t3n News Software

„Wayback Machine“ stockt auf: Internet-Gedächtnis von 1996 bis Ende 2012

„Wayback Machine“ stockt auf: Internet-Gedächtnis von 1996 bis Ende 2012

Das gemeinnützige US-Webprojekt Internet Archive hat seine „Wayback Machine“ enorm erweitert. Das Internet-Gedächtnis, das Zeitreisen zu Webseiten, Usenet-Beiträgen und ermöglicht, bietet nun 240 Milliarden Seiten und damit 60 Prozent mehr als vorher. Zudem kann man das Web jetzt im Zeitraum von Ende 1996 bis Dezember 2012 durchforsten und findet nicht nur Uralt-Versionen von noch existierenden Websites, sondern auch heute längst vergangene Seiten.

„Wayback Machine“ stockt auf: Internet-Gedächtnis von 1996 bis Ende 2012

Wayback Machine: Große Datenfülle, große Beliebtheit

Die mittlerweile 240 Milliarden URLs, die von der Wayback Machine gespeichert werden, bedeuten ein Datenvolumen von 5 Petabytes. Das Internetgedächtnis erfreut sich sicher nicht zuletzt aufgrund dieser Datenfülle einer großen Beliebtheit. Nach Angaben der Betreiber werden jede Sekunde 1.000 Datenbankabfragen gestartet, 500.000 Menschen surfen jeden Tag auf die Wayback-Machine-Seite, wodurch Archive.org zu den 250 populärsten Websites der Welt gehöre.

Im vergangenen Jahr haben Mitarbeiter des Internet Archive auch Seiten für die Nachwelt erhalten, die anderenfalls aus der digitalen Erinnerung verschwunden wären. Die Runderneuerung möglich gemacht hat unter anderem eine Spendensammlung für mehr Speicherplatz. Ein anonymer Spender hatte sich bereiterklärt, für jeden gespendeten Dollar noch einmal die dreifache Summe dazuzugeben, wie The Next Web berichtet. Der entsprechende Deal ist zwar Ende 2012 ausgelaufen, aber das Internet Archive bittet weiterhin um Spenden.

Zeitreise mit der Wayback Machine: Die t3n-Website im Oktober 2007

Aktuell kann es nach der Umstellung dazu kommen, dass ein „kleiner Teil der älteren Inhalte“ nicht gefunden wird. Dieses Problem soll in den nächsten ein bis zwei Monaten behoben sein. Bis dahin können alle, die bestimmten Content vergeblich suchen, auf die alte Version der Wayback Machine ausweichen.

Fotonachweis für die Newsübersicht: Helico / flickr.com, Lizenz: CC-BY

Weiterführende Links:

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
4 Antworten
  1. von fancyPT am 12.01.2013 (17:15 Uhr)

    „und damit 60 Prozent mehr als vorher.“

    Und wo lagen die jetzt vorher? Irgendwie müssen die die Seiten doch frühzeitig gespeichert haben? Verstehe ich irgendwie nicht. Bissl mehr Hintergrundinfos wären in solchen Beiträgen schon sinnvoll.

    Antworten Teilen
  2. von pixelfreak am 14.01.2013 (13:27 Uhr)

    Immer wieder interessant, wie sich eigene Projekte in wenigen Jahren verändern können. :)

    Antworten Teilen
  3. von Auftrags-Archivierung am 14.01.2013 (18:26 Uhr)

    Schön wäre, wenn man gegen Geld Seiten dort Archivieren lassen könnte. Z.b. von der Konkurrenz oder Opposition. Oder von Projekt-18 oder ehemaligen Regierungen und ihren Versprechen oder Wahlwerbung.

    Und immer wenn ich es nutzen wollte war es elendig langsam.

    Antworten Teilen
  4. von gehirn jogger am 17.01.2013 (09:07 Uhr)

    Scheint ja eine ganz tolle Seite zu sein

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Software
Neverware: Diese Software soll aus jeder alten Mühle ein Chromebook machen
Neverware: Diese Software soll aus jeder alten Mühle ein Chromebook machen

Neverwares „CloudReady“ ist ein Chromium-OS-Fork für alte PC und Macs. Wer einen älteren Rechner fit für das Web machen will, sollte sich das Betriebssystem mal anschauen. » weiterlesen

10 Mac-Apps für nur 15 Dollar: Soviel könnt ihr mit diesem Software-Bundle sparen
10 Mac-Apps für nur 15 Dollar: Soviel könnt ihr mit diesem Software-Bundle sparen

Von einem Video-Konverter über eine Firewall-App bis hin zu Vorlagen für Photoshop, Pages, Keynote und Numbers: Wer bares Geld sparen möchte, sollte einen Blick auf dieses Software-Bundle für den … » weiterlesen

Gestensteuerung für deinen Raspberry Pi: Diese Software macht's möglich
Gestensteuerung für deinen Raspberry Pi: Diese Software macht's möglich

Das deutsche Unternehmen Myestro hat mit AirPointr eine Software vorgestellt, dank der sich der Raspberry Pi mit Handgesten steuern lässt – das Ganze hat aber seinen Preis. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?