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Ratgeber

Du bist Webdesigner? Diese 6 Fragen solltest du deinen Kunden vor jedem Projekt stellen

(Foto: Shutterstock)

Um Konflikte und Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Webdesigner die Bedürfnisse ihrer potenziellen Kunden mit einem Fragebogen identifizieren. Wir sagen dir, auf welche Antworten es dabei ankommt.

Webdesigner und Kunden: Wie beim ersten Date

Mit der Beziehung zwischen Webdesignern und Auftraggebern ist es anfangs ja ein bisschen so wie mit der Verabredung zum ersten Date: Beide Seiten kennen sich zumeist nicht und doch hat jeder hat eine ganz eigene Vorstellung davon, wie die künftige Art der Zusammenarbeit aussehen soll. Während der Kunde vom erfolgreichen Webprojekt für möglichst wenig Geld träumt, wollen Designer für ein reizvolles Projekt möglichst gut bezahlt werden.

Aufträge sollten Webdesigner nicht einfach blind annehmen. Ob der Kunde zu einem passt, lässt sich mithilfe eines Fragebogens herausfinden. (Foto: Shutterstock)
Aufträge sollten Webdesigner nicht einfach blind annehmen. Ob der Kunde zu einem passt, lässt sich mithilfe eines Fragebogens herausfinden. (Foto: Shutterstock)

Noch bevor also ein verbindlicher Vertrag unterschrieben wird, gilt es rauszufinden, ob man überhaupt zueinander passt. Ist das nämlich nicht der Fall, kann es bei der Zusammenarbeit schnell zu Streitigkeiten kommen. Gefährliche Missverständnisse schon zu Beginn lassen sich idealerweise durch einen Fragebogen vermeiden, den Webdesigner von ihrem potenziellen Auftraggeber ausfüllen lassen. Dieser auch als „Design-Brief“ bekannte Prozess hilft dabei, die konkreten Anforderungen und Bedürfnisse des Kunden herauszufinden und ihm eine optimale Beratung für das gewünschte Webprojekt anzubieten.

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Diese 6 Fragen sollten Webdesigner stellen

1. Was ist das Kernziel des Projekts?

Zuallererst sollten sich Webdesigner und Auftraggeber über das wirkliche Ziel des Webprojekts klar werden. So trivial das vielleicht klingen mag: Zwar kommen viele Kunden schon mit eindeutigen Wünschen (zum Beispiel eine Landingpage zur Bewerbung eines neuen Produkts) auf den Webdesigner zu, das heißt aber noch lange nicht, dass das auch der perfekte Weg zum Erreichen des eigentlichen Projektziels ist.

Webdesigner sollten durch ihre Kompetenz stattdessen die Schwachstellen und Möglichkeiten ihres Kunden identifizieren und darauf aufbauend eine wirklich erfolgsversprechende Lösung anbieten.

2. Welche Zielgruppe soll mit dem Projekt adressiert werden?

Eine neue Website kann nur zum Erfolg werden, wenn sie am Ende die Bedürfnisse ihrer Besucher optimal erfüllt. Umso wichtiger ist für Webdesigner daher die Kenntnis über die genaue Zielgruppe, für die gestaltet werden soll.

Sollen primär junge Menschen durch ein modernes und hochvisuelles Design erreicht werden? Oder erfordert das hohe Durchschnittsalter der Zielgruppe eine simples Website mit gut lesbaren Schriften? Wie sehen die User-Demographie und das Nutzerverhalten aus? Diese Fragen müssen mit dem Fragebogen beantwortet werden.

3. Welche Features soll das Webprojekt berücksichtigen?

Gutes Webdesign hört nicht bei der Gestaltung auf. Immerhin wollen ja auch die vom Auftraggeber gewünschten Funktionen berücksichtigt werden. Soll zusätzlich ein Blog angebunden werden? Ein Onlineshop? Wie sieht es mit einem Newsletter aus und wie groß müssen die Werbezonen auf der Website sein? Welche Browser sind zu unterstützen und was ist eigentlich mit Kontaktformularen oder mehrsprachigen Übersetzungen?

Tipp: Auch nach Features fragen, die auf keinen Fall implementiert werden sollen.

4. Welche Websites kommen deiner Vision am nächsten?

Enorm hilfreich ist auch die Abfrage schon bestehender Websites, die den optischen wie technischen Vorstellungen des Auftraggebers am nächsten kommen. Dem Kunden werden auf Anhieb garantiert drei Beispiele einfallen.

Natürlich soll diese Auswahl keine Blaupause zum Plagiat darstellen, sondern dem Designer vor allem einen Eindruck von den designtechnischen Vorlieben des Kunden (zum Beispiel Navigation, Typographie und Farbpaletten) verschaffen. So reduziert man das Risiko von späteren Enttäuschungen. Daran anschließen kann sich übrigens auch die Frage nach den Wettbewerbern des Auftraggebers.

5. Wie groß ist dein Budget?

Es ist die Frage, die Webdesigner und Auftraggeber spaltet. Sind die Stundensätze des Webdesigners zu hoch oder das Budget des Kunden für die geforderte Leistung zu schmal, sind alle vorher besprochenen Punkte hinfällig.

Durch die Abfrage des verfügbaren Budgets können Webdesigner einschätzen, ob die Umsetzung des besprochenen Projekts vom Aufwand her realistisch ist und die finanzielle Basis für eine Zusammenarbeit gegeben ist. Was das Budget angeht, gibt es natürlich Verhandlungsspielraum nach oben und unten.

6. Wann ist die Deadline?

Heute bestellt, gestern geliefert? Natürlich wollen Kunden ihr in Auftrag gegebenes Webprojekt möglichst schnell abnehmen. Die Kenntnis über die Deadline ist für Webdesigner nicht nur wichtig, um über die Zu- oder Absage zu entscheiden. Ist die Deadline machbar, aber ambitioniert, können Designer beispielsweise noch um Zusatzgebühren für geleistete Überstunden feilschen.

Und welche Fragen stellt ihr euren Kunden und Auftraggebern?

Lies auch unseren Artikel: „So gehst du mit Kunden um, die alles wollen und kein Budget haben

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4 Reaktionen
Karsten Peters

Meiner Meinung nach auch eine ganz wichtige Frage: wer pflegt später die Inhalte der Website ...?

Dom
Dom

M.M.n. eine sehr wichtige Frage. Sollte entsprechend geklärt werden.

Dem Programmierer kann es an sich egal sein, aber aus Kundensicht muss die Frage geklärt sein und viele Kunden haben sich noch keinen Kopf darum gemacht.

Danny
Danny

Wie gut das sich kein webdesigner Gedanken über den Traffic machen muss, wie der Fragebogen wieder beweist. Eine Seite ohne Traffic ist nur eine hübsche Visitenkarte.

E.
E.

...und eine »hübsche Visitenkarte« möchten tatsächlich gar nicht mal so wenige :)

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