Was für Twitter als Gewinner spricht
Der Vorteil von Twitter ist aber weiterhin, dass die Profile (meist) öffentlich sind und die Tweets direkt einsehbar sind. Dem scheint Facebook nun auch entgegenzuwirken, indem die Profile der User nun nur noch optional privatisiert angezeigt werden. Der neue Standard ist ein offenes Profil.
Dazu passt auch, dass sich die Profile wahrscheinlich in Zukunft direkt durch den Usernamen ansteuern lassen, z.B. „facebook.com/simonrabente“ anstelle von „facebook.com/profile.php?id=12345“. Momentan ist das Profil von U2 (facebook.com/u2) oder Kevin Rose (facebook.com/kevinrose) auf diese Weise aufrufbar. Es sollte aber nicht mehr lange dauern, bis dies mit allen Profilen funktioniert. Zumindest wird vielerorts darüber spekuliert.
Der populäre Twitter-Client TweetDeck ist nun auf diesen Zug aufgesprungen und hat Facebook Connect in seine Software integriert. Somit lassen sich Meldungen je nach Einstellung nur an Twitter, nur an Facebook oder an beide Dienste schicken. Auch Seesmic bietet jetzt einen Client für Facebook an. Da viele Tweets mobil gezwitschert werden, bietet Facebook seinen Service Connect auch für iPhone-Applikationen an.
Auf der Client-Seite scheint sich also auch viel in Richtung Facebook zu bewegen.
Fazit
Diese Entwicklung könnte für Twitter noch kompliziert werden. Zwar hat sich der Dienst schon in Richtung Mainstream bewegt, aber der Großteil der Benutzer sind immer noch die „Early Adopters“, die aus der Tech-Szene kommen. Facebook-Nutzer hingegen ziehen sich durch alle Berufs- und Gesellschaftsschichten.
Auf dem deutschen Markt scheint Facebook seit der Übersetzung ins Deutsche auch immer mehr Zuwachs zu finden. Ich würde sogar schätzen, dass die deutsche Facebook-Gemeinschaft bereits größer ist als die deutsche Twittersphere.
Steht nach dem Browserkrieg in den 90ern und dem Kampf der Social Networks in diesem Jahrzehnt nun die Schlacht der Microblogging-Dienste an? Vieles spricht dafür.
Schaut man sich die Entwicklung an, hat Facebook gegenüber Twitter derzeit viele Trümpfe in der Hand.
Weiterführende Links zu aktuellen News auf t3n.de:
- Facebook Chronik: 30 witzige und kreative Beispiele [Bildergalerie] - t3n News 12/2011
- Google lässt Suche und Google+ verschmelzen - t3n News 1/2012
- Social Network Wars: Twitter wettert gegen neues Google+ Suchfeature - t3n News 1/2012
- Twitter verdreifacht Anmeldezahlen seit iOS5-Start - t3n News
- iOS vs. Android: Warum Entwickler Apple lieben - t3n News
- Google+ vs. Facebook – Duell der Unternehmensseiten - t3n News
- Facebook 2012 – Zahlen, Daten, Fakten [Infografik] - t3n News
- Bericht: Google+ wächst täglich um 625.000 neue User - t3n News




![Twitter: Die Geschichte des Fail Whale [Video]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-361075_twitter-fail-whale-ftrd_medium.jpg)
9 Answers
von Heiko Stiegert 18.03.2009 (09:54Uhr) 1.
Warum wird denn der Artikel gedrittelt und nicht im Ganzen abgebildet? Verleitet nicht gerade zum Weiterlesen!
von Christoph 18.03.2009 (10:35Uhr) 2.
In meinem RSS-Feedreader wurde auch nur die 1. Seite angezeigt. Diese hat mir aber immerhin animiert auch die nächsten 2 Seiten direkt auf der Webseite zu lesen.
Finde diese Aufteilung auch nicht gut bzw. sehe den Vorteil darin nicht.
von jati 18.03.2009 (10:51Uhr) 3.
Vielen Dank für Eure Hinweise. Wir beobachten gerade, wie es ankommt und wie gut es funktioniert.
Manchmal kann es sinnvoll sein, einen langen Text entsprechend aufzuteilen. Und es gibt mehr Nutzer als man denken könnte, die nicht gern durch einen ganzen Artikel scrollen, sondern stattdessen lieber klicken möchten.
Aber wir sehen da ebenfalls Vor- und Nachteile bei der ganzen Geschichte.
von peter 18.03.2009 (13:06Uhr) 4.
@Webstandard: Erhöht die Page Impressions und hilft somit t3n sich zu finanzieren. Find ich gut :)
von Andi 18.03.2009 (16:08Uhr) 5.
Ich mag auch keine geteilten Artikel, lieber scroll ich nach unten und habe dann einen "nach oben" link. Aber wenn es t3n wirklich helfen sollte sich zu finanzieren kann ich damit auch gut leben.
von Martin 19.03.2009 (21:11Uhr) 6.
Wenn schon den Artikel teilen, dann wenigstens eine Druck-Funktion anbieten, mit der man den Artikel auf einer Seite anzeigen kann. Ich frag mich grade, wie ich das Ding in mein Newsarchiv bringen soll... sicherlich nicht auf 3 Seiten...
von rolf66 19.03.2009 (21:26Uhr) 7.
Der Facebook Relaunch ist ja mal so richtig in Hose gegangen. Diese Twittermorphung finde ich auch befremdlich, der Dienst war auch ohne dieses Element sehr Unique und wurde deutlich abgewertet. Interessant auch dieser Facebook Poll: 94% Of the Facebook Users Don’t Like Redesign http://twurl.nl/f3a345
von Twitter Links am 21.03.2009 | 140signs.c… 22.03.2009 (01:03Uhr) 8.
[...] t3n Magazin: Facebook gegen Twitter - Duell ums Microblogging. Darf es nur den EINEN geben? [...]
von Twitter Links am 21.03.2009 - BAZAARS.ME 20.06.2009 (18:41Uhr) 9.
[...] Über Dr. Christian Ankowitsch und seinen Roman erfahren Sie mehr im Interview mit Deutschlandradio.t3n Magazin: Facebook gegen Twitter - Duell ums Microblogging. Darf es nur den EINEN geben?Jobsuche bei [...]