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Webdesign: Warum hässliche Websites erfolgreich sind

Es gibt viele Internetseiten, die zwar extrem erfolgreich sind, vom visuellen Anreiz des Webdesigns her aber eher minimalistisch daherkommen. Eines haben diese manchmal als hässlich bezeichneten Websites gemeinsam - sie sind inhaltlich sorgfältig und vollständig ausgearbeitet, aktuell und zudem übersichtlich und gut lesbar.

Webdesign: Warum hässliche Websites erfolgreich sind

Funktionalität vor Webdesign

Zahlreiche Studien hätten bewiesen, dass gutes Design dabei hilft, eine Website erfolgreich zu machen. Dennoch sei der visuelle Anreiz kaum der Hauptfaktor, der Konsumenten eine Website für gut befinden lässt, schreiben die Macher des „Giraffe Forum“, einer Website, die sich für auf Kunden orientiertes Denken in Unternehmen einsetzt. Die eingangs erwähnten Anforderungen Sorgfalt, Vollständigkeit beim gegebenen Thema, strukturelle Klarheit und Lesbarkeit sowie eine gute Suchfunktion seien wichtige Aspekte.

Craigslist: Vom Webdesign her minimalistisch und dennoch sehr erfolgreich.

Hinzu kommt laut Giraffe Forum ein psychologischer Aspekt: Je besser eine Website visuell aufbereitet ist, desto mehr ähnele sie dem in Werbeanzeigen und im Marketing angewandten Stil. Werbung werde im allgemeinen als eher unglaubwürdig angesehen und so bedeute das im Umkehrschluss, dass Websites, die weniger visuelle Anreize schaffen, als ehrlicher und glaubwürdiger empfunden werden. Vom Design her einfach gehaltene Seiten würden von Kunden wahrgenommen als Anlaufstellen, die ihre Inhalte ohne Ablenkung bereitstellen, die nichts verstecken und keine Zeit auf Unwesentliches verschwenden.

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16 Antworten
  1. von Sabrina am 16.02.2012 (14:37Uhr)

    Die wahre Kunst liegt doch eigentlich darin, eine Website zu erschaffen, die grafisch so einfach gehalten ist und trotzdem alle wichtigen Funktionen beinhaltet. Manchmal ist einfach weniger mehr und genau das wird hier gerade bestätigt.

  2. von Daniel am 16.02.2012 (15:01Uhr)

    Am wichtigsten ist meines Erachtens der Verzicht auf Plugins wie Flash oder auf langsame Techniken wie Java / Silverlight in einer Website. Die Bedienbarkeit und Auffindbarkeit von Informationen sollten zur Zielgruppe und zu den Zielen der Site passen. Der Rest ist dann nur noch das Bändigen der Grafiker ;-)

  3. von Webdesign: Warum hässliche Websites… am 16.02.2012 (17:59Uhr)

    [...] background-position: 50% 0px; background-color:#222222; background-repeat : no-repeat; } t3n.de - Today, 5:59 [...]

  4. von Arnold Margolf am 17.02.2012 (09:01Uhr)

    Das Design einer Webseite muss auf jeden Fall auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Ein Beispiel : Eine Webseite, die ein "über professionelles", zu modisch, geschmeidiges Design aufweist und auf Education abzielt wird nicht erfolgreich sein. Zuletzt bemerkt in einem Projekt zur Vermietung eines Ferienhauses für eine Privatperson. Die Webseite musste im Design zurückgenommen werden, denn das zu modische und modern daherkommende Design vermittelte auf den 1. Blick : "Das muss aber teuer sein !". Und Webdesigner wissen um die Absprungrate auf der 1. Seite ...
    http://www.arnold-margolf.de

  5. von dr_ksp am 17.02.2012 (09:20Uhr)

    Danke für diesen Beitrag, der das bestätigt, was ich schon lange vermutet habe: es geht eben nicht nur um das *tollste* Design, sondern vor allem um die Usability. Ich bin wirklich dankbar für diese Argmumente für das unendliche Battle Design vs. SEO... Wie oft muss man die Design-Freaks davon überzeugen, dass die Besucher und ihr Verhalten den Ausschlag geben. Am Schluss zählen für den Kunden eben nur die Conversions...

  6. von Mac am 17.02.2012 (09:58Uhr)

    @Arnold
    "Eine Webseite, die ein "über professionelles", zu modisch, geschmeidiges Design aufweist und auf Education abzielt…"

    Gut, die Wahl einer Uni/FH hängt normalerweise nicht von Design der Website ab, aber wenn man von sich als Hochschule ein modernes Bild zeichnen möchte, sind die oft sehr hässlichen Webauftritte der meisten Unis auch nicht zielführend. Viele Unis versuchen zwar das Design moderner zu gestalten, trotzdem wirkt es entweder wegen einer miserablen Farbwahl oder 3D Buttons meist so als wäre es ein billiges Frontpage-Template oder eines aus einem "Homepage-Baukasten".

    Ich bin der Meinung hübsches Design kann auch absolut minimalistisch sein, ich bin sogar ein Fan von dieser Art Design. Hier ist es aber notwendig auf andere Weise Akzente zu setzen, z.B. mit einer schönen, dünnen Schrift anstatt der teils patzigen Systemschriften.

  7. von Vincent am 17.02.2012 (15:09Uhr)

    Craigslist ist extrem minimalistisch und ich finde nicht das minimalistische Seiten hässlich sind. Ganz im Gegenteil ich find minimalistische Seiten sogar wesentlich schöner!!

  8. von Martin am 17.02.2012 (17:12Uhr)

    Na ach :-) ich glaube für diese Erkenntnis braucht man keine extra Untersuchung. Aber sicher hilfreich wenn man im Kampf Webentwickler vs Grafik, SEO, Marketing und Konsorten ein weiteres Argument braucht, damit das Projekt von diesen nicht ganz so negativ beeinflusst wird.

  9. von Axel Kopp am 17.02.2012 (22:27Uhr)

    Ganz davon abgesehen, dass die Argumentation in diesem Artikel extrem dünn ist, ist auch die Gleichung minimalistisch = hässlich vollkommener Schwachsinn. Tut mir Leid, dass ich es so explizit sagen muss, aber ich frage mich, welche Existenzberechtigung ein solcher Müllartikel auf t3n hat.

  10. von Astrid Radtke am 18.02.2012 (11:23Uhr)

    Ich würde mal behaupten, dass im anglo-amerikanischen Raum die Prioritäten anders gesetzt werden. Ich hatte einige Spam zu SEO gekommen. Vom optischen entsprachen die beworbenen Websites (bis auf eine) durchaus meinem Empfinden von professionell und optisch ansprechend.

    Die Argumentation "Ugly does not waste your time on surface images and trivial jargon and hype" aus dem Artikel von giraffe-forum kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

    Da ich mir häufig Websites aus beruflichen Gründen ansehen, ist jede hässliche=unprofessionelle Website reine Zeitverschwendung.

  11. von Erich Weber am 18.02.2012 (12:43Uhr)

    Erfolgreich und Marketing-orientiert muss ja auch nicht gleich hässlich sein :-)
    Ich habe vor einiger Zeit zu dem Thema einen Blogpost veröffentlicht. Wen es interessiert...

  12. von Content Web Solutions am 18.02.2012 (22:01Uhr)

    Es kommt stark darauf an, was die Seite bezwecken soll und an wen sie sich richtet.
    Google ist minimalistisch, da schnick-schnack völlig fehl am Platze wäre, ebenso das Beispiel craigslist.
    Bei Seiten für eine neue Spielkonsole hingegen wäre eher ein visuelles Top Design gefragt.

    Erfolgreiche Seiten müssen also nicht hässlich sein und hässliche Seiten sind schon gar nicht generell erfolgreich.

  13. von Worüber man noch bloggen hätte können… am 04.03.2012 (16:02Uhr)

    [...] Ist es euch schon einmal aufgefallen. Alte – um nicht zumeist hässliche zu sagen – Webseiten sind in Google meist weit vorne in den Suchergebnissen. Aber woran liegt das? t3n hat sich diesem Thema einmal angenommen. http://t3n.de/news/webdesign-hassliche-websites-367084/ [...]

  14. von Peter am 18.07.2012 (09:29Uhr)

    Ja, ja, die inneren Werte. Es geht eben auch bei Websites im Zweifel nicht ums Äußere. Vor allem dann wenn es nicht um Entertainment geht, sondern darum schnell an z.b. gewünschte Infos zu gelangen. Es muss ja nicht jede Seite eine Design-Site sein. zum Glück!

  15. von Webdesign: Warum hässliche Websites erf… am 01.04.2013 (13:27Uhr)

    [...] Webdesign: Warum hässliche Websites erfolgreich sind 16. Februar 2012David J. KnepperKeine KommentareAllgemein Webdesign: Warum hässliche Websites erfolgreich sind [...]

  16. von Visuelles für den eigenen Blog - www.pr… am 23.05.2013 (12:04Uhr)

    [...] eingesetzt werden sollten. Eine guter Aufbau und eine transparente Strukturierung der Seite sollten bei der Bloggestaltung stets mitbedacht werden. Bildquelle: © David Joyce DeaPeaJay “Josh Harris Blog Design [...]

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