Der Six Revisions Autor Arley McBlain hat den 40. Geburtstag des Internets zum Anlass genommen, sich Gedanken über die Internetnutzung der Zukunft zu machen. Herausgekommen sind dabei sechs interessante Zukunftsszenarien, die zwar zum Teil deutliche Anleihen aus der Science-Fiction-Welt beinhalten und einen hohen Geek-Faktor besitzen, aber trotzdem nicht als unrealistisch einzustufen sind. Wir vergleichen die Visionen und die Realität.
Als Captain James T. Kirk in den 60er Jahren ein mobiles Kommunikationsgerät einsetzte, um mit weit entfernten Crew-Mitgliedern zu sprechen, da glaubte sicher kaum einer daran, dass diese Technologie keine 40 Jahre später aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sein würde. Ähnliches könnte mit den Zukunftsprognosen für die Internetnutzung geschehen, die McBlain aufgestellt hat. Nur könnte sich die Zeitpanne bis zur Realisierung deutlich verringern. Wir werden es erleben.
Audio Web Surfing
Die Vision: Menschen sitzen in Zügen und lauschen mit aufgesetzten Headsets den neuesten Artikeln, die ihnen ihr Mobilgerät aus dem Internet vorliest. Nur gelegentlich unterbrochen durch leise gemurmelte Befehle zur Navigation durch das Internet.
Die Realität: Die Geräte und die übrige Technik sind vorhanden, könnten aber sicher noch etwas ausgereifter werden. Damit sich die Vision wirklich umsetzen lässt, fehlt es eigentlich nur noch an der passenden Übertragungstechnik. Vielleicht bringt uns der neue LTE-Standard da schon etwas weiter.
Internetsurfen mit praktisch allen Geräten
Die Vision: Gegenstände aus dem alltäglichen Leben, wie beispielsweise der Kühlschrank oder das Schneidebrett in der Küche, werden zu internetfähigen Geräten, die speziell auf sie zugeschnittene Informationen und Inhalte präsentieren können.
Die Realität: Der mit dem Internet verbundene Kühlschrank, der möglichst automatisiert Lebensmittel nachordert, ist keine neue Vision mehr. Technisch sind sie durchaus realistisch, denn RFID-Chips in Verpackungen werden teilweise bereits für automatische Kassensysteme benutzt und könnten auch diese Vision verwirklichen. Es fehlt eigentlich nur noch die Überzeugung der Konsumenten...
Neue Bedienkonzepte
Die Vision: Die Eingabe via Tastatur und Maus dürfte schon bald der Geschichte angehören. In der Zukunft lassen sich Computer über berührungsempfindliche Oberflächen und vor allem auch über Gesten komplett steuern.
Die Realität: Eigentlich kann man kaum noch von einer Vision sprechen, denn viele Geräte wie Smartphones oder die Magic Maus lassen sich schon heute über sensitive Oberflächen bedienen. Auch die Gestensteuerung ist auf dem besten Weg, wie das revolutionäre Bediensystem „Sixth Sense“ zeigt.
Mobile Networking
Die Vision: Die kabellosen Verbindungen von verschiedenen Geräten über das Internet sorgen für mehr Sicherheit, Komfort und geolokale Interaktionen.
Die Realität: Tatsächlich sorgen die Location Based Social Networks momentan für einen Hype, der vor Jahren noch undenkbar schien. Noch gibt es bei der Verschmelzung von Desktop- und den Mobilgeräten aber einige Hürden zu nehmen. Es fehlt beispielsweise eine plattformübergreifende Lösung zur Daten-Synchronisierung, die möglichst in Echtzeit funktioniert und auf allen persönlichen Geräten, zu jeder Zeit, den gleichen Datenbestand garantiert.
Das Ende der .com-Dominanz
Die Vision: Viele weitere Extensions werden die .com-Dominanz schon bald beenden. Etwas weiter in der Zukunft werden die Top Level Domains möglicherweise gar nicht mehr benötigt, weil es kaum noch direkte Zugriffe auf Webseiten gibt.
Die Realität: Die guten Domainnamen werden langsam knapp, nicht nur bei den .com-Adressen, wie der Run auf die neuen .de-Domains im Oktober zeigte. Auch die vielen URL-Verkürzer tragen dazu bei, dass eine Vielzahl der Webseitenzugriffe nicht mehr direkt geschehen. Da erscheint es nur logisch, dass sich die URL selbst auch verändern wird und langsam in den Hintergrund tritt. Ein Beispiel sind Apps für Mobiltelefone, die zwar Daten aus dem Internet abfragen, aber dem Nutzer dafür keine URL mehr anzeigen.
Niemand nutzt mehr den IE 6
Die Vision: In einer fernen Zukunft sorgt eine globale Katastrophe dafür, dass die Menschheit den Planeten Erde verlassen muss - und mit ihr auch den IE 6.
Die Realität: Von einer IE 6-befreiten Erde scheinen wir noch Lichtjahre entfernt zu sein.


















Mein persönliches Fazit: Auch in 20 Jahren werden noch Menschen Texte per Tastatur in den IE6 eingeben ;)
Gesten wie Sixth Sense werden die Usability erhöhen, aber nicht die Tastatur ersetzen.
Aber sonst sehr schöner Artikel ...
Welche Geräte kennt man noch aus Science Fiction Filmen/ Serien, die es bisher noch nicht gibt?!
Stargate, Eureka, . . .
Die Drehbuchschreiber müssen sich einmal wieder innovative Geräte ausdenken. :D
[...] (Zum Originalbeitrag von t3n.yeebase.com – Open Source, Web & TYPO3.) By Oliver Schwarz Posted in Marketing, Technologie, Web/Design You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed No Comments You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed. « Publizieren fürs Mobile Web – Grundlagen [...]
"Internetsurfen mit praktisch allen Geräten" gehört zur ersten Kategorie, "Mobile Networking" und "Das Ende der .com-Dominanz" eher zur zweiten Kategorie.
Eine Frage wird auch sein, wieviel tech der user noch verarbeiten sprich bedienen kann.....
[...] 6 Vorhersagen für die Internetnutzung von morgen [...]
[...] 6 Vorhersagen für die Internetnutzung von morgen @t3n [...]
Für den technischen Fortschritt bin ich definitiv dafür, aber eher im Bereich der Internetzugänge, ob mobile oder zuhause. Und die ganzen Kabel müssen weg. Alle Geräte auf einer Arbeitsfläche zum Aufladen und dem gemeinsamen Datenaustausch untereinander. Des Weiteren soll das Internet schneller werden, nicht mb/s, sondern GB/s:)
Es soll auch für jedermann erschwinglich sein. Wenn LTE nach BRD kommt, wird es noch zahlreiche Überraschungen geben, aber wohl eher doch positive, nehme ich an.
Dass wir grosse Veränderungen in den Medien Internet und Kommunikation in den nächsten 20 Jahren erleben werden, da bin ich mir fast sicher. Wachsen die Internetbandbreiten, wächst auch das Angebot an Diensten.