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Web 2.0: Twitter hat 75 Mio. User, viele von ihnen werden es niemals nutzen

Web 2.0: Twitter hat 75 Mio. User, viele von ihnen werden es niemals nutzen

befindet sich zwar weiter im Wachstum und hat mittlerweile 75 Millionen User, doch diese an sich beeindruckende Statistik hat auch ihre Schattenseiten. Zum einen hat sich das Wachstum deutlich verlangsamt und zum anderen liegen viele der angelegten Nutzerkonton brach und wurden zum Teil auch noch nie genutzt.

Mit den 350 Millionen Nutzern von Facebook kann Twitter zwar nicht mithalten, doch auch die 75 Millionen User sind schon beeindruckend, bedenkt man das noch recht junge Alter von nicht mal vier Jahren. Doch wie so häufig bei Statistiken, kommt es auch hier auf die Sichtweise an. Die Analysten von RJMetrics haben die Zahlen etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei interessante Fakten zum Nutzungsverhalten entdeckt.

Ein hoher Anteil der Twitter-Account sei inaktiv, heißt es in ihrer Analyse. 25 Prozent der 75 Milllionen Accounts haben beispielsweise keinen einzigen Follower und 40 Prozent haben noch nie einen Tweet geschrieben. Erstaunliche 80 Prozent der Twitter-Nutzer haben bisher weniger als zehn 140-Zeichen-Nachrichten verfasst. Im Umkehrschluss bedeutet das: Nur etwa 20 Prozent der User nutzen Twitter auch aktiv. Bei Facebook loggen sich übrigens rund 50 Prozent der Nutzer täglich ein.

Etwa zwei Drittel der Twitter-Nutzer haben nicht mehr als 10 Verfolger

Interessant ist auch die Statistik zur Anzahl der Follower. Der durchschnittliche Twitter-User kam 2009 demnach auf 27 Verfolger. Nimmt man dagegen nur den August, so lag die Zahl noch bei 42. Zusammen mit der Tatsache, dass Twitter in den letzten vier Monaten des Jahres sehr stark gewachsen ist, nehmen die Analysten an, dass neue Nutzer anfänglich nur wenigen Twitterern folgen. Das könnte auch ein Grund für die Änderung bei den „Suggested Users“ sein, die neuen Nutzern nach der Anmeldung gezeigt werden. Hier hatte Twitter erst kürzlich 20 verschiedene Kategorien eingeführt, in denen man thematisch passende Vorschläge zum Verfolgen bekommt.

Fazit: Es ist nicht alles Gold was gänzt

„Twitter is still growing like a rocketship“, heißt es in den Schlussbemerkungen der Analyse. Bei genauerer Betrachtung fallen aber doch einige unschöne Dellen in den Wachstumszahlen von Twitter auf. Bei vielen Menschen scheint der Hype von Ende 2009 lediglich dazu geführt zu haben, sich diese „Sache mit den 140-Zeichen“ mal anzuschauen. Eine dauerhafte Nutzung wurde in vielen Fällen jedoch nicht daraus.

Woran das im Einzelfall liegt, ist natürlich schwer zu sagen. Meine persönliche Erfahrung ist allerdings, dass Twitter erst dann richtig interessant wird, wenn man die richtige Mischung bei den Followings und Followern gefunden hat. Um dahin zu kommen braucht es einen langen Atem und Durchhaltevermögen - für Neulinge scheinbar eine große Hürde.

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Eine Antwort
  1. von Bernd am 29.01.2010 (20:15 Uhr)

    Das grosse Problem ist doch, dass man bei twitter vorwiegend noch Englisch als Standardsprache hat. und da kann der deutsche Michel nichts mit anfangen...
    Wenn man mehr deutschsprachige User hätte und vielleicht der älteren Generation Twitter nahebringen würde, sähe das anders aus.
    Wer SMS liebt, der mag auch Twitter!
    Wem das zu umständlich ist, der befasst sich eben nicht damit.
    Und verpasst die einzigartigen Möglichkeiten, Kontakte zu generieren!
    Bernd
    http://www.existenzgruendung-profitabel.de

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