Webentwicklung 5 gute Gründe, warum Designer coden sollten

(von Guido Mühlwitz) Mike Kus hat auf Carsonified 5 Gründe vorgestellt, wieso Designer programmieren können sollten. Die dahinter steckende Kernaussage ist nicht neu: Ein Design in Photoshop hat nicht viel gemein mit einer geeigneten Umsetzung in HTML. Umsetzbar dürfte in Zeiten von JavaScript-Frameworks zwar einiges sein, allein sollte es auch die Aufgabe eines Designers sein, Umsetzungszeiträume im Auge zu behalten. Carson zäumt das Pferd allerdings das Pferd von hinten auf, und zeigt den Designern auf, was sie durch das zusätzliche Wissen gewinnen.

Punkt 1:

Durch die Tatsache, dass man weiß, was funktioniert und was nicht, kann man ein viel besseres Webdesign erstellen und braucht nicht mit den Vorgaben von Technikern zu leben.

Punkt 2:

Das Design wird genau so umgesetzt, wie man es geplant hat. „Annäherungen“ durch die Entwickler entfallen ebenso wie: „Das geht nicht“.

Punkt 3:

Mike Kus argumentiert, dass CSS nichts für Entwickler ist, sondern ein Werkzeug für Designer. Ein Bauunternehmer suche bei einem Hausbau auch nicht die Tapete aus und klebe sie dann quer an die Wand.

Punkt 4:

Während des Designs kann man sich Gedanken über die Umsetzung machen, was den Entwicklungszeitraum drastisch verkürzen wird.

Punkt 5:

Designer die coden können, haben eine bessere Chance auf dem Jobmarkt und werden mehr Aufträge erhalten.

mike kus 596x397 Webentwicklung: 5 gute Gründe, warum Designer coden sollten

Mike Kus. Foto: jakeprzespo, Flickr.com. Lizenz: CC BY

 Webentwicklung: 5 gute Gründe, warum Designer coden sollten

Sehen Sie doch unsere Neusten Artikel und News an.

7 Antworten

  1. von jumpingpixel 19.02.2010 (12:04Uhr) 1.

    Meine Meinung nach widersprechen sich Punk 2 und 3. Klar sollte eine Designer CSS und Javascript beherrschen aber ich denke nicht alles kann in einem Design definiert werden und irgendwann kommt dann der Punkt an dem die Programmiere auch mal ran müssen.

    Ich sehe das gerade bei uns da wird alles was mit CSS/HTML zu tun hat zum Designer geschoben. Und gerade solche Aussagen wie oben sind für die meisten Programmiere Freifahrtscheine sich nicht mit dem Thema Webdesign etc. auseinander zusetzten

  2. von typopartner 19.02.2010 (12:18Uhr) 2.

    Ein Designer der coden kann ist klar im Vorteil. Doch ein Argument spricht dagegen, dass er es auch wirklich tut: Wer programmiert, hat zu wenig Zeit zum Designen. Wichtig für ihn ist, zu wissen, wie und was geht. Designer sollten nach Möglichkeit immer einen Schritt weiter gehen können als sein Coder – damit der er passende Neuerungen vorantreiben kann.

  3. von jack 19.02.2010 (12:20Uhr) 3.

    @jumpingpixel: Klingt nach Designergeheule.

    Da widerspricht sich gar nichts. Punkt Zwei ist lediglich eine solide Feststellung.

    "Und gerade solche Aussagen wie oben sind für die meisten Programmiere Freifahrtscheine sich nicht mit dem Thema Webdesign etc. auseinander zusetzten"

    Was ja auch der Knackpunkt jenen Artikels ist...

    Es geht nicht darum, wer, was, macht. Viel mehr soll es verdeutlichen, dass Designer ohne Umsetzungs-Grundlagen schlecht Abschätzen können, was geht, und was nicht. Es würde sehr viel weniger Probleme und Diskussionen zwischen Designern und Entwicklern geben.

  4. von Holger Könemann 19.02.2010 (12:26Uhr) 4.

    Das Problem ist, dass nur zwischen "Designern" und "Programmierern" unterschieden wird. Bei html/css handelt es sich aber eben nicht um Programmiersprachen, sondern um Auszeichnungssprachen die meiner Meinung nach den Kit zwischen der Form und der Funktion bilden.
    Gute Designer tun sich meist schwer mit komplexen Programmiersprachen wie Java, Hardcore Coder haben aber in den seltensten Fällen ein gutes Händchen für Gestaltung. Beide können sich aber html/css aneignen, ohne zu weit über den Tellerrand hinausschauen zu müssen. Daher sollte das der Schnittpunkt für beide sein, an dem beide Seiten, Form und Funktion, zusammen kommen.

  5. von jumpingpixel 19.02.2010 (13:30Uhr) 5.

    @jack klar geht es in dem Artikel um die Design und nicht um die Programmierer deswegen gebe ich dir Recht das die Aussagen so auch stimmen. Was mich nur stört ist das gerade Artikel die Design auffordern sich mit Javascript auseinander zusetzten immer häufiger werden aber ich bis jetzt noch keine Artikel gesehen habe in dem Programmierer aufgefordert werden sich doch mal mit dem Thema Usability und Frontenddesign zu beschäftigen. Ich keine leider einige Coder die mit dem CSS-Box-Model nichts anfangen können und die von jQuery, Mootools und co. noch nie was gehört haben.

    Achja das ist kein Designergeheule da ich bei uns designen und programmieren muss. Ich selber würde den Artikel oben sofort unterschreiben allerdings finde ich das auch mal darauf hingewiesen werden sollte das Progger auch ihren Horizont erweitern dürfen, denn Punkt 5 ist für alle interessant.

  6. von Xceptance Blog » Blog Archiv &raqu… 19.02.2010 (14:33Uhr) 6.

    [...] T3N Tags » code, design, webdesign « Autor: Rene Datum: Friday, 19. February 2010 15:33 [...]

  7. von Inwit 19.02.2010 (18:54Uhr) 7.

    Ja OK, ein gewisses Grundverständnis von HTML sollte ein Designer wirklich haben. Doch wenn man sich nur durch die Beschränkungen von HTML und CSS leiten lässt, kommt am Ende wenig innovatives raus.

    Erinnert sich noch jemand an die Zeit wo AJAX noch für ein Waschmittel stand? Irgendein Mensch bei Google (vermutlich ein Designer) sagte dann wohl: "Wie cool wäre es, wenn ich ins Suchfeld etwas eintippe und unten drunter erscheint sofort eine Liste von Suchvorschlägen...". Das nannte sich damals noch Google Suggest und hatte einen dicken Beta-Button dran.

    Hätte sich der Designer nur an den üblichen Paradigmen der Webwelt orientiert (Nutzer gibt was ins Suchfeld ein, klickt auf den Button, bekommt sein Ergebnis), wäre wir jetzt vielleicht noch nicht im Web 2.0-Zeitalter. Nur so als Gedankenanstoss...

37 Tweets

  • Möchten Sie auch hier erscheinen? Dann hier Re-Tweeten

Du hast eine Ergänzung oder Frage zum Artikel? Teile sie jetzt mit!


(wird nicht veröffentlicht)