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Webdesign-Trend: Warum Konsolen-Browser wichtig werden könnten

Web-Design speziell für Konsolen-Browser dürfte derzeit sehr selten anzutreffen sein. Ein , der sich schon bald verändern könnte. Lohnt es sich für Webworker schon heute, erste Schritte auf Konsolen-Terrain zu wagen?

Webdesign-Trend: Warum Konsolen-Browser wichtig werden könnten

Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit, werdet ihr bei der Entwicklung eurer Web-Projekte wenig bis gar keine Aufmerksamkeit für die Optimierung auf Konsolen aufbringen. Warum auch?

Konsolen Browser zu unbequem

Obwohl in vielen Haushalten internetfähige Konsolen wie PlayStation, Xbox oder Wii stehen, wird nur ein verschwindend geringer Prozentsatz tatsächlich zum Surfen im Web verwendet. Konsolensteuerungen sind für das klassische Web einfach zu unbequem. Auch die sind eher bescheiden ausgestattet, sodass für das Surfen im Internet eher ein Smartphone oder Tablet genutzt wird.

Sofern das Web-Projekt keine speziell ausgearbeitete Oberfläche für die Konsole bietet, ist die Nutzung des Projektes umständlich und unwahrscheinlich. Und da nur die wenigsten Websites die Anpassungen für Konsolen als nötig erachten, bleibt das gesamte Web für Konsolen zunächst unattraktiv.

Trendwende in Sicht

Doch wird das immer so bleiben? Die großen Konsolen-Hersteller haben schon lange realisiert, dass die Tage von traditionellen, stationären Spielekonsolen gezählt sind. So versuchen die Hersteller immer mehr einen zusätzlichen Mehrwert für den Kauf ihrer Produkte zu schaffen und sie zu wahren Entertainment-Wundern zu machen: Video on Demand, Apps, Social-Media-Integration und die Verbindung zu Mobiltelefonen sind nur der Anfang. Die kürzlich angekündigte PlayStation 4 wird stark erweiterte Social-Features haben, sodass zum Beispiel das Teilen von ingame Aufnahmen in der Community möglich sein wird.

Die nächste Konsolen-Generation hat die nötige Power um Endkonsumenten (fast) alles zu liefern, was ein richtiger Personal Computer zu bieten hat. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis bessere Browser kommen werden. Dennoch dürfte sich der Einsatz solcher Konsolen in nächster Zeit eher nicht in Richtung Schreibtisch verlagern.

Trotzdem: Ist das Grund genug, einer derart breiten Masse an Usern den Zugriff auf Inhalte zu erschweren, nur weil sie sich für eine Konsole entscheiden? Wie viele Stunden verbringt man im Schnitt damit Webseiten für Legacy-Browser anzupassen, um keine potentiellen Besucher zu verlieren?

Ende des Jahres werden voraussichtlich alle Hersteller die nächste Konsolengeneration auf den Markt gebracht haben, sodass erste Haushalte sich dazu entscheiden könnten, ihren alten Computer durch eine benutzerfreundlichen Konsole zu ersetzen. Eine Anpassung für Konsolen könnte sich also langfristig tatsächlich lohnen, obwohl sie mit einer Reihe von zusätzlichen Herausforderungen verbunden ist:

  • Die Bildschirmauflösung und Bildschirmgröße sind schwer in Relation zu bringen
  • Die Entfernung zum Bildschirm ist in der Regel größer
  • CSS-Media Queries können nicht verlässlich abgefragt werden
  • Mangelnde HTML5 Unterstützung

Erste Schritte mit Konsolen-Browsern

Die Informationen über die kommenden Konsolen-Generationen sind eher rar gesät, sodass wir nur wenig tun können, um uns auf die kommenden Änderungen einzustellen. Schon jetzt könnten wir aber die Usability unserer Projekte für die derzeitigen, sicherlich noch einige Jahre im Betrieb bleibenden, Konsolen anpassen.

Eine nützliche Informationsquelle zum Stand von aktuellen Konsolen-Browsern liefert console.maban.co.uk.

Die aktuellen Konsolen-Browser für die Xbox 360 und die PS3 weisen noch reichlich Optimierungspotenzial auf (Screenshot: Game console browers).

Auf der Webseite der britischen Entwicklerin Anna Debenham finden sich allgemeine Beschreibungen, Controller-Details, Informationen zu Bildschirmauflösungen, User Agents, JavaScript-Unterstützung, Flash-Versionen und weitere nützliche Informationen rund um Konsolen-Browser.

Wie seht ihr das Thema?Habt ihr eure Websites schon mal auf Konsolen-Browsern gecheckt?

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5 Antworten
  1. von marc.tissler am 05.03.2013 (09:41 Uhr)

    Puh, soweit kommt es noch, das wir jetzt auch noch für Konsolen optimieren. Gut das meine Kunden alle aus dem Geschäftlichen Umfeld kommen....
    Nichtsdestotrotz glaube ich nicht auf eine baldige Trendwende. Mit den derzeit verfügbaren eingabe geräten für Konsolen macht surfen keinen Spaß, zudem hat eh jeder sein Handy neben sich liegen. Man verlässt doch nicht sein laufendes Spiel / Film um etwas auf dem Fernseher (der oft weit weg steht) zu suchen, wenn das Handy / tablet neben einem liegt.
    Die neue Konsolengeneration verspricht zwar das man nahtlos das Spiel minimieren und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen kann, aber mir wäre der weg immer noch zu Umständlich.

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  2. von Steffen am 05.03.2013 (11:16 Uhr)

    Durch das Controllerdesign eignet sich lediglich die Wii U zum Surfen. Selbst beim Vorgänger ging es schon einigermaßen vernünftig durch die Pointersteuerung.
    Aber ob es sich lohnt Webseiten darauf zu optimieren die nicht unbedingt Infos für die Konsolen anbieten, wage ich doch arg zu bezweifeln.

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  3. von jan am 05.03.2013 (23:04 Uhr)

    klaro. schon damals auf der dreamcast 1999 habe ich meine websites gecheckt. war lustig :) macht doch riesigen spaß, websites auf obsukuren geräten und browsern zu testen. text-only browser sind da auch sehr zu empfehlen !

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  4. von Opera für alle am 06.03.2013 (22:00 Uhr)

    Opera war m.W. auf einigen Konsolen oder frühen Geräten vertreten.

    Die neuen Konsolen werden aber vielleicht HTML5 supporten oder auf Webkit basieren weil die Leute "sauer" werden wenn sie Facebook nicht nutzen können wie gewohnt.
    Von daher ist der Vergleich mit der 5(?) Jahre alten Konsolen-Generation nicht wirklich hilfreich.

    Genau so wichtig werden SmarTVs. Evtl nutzt man das Touchpad oder Phone wie eine Fernsteuerung und der Content wie Webseiten oder Mediatheken erscheint am SmarTV.

    Videobrillen kommen auch bald. Dankenswerterweise sind Boni-Manager relevante Zielgruppen weil die das Geld ausgeben. Also muss man für die Videobrille, das Phone (Win8, iOS, Android bis vor kurzem noch Symbian und Blackberry) und Tablet vom Chef optimieren falls dieser sich die Unternehmenswebseite überhaupt anschaut.

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  5. von natürlich fit am 08.03.2013 (09:27 Uhr)

    Ich finde die Idee eigentlich klasse, man könnte wenn diese Controller richtig dafür gemacht werden, sich einfach in einen Sessel zurück lehnen und mit dem Controller schon wireless surfen.

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