Webanalyse: Google plant Opt-out-Browser-Plugin für Google Analytics

Google möchte den Webseitenbesuchern zukünftig die Wahl lassen, ob Informationen über ihren Besuch von Google Analytics aufgezeichnet werden oder nicht. Man arbeite derzeit fieberhaft an einem Browser-Plugin, dass den Nutzer eine Opt-out-Funktion ermöglicht, heißt es in einem Post von Amy Chang aus dem Google Analytics Team, der im Conversion Room Blog veröffentlicht wurde.

Man habe schon im letzten Jahr nach Möglichkeiten gesucht, den Nutzern mehr Wahlmöglichkeiten zu geben. Letztlich sei man dabei zu der Überlegung gekommen, dass die Entwicklung eines globalen Browser-basierten Plug-ins die beste Herangehensweise wäre. Momentan befindet sich das Plugin kurz vor der Fertigstellung und wird intern getestet. Eine Veröffentlichung ist in den kommenden Wochen vorgesehen.

Nicht erwähnt wird in der Mitteilung, für welche das Plugin entwickelt wird.

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15 Answers

  1. von Onassis 20.03.2010 (22:57Uhr) 1.

    Wenn die Webseitenbesucher durch ein Ablehnen von google analytics die Statistik beeinflussen können, finde ich das nicht gut.

    "Glaube nur einer Statistik, die Du selbst gefälscht hast".
    Und hier muss man dann sagen: "Glaube google analytics nur, wenn Deine Besucher zugestimmt haben".

    Dann kann man google analytics auch ganz weglassen.

    Wobei es ganz interessant ist:
    Manche Webseitentestprogramm (SEO) bewerten den Einsatz von google analytics negativ - andere Programm befürworten den Einsatz.

    Was tun fragte Zeus...

    Ist google analytics für die eigene Webseite nun gut oder schlecht?

    Onassis

  2. von Falk D. 21.03.2010 (15:43Uhr) 2.

    "Wenn die Webseitenbesucher durch ein Ablehnen von google analytics die Statistik beeinflussen können, finde ich das nicht gut." (YMMD!)
    AdBlockPlus und NoScript (die meist-Installierten Addons überhaupt) verhindern bereits das Erfassen durch Google-Analytics. Viele Administratoren von Unternehmensnetzen blockieren AdSense und Analytics durch DNS-Sperren.
    Ghostery blockiert sogar Piwik und Co.. Es ergibt für mich als Netznutzer keinen Mehrwert, wenn ich die Erfassung durch solche Programme zulasse.

  3. von a 21.03.2010 (17:06Uhr) 3.

    ich kann mir die bemerkung leider nicht verkneifen: es gibt fuer mich als nutzer auch keinen mehrwert, wenn man mit privoxy nicht auf zeitgleiter.org zugreifen kann.
    privoxy kann uebrigens auch googleanalytics etc. blocken.

  4. von tho 23.03.2010 (10:40Uhr) 4.

    "Es ergibt für mich als Netznutzer keinen Mehrwert, wenn ich die Erfassung durch solche Programme zulasse."

    Wenn ich als Webentwickler, in der Statistik sehe, dass zum Beispiel 95% meiner Benutzer mit einer Auflösung 1680x1050px auf meiner Website unterwegs sind, dann kann ich dieses Wissen bei einem Redisign einfließen lassen, was sehr wohl einen Mehrwert für Dich als Netznutzer darstellen könnte.

    Genauso könnte ich, wenn ich feststelle, dass meine deutschsprachige Website häufig von Besuchern mit englischen Browsern/Systemen besucht wird, über eine englische Sprachversion meiner Website nachdenken. Das wäre für diese auf jeden Fall ein Mehrwert.

    Mit solchen Generalisierungen bin ich persönlich daher immer vorsichtig. Es gibt ja übrigens auch noch AwStats (serverseitiges Logging), was sich meines Wissens nicht clientseitig blocken lässt. Zur Not muss man daraus halt seine Informationen für Weiterentwicklungen ziehen.

  5. von Onassis 23.03.2010 (19:50Uhr) 5.

    Ok, wenn ich Google Analytics aus meinen html-Seiten entferne, gibt es dafür einen kostenlosen Ersatz (ohne groß Datenbanken auf dem eigenen Server aufbauen zu müssen)?

    Bis jetzt habe ich nichts gefunden, was ähnlich arbeitet wie Google Analytics.

    Und auch wenn ein Teil der Nutzer nicht aufgezeichnet werden, habe ich immer noch eine "Andeutung", was die Mehrheit - wahrscheinlich - bevorzugt.
    Solange es keinen Ersatz zu Google-Analy. gibt, werde ich es weiterverwenden.

    Onassis

  6. von Falk D. 26.03.2010 (21:03Uhr) 6.

    Lieber a, vielleicht solltest Du Deine Konfiguration überprüfen. Mit Privoxy 3.0.16 lässt sich die Seite ohne Probleme aufrufen.

  7. von Falk D. 26.03.2010 (21:05Uhr) 7.

    Onassis: Google Analytics ist einfach nur böse. Wer so etwas einsetzt handelt verantwortungslos.

    Falk D.

  8. von Onassis 28.03.2010 (14:57Uhr) 8.

    Hallo Falk,

    wiso ist google analytics einfach nur böse?
    Ich bin mir sicher, das Du Dich erheblich besser mit PC, Internet, Webseiten auskennst als ich!

    Ich bin für ales offen, aber ich benötige eine ordentlich Begründung, warum ich google analytics aus den Seiten entfernen sollte.

    Onassis

  9. von Falk Hedemann 28.03.2010 (15:08Uhr) 9.

    Hallo Onassis,wo habe ich denn geschrieben, dass Google Analytics böse sei? Im Artikel geht es doch lediglich um die Tatsache, dass Google derzeit ein Plugin entwickelt, mit dem Nutzer das Tracking via Analytics unterbinden können. Ich selber halte Google Analytics für ein sehr wichtiges Mittel für Webseitenbetreiber – übrigens auch für die Verbesserung der Qualität der Inhalte.

  10. von Onassis 28.03.2010 (20:14Uhr) 10.

    Ein Falk D. hat es geschrieben unter Kommentar Nummer 7:
    Zitat:
    "Onassis: Google Analytics ist einfach nur böse. Wer so etwas einsetzt handelt verantwortungslos. "

    Das jetzt zwei hier mit dem seltenen Vornamen Falk schreiben ist doch leicht verwirrend :-)

    @Falk Hedemann:
    Was meinst Du dann zu dem Beitrag von Falk D.?

    Onassis

  11. von Falk Hedemann 28.03.2010 (20:37Uhr) 11.

    @Onassis Huch ein zweiter Falk - das habe ich in der Tat übersehen ;-)

    Warum der Einsatz von Analytics jetzt aber verantwortungslos sein soll, weiß ich nicht. Wie schon geschrieben, lässt sich mit den GA-Daten auch analysieren für welche Themen sich die Webseitenbesucher besonders interessieren.

    "Google ist böse" ist für mich im Übrigen auch kein Argument und daher auch keine Diskussionsgrundlage.

  12. von Falk D. 29.03.2010 (07:13Uhr) 12.

    Google-Analytics bildet anhand der IP-Adresse auch ohne Cookie Profile: wer kommt woher? wer geht wohin? welche Suchwörter benutzt er? welchen Browser nutzt er? welche Cookies nimmt er an? was für eine Auflösung nutzt er?
    Das mag sicher den Seitenbetreiber alles interessieren, aber per GA wird zu weit in die Privatsphäre eingedrungen und die Entscheidung, ob der Surfer sich derart profilen lassen möchte, sollte per opt-in fallen müssen. Spätestens der nächste Klick nach dem Verlassen der Seite geht niemanden mehr was an.
    Die Verantwortung auf die Möglichkeit Script-, Ad- oder Webbug-Blocker im Rechner der Surfer abzuwälzen reicht bei weitem nicht.
    Die vorgetragenen Gründe, dass man z.B. die Browserauflösung erfahren müsse um die Darstellung anzupassen, sind evidente Schutzbehauptungen, da das Design selbst bei moderaten 1152 Pixeln am linken Rand klebt. Die für einen Seitenbetreiber interessanten Daten lassen sich auch deutlich weniger invasiv ermitteln, wobei mir selbst Piwik schon zu viel wissen will und ich die Daten mit spoofs überschreibe, wenn sich entsprechende Anfragen nicht einfach blockieren lassen.

    P.S. meinen Vornamen behalte ich!

  13. von Onassis 29.03.2010 (13:15Uhr) 13.

    Hallo Falks :-)

    Beide Meinungen von jedem einzelnen Falk hören sich für mich als EDV-Laie schlüssig an.
    Bei mir hat sich bis jetzt noch nie ein user oder Seitenbesucher gemeldet und sich über google analytics beschwert.
    Wobei man es auch nur ganz kurz sieht, wenn die Seite geladen wird.

    Mir selbst hat es tatsächlich geholfen, denn die Auflösungen habe ich danach beim Relaunch vor 10 Monaten auf 1024px Seitenbreite optimiert und angepasst.

    Und dass das Design am linken Rand klebt verstehe ich nicht. Man kann doch mit einem wrapper alles mittig zentrieren. :-)

    Fakt ist, wenn die Seite im Pagerank von google runtergestuft werden würde, wenn kein google analytics mehr drin ist, dann ist es für mich Pflicht es einzubauen.

    Aber soweit ich weiß, bewertet google selbst den Einsatz von google analytics nicht positiver oder negativer als ohne.

    Onassis

  14. von tho 29.03.2010 (14:06Uhr) 14.

    Also ein Fakt für mich ist, dass statistische Auswertungen sehr im Alltag eines Webentwicklers (mein Alltag) helfen können. Sie können dem Websitebetreiber (meinem Kunden) und den Websitebesuchern (den Kunden meiner Kunden) direkt und indirekt helfen. Wie würden Websites wohl aussehen, wenn niemand wüsste, welches die vorherrschenden Bildschirmauflösungen sind?

    Ob sich die Nutzung von Analytics positiv oder negativ auf Rankings bei Google auswirkt, wird auch an anderen Stellen heiß diskutiert..

    Den Knackpunkt sehe ich tatsächlich nicht beim Seitenbetreiber, der die gewonnenen Informationen nutzt, um die Website für die Besucher zu optimieren (weshalb ich 1-Seiten-Lösungen wie z.B. Piwik sehr nützlich finde).

    Vielmehr ist es tatsächlich so, dass wenn Google Analytics auf meiner Website und den Websites meiner Wettbewerber (und das in allen Branchen) eingebunden ist, ein normaler Internetsurfer vollständig und ununterbrochen durch Google analysiert werden kann: Welche Suchbegriffe hat er eingegeben? Welchen Link in den Ergebnissen hat er angeklickt? Welche Unterseiten hat er auf der Zielwebsite aufgerufen? In welcher Reihenfolge? Wie lange war er auf welcher Unterseite? Wie und wohin hat er weiter navigiert? Wann hat er die Seite verlassen? Welchen Wettbewerber hat er als nächsten angesehen? Welche Unterseiten, Reihenfolgen, Besuchdauer? Wo hat er wann was gebucht, mit welchem Websiteanbieter hat er Kontakt aufgenommen, mit welchem nicht? ... Wenn Google Analytics auf genügend Websites eingebunden ist, kannst Du als Betreiber (Google) jeden Surfer den kompletten Tag verfolgen, mit jedem Klick, jeder Aufenthaltsdauer, allen Käufen, Kontaktaufnahmen usw.

  15. von Datenschutz-Debatte: Google veröffentli… 26.05.2010 (10:50Uhr) 15.

    [...] veröffentlicht Anti-Analytics-Plugin 0 Kommentare 0 Tweets Teilen 26.05.2010 Google hat das bereits Mitte März angekündigte Opt-out-Browser-Plugin für Google Analytics veröffentlicht. Mit dem Plugin bekommen [...]

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