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Das Web wird fetter: Durchschnittliche Webseite legte 2014 um 15 Prozent zu

Das Web wird fetter: Durchschnittliche Webseite legte 2014 um 15 Prozent zu

Die Größe einer durschnittlichen Webseite stieg 2014 um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Schuld daran sind vor allem ein Anstieg an CSS-Code und größere Bilddateien.

Das Web wird fetter: Durchschnittliche Webseite legte 2014 um 15 Prozent zu

Web. (Grafik: Christian Schnettelker Lizenz: CC BY 2.0)

„Mein Entwickler sagt, ich hab’ nur schwere Knochen!“

Auch in diesem Jahr wurden Webseiten wieder größer als noch im Vorjahr. Die durchschnittliche Webseite brachte es 2014 auf stolze 1.953 Kilobyte. Das ist ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus der jährlichen Studie des HTTP Archives hervor. Immerhin steigt die Größe aber nicht mehr so stark wie noch 2013. Damals legten Seiten im Vergleich zu 2012 sogar um 32 Prozent zu.

Im Bezug auf die reale Dateigröße hatten Bilder den größten Anteil an der Steigerung. Im Schnitt legten sie um 21 Prozent zu. Dabei nutzen noch immer recht wenige Seiten hochauflösende Retina-Bilder. Zumal auch SVGs und Icon-Fonts hier eher zu einer Reduktion führen könnten. Allerdings sind über 50 Bilder in eine durchschnittliche Webseite eingebunden. Das summiert sich natürlich. Auch weil sich viele Seitenbetreiber nicht die Mühe machen, die Größe von Bilddateien zu optimieren.

2014: Vor allem Bilder und CSS-Dateien blähten Webseiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf. (Grafik: HTTP Archive)
2014: Vor allem Bilder und CSS-Dateien blähten Webseiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf. (Grafik: HTTP Archive)

24 Prozent größere CSS-Dateien

Der prozentual größte Anstieg bei der Größe einer Webseite wurde 2014 durch CSS-Dateien verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Datenvolumen um 24 Prozent an. Der Grund könnte vor allem in der immer größeren Verbreitung von responsiven Websites liegen, die auf unterschiedlichsten Geräten gut aussehen sollen. Auch CSS3-Animationen könnten einen Anteil daran haben. Der Umfang des genutzten JavaScript-Codes stieg um sieben Prozent, während die eigentlichen HTML-Dateien um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegten.

Insgesamt lädt die Durchschnittsseite Ressourcen von 16 verschiedenen Domains und sie enthält 862 DOM-Elemente. Trotz des Anstiegs liegt der durchschnittliche PageSpeed bei 78 von 100 Punkten. Das ist überraschend gut. Dennoch dürften Entwickler gut daran tun, die Ladezeiten möglichst zu verringern. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Nutzer über eine mobile Internet-Verbindung auf eine Webseite zugreifen, können euch unnötige Ladezeiten potenzielle Kunden kosten.

via gigaom.com

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Eine Antwort
  1. von Jörg am 02.01.2015 (13:30 Uhr)

    Mir scheinen Einzelseiten und Gesamtwebsites durcheinander gewürfelt worden zu sein. Durchschnittlich 2 MB pro Einzelseite kommt hin, aber 50 Bilder kann nur der Durchschnitt von Gesamtwebsites sein. Auch die Menge der geladenen Ressourcen scheint sich eher auf Gesamtwebsites zu beziehen.

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