Web 2.0: URL-Verkürzer tr.im gibt auf – selbstgehostete Dienste als Alternative

Der URL-Verkürzer tr.im stellt den Betrieb ein. Das hat das amerikanische Unternehmen Nambu Networks, das auch den Twitter-Client Nambu entwickelt, in einem Blogbeitrag bekannt gegeben. Ab sofort können also keine langen URLs mehr mit tr.im verkürzt werden, damit sie beispielsweise bei Twitter weniger Zeichen verbrauchen. Bereits mit tr.im verkürzte Links bleiben noch bis zum Jahresende in der Datenbank und können weiter umgeleitet werden.

„Es gibt für uns keinen Weg, die URL-Verkürzung zu monetarisieren“, heißt es von Seiten der Entwickler. Da man auch kein anderes Unternehmen zur Übernahme von tr.im gefunden habe und die Kosten für den Dienst immer höher wurden, sei man letztlich dazu gezwungen gewesen, einen Schlussstrich zu ziehen. Auch die Entscheidung von , standardmäßig auch den Konkurrenten bit.ly zu setzen, habe eine Rolle gespielt.

Auch andere URL-Verkürzer könnten schon bald ihren Dienst quittieren, denn von einer Monetarisierung ist überall bisher wenig zu sehen. Wer auch in Zukunft auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf einen selbstgehosteten URL-Verkürzer zurückgreifen, bei dem man dann auch die volle Kontrolle über die verkürzten Links behält. Bei iWantMyName ist dazu eine Liste mit 10 Tools zum Betrieb von URL-Verkürzern auf der eigenen Domain erschienen.

Weitere Artikel zu Twitter

Das interessiert dich bestimmt auch

9 Answers

  1. von Thomas Pfeiffer 10.08.2009 (13:14Uhr) 1.

    Hallo,

    wir Webevangelisten haben ein Skript zur Verfügung gestellt, mit dem man sich einen eigenen URL-Verkürzer installieren kann. Mehr dazu unter
    http://webevangelisten.de/winzigurl/

  2. von jati 10.08.2009 (16:30Uhr) 2.

    Ah, klasse! Vielen Dank für die Ergänzung.

  3. von URL-Verkürzer tr.im R.I.P. | GUTES TUN 10.08.2009 (17:18Uhr) 3.

    [...] via t3n-Magazin [...]

  4. von Andreas Lenz 10.08.2009 (20:42Uhr) 4.

    Der bit.ly investor Betaworks arbeitet an einem URL-Mapping-Archiv ähnlich wie Waybackmachine namens "301works". Betaworks hat Tr.im angeblich angeboten den Dienst morgen schon starten zu können. Mehr zum Thema gibt es bei Mashable

  5. von Timo Reitnauer 10.08.2009 (21:50Uhr) 5.

    Danke für die Nennung unseres Artikels auf iWantMyName. Es gibt natürlich noch unzählige Open-Source Skripte, die das gleiche tun. Wichtig ist einfach, dass man selbst die Kontrolle über die Links hat und das geht eben nur mit einer eigenen Domain.

  6. von Martin Brüggemann 11.08.2009 (09:46Uhr) 8.

    Das Problem mit der selbstgehosteten Alternative ist, dass es extrem schwierig wird die verkürzten URLs später wieder aufzulösen (zum Beispiel wenn man die Tweets als Reaktionen auf einen Blog-Artikel anzeigen möchte - wie hier im t3n Newsticker)

    Heute muss man dazu ja schon alle großen URL-Shortener abfragen, bevor man die Twitter-API nach Tweets zu den geshorteten Links befragt.

    Wenn jetzt jeder seinen URL-Shortener aufmacht, wird es irgendwann unmöglich alle Twitter-Reaktionen zu einer URL zu finden. Ein eigener URL-Shortener ist meiner Meinung nach also eher uncool ;)

  7. von URL-Verkürzer: tr.im wird Community-Pro… 18.08.2009 (10:14Uhr) 9.

    [...] zur Zukunft ihres Dienstes überrascht. Nachdem zunächst aufgrund von fehlenden Investoren das sofortige Ende angekündigt wurde, kam kurz danach der Rückzug vom Aus, auch wenn sich an der finanziellen Situation nichts [...]

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)