volk damit massiv die Disruption vorenthalten.
Macht Zuckerberg aber auch: Oculus und Whatsapp sind beide massiv uncool und durch den Aufkauf nicht zum Volks-Vorteil weiterentwickelt worden. Da lenkt man lieber mit Charity-Projekten ab welche sicher so toll sind wie die von Bill Gates.
Nur Musk liefert mehr als (oft nur leere) Versprechen und ist so schlau, die kommenden Stromabschaltungen einzuplanen und jeder Amerikaner sich selber seinen Strom und Akkupack und Tesla zu versorgen.

Antworten
Sebo
Sebo

Dieser Vortrag ist nicht wichtig, sondern geht nahezu komplett am Thema vorbei.

1. Man muss zwischen technologischen Anwendungen für Unterwegs und für Zuhause unterscheiden. Google Glass war eine Anwendung für unterwegs, Virtual Reality aber ist eine Anwendung für zuhause. Daher muss der Träger auch kaum Gedanken machen, wie er von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, wenn er daheim seine VR Brille trägt.

2. Recht hat die Dame allerdings in Bezug auf Lifestyle Menschen, denen es wichtig ist, was andere von ihnen denken. In diesem Personenkreis ist schon alleine Aufgrund des Aussehens der Brillen eher mit einer Ablehnung zu rechnen. Das wird man aber auch in den nächsten Jahren nicht ändern können. Es wird dauern, bis die Brillen und die dazugehörige Technologie weit genug miniaturiesiert sind, das sie auch als modisch akzeptabel bezeichnet werden.

3. Ebenfalls ist davon auszugehen, das man nicht ungestört mit seiner Virtual Reality Brille herumhantieren kann, wenn andere Leute im Raum sind. Das wird sicher schnell als sozial unangemessen gelten.

4. Hier muss man auch ganz klar zwischen Virtual Reality und Augmented Reality unterscheiden. Letzteres funktioniert auch mit dem Smartphone und das ist absolut akzeptiert. Das sieht man an den Nutzerzahlen von Pokemon Go.

Virtual Reality wird daher vor allem eine Anwendung sein, die man alleine zuhause macht und nicht eine Anwendung für Gruppen oder Unterwegs. Es ist also ein Produkt, das wohl eher introvertierte als extrovertierte Menschen ansprechen könnte, die auch bereit sind, sich genug Zeit alleine zu gönnen.

Daher geht der Rest des Vortrags völlig am Thema vorbei!

Wenn Virtual Reality im Bereich Entertainment ein Erfolg werden soll, muss es bei den Gamern punkten und die haben mehrheitlich ganz klare Vorstellungen, wie ihre Spiele aussehen sollen.

Die Idee, den Nutzer von Virtual Reality zu erziehen, ist daher einfach nur lächerlich. Videospiele sind ein Hobby, für das Menschen Geld ausgeben und die Gamer sind schlau genug zu erkennen, das sie mit ihrem Kaufverhalten die Zukunft der Spiele mitbestimmen.

Auf gut deutsch, wenn ein Spiel mich zu etwas erziehen will, das ich nicht möchte, kaufe ich eben ein andere Spiel, das meine Bedürfnisse besser erfüllt und wenn Virtual Reality meine Art zu spielen nicht unterstützt, bleibe ich mit meinen Ballerspielen und Rollenspielen eben auf dem Fernseher.

Was der Virtual Reality fehlt, sind rasante Shooter und tolle Open World RPG's. Diese Spiele scheitern derzeit an Problemen wie Motion Sickness und dem schlichten Fakt, das man sie eben nicht einfach so vom Monitor auf Virtual Reality anpassen kann.

Es ist dabei absolut naiv zu denken, das man den Spieler erziehen kann, in dem man ihm etwas anderes zum Spielen vorsetzt, als er gerne spielen möchte.

Das hat man auch bei anderen innovativen Technologien wie dem Microsoft Kinect gesehen, für dieses gab es nie gute Shooter und Rollenspiele, viele Gamer lehnten zudem die unbequeme Art des Spielens ab.

Als Microsoft dann auf die glorreiche Idee kam, seine neue Konsole XBOX ONE zwangsweise mit dem Kinect zu bundeln, um die Entwicklung von Spielen mit Bewegungssteuerung zu fördern, scheiterte dies grandios am Widerstand der Gamer. Die haben lieber die PS4 gekauft, die bei besserer technischer Leistung günstiger war. Ich bin beispielsweise von der XBOX 360 auf die PS4 gewechselt, weil ich keine Lust auf Spiele hatte, in denen ich dann eventuell gezwungen bin, vor dem Fernseher herum zu joggen.

Wenn Virtual Reality bei den Gamern ein Erfolg sein sollte, dann sollte man ihnen genau das Futter geben, das sie haben wollen und nicht versuchen, sie zu erziehen. Auch wenn manche Frauen das gerne wollen.

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