Web 2.0 Plant Google einen „Twitter-Killer“?

Falk Hedemann, 09.02.2010 - 11:56 | Keine Kommentare |
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Schon heute könnte Google einen neuen „Twitter-Killer“ vorstellen. So oder ähnlich lauten heute zumindest die Tech-Schlagzeilen des Tages bei Silicon Alley Insider, ReadWriteWeb & Co., die sich alle auf eher spärliche Informationen des Wall Street Journals berufen. Nüchtern betrachtet scheint es lediglich darum zu gehen, dass Google Mail einige Social Features spendiert bekommt. Aber reicht das schon für einen „Twitter-Killer“?

Was genau wird uns Google denn nun präsentieren? Man weiß es noch nicht. Vermutet wird die Integration von Statusmeldungen in Google Mail, doch ob es sich dabei um ein eigenständiges abgeschlossenes System handelt oder ob es Verbindungen zu Facebook und Twitter geben wird, ist noch vollkommen unklar.

Recht nüchtern betrachtet Robert Scoble die für heute vermutete Ankündigung seitens Google. Seiner Erfahrung nach sind die Erfolge bzw. Misserfolge der Vergangenheit ein guter Indikator für zukünftige Erfolge. In dem Zusammenhang verweist Scoble auf die Misserfolge von Orkut, Jaiku und Dodgeball und fragt sich folgerichtig: Warum sollte Google also diesmal erfolgreich sein?

Dafür findet Scoble einige gleichermaßen interessante wie auch logische Begründungen. Bei den Misserfolgen der Vergangenheit handelte es sich in der Regel um Zukäufe, die die in sie gesetzten Erwartungen und Hoffnungen nicht erfüllen konnten. Die Social Features für Google Mail kommen aber direkt aus den Entwicklungsabteilungen von Google. Sie haben so auch die volle Unterstützung der Entwickler, die die Bemühungen in der Vergangenheit nicht mit vollem Herzblut unterstützt haben, auch weil sie nicht erwartet haben, dass Facebook und Twitter so erfolgreich sein könnten.

Einen „Twitter-Killer“ wird auch Google nicht ankündigen können, ganz gleich was heute wirklich verkündet wird. Entscheidend wird es vielmehr sein, die Nutzer zu begeistern, da nur sie über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Und das dann möglichst anhaltend, denn wie schnell eine Welle der Begeisterung wieder abebben kann, weiß Google nur allzu genau. Stichwort Google Wave.

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