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Webdev: Zu WebM kommt WebP – Die Ablösung für JPEG?

Webdev: Zu WebM kommt WebP – Die Ablösung für JPEG?

hat ein neues Grafikformat fürs Web namens WebP vorgestellt, das bei gleich Qualität teils deutlich kleinere Dateien als JPEG erzeugen soll. Da im Schnitt 65 Prozent des Traffics einer Webseite durch die Bilder entstehen, sieht Google in WebP eine weitere Möglichkeit, das Internetsurfen zu beschleunigen.

Webdev: Zu WebM kommt WebP – Die Ablösung für JPEG?

Noch ist WebP wenig praxisrelevant und nur eine developer preview. Das bedeutet: Man kann es ausprobieren, aber im Netz noch nicht nutzen. Google will einen Patch für WebKit bereitstellen, damit zumindest der hauseigene Chrome Grafiken im WebP-Format anzeigen kann. Ob Apple für Safari diesen Patch ebenfalls übernimmt, ist noch offen. Firefox und Opera aber wollen es künftig unterstützen.

Um WebP zu entwickeln haben die Google-Ingenieure offenbar auf Vorarbeiten durch das Filmformat WebM zurückgegriffen. Die Details dazu finden sich in diesem Post im Chromium-Blog. Wer WebP selbst erzeugen will, kann dazu einen Converter auf Kommandozeilenebene nutzen, den es momentan aber nur für Linux gibt.

In einer Galerie kann man JPEG und WebP miteinander vergleichen.

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5 Antworten
  1. von Norman am 01.10.2010 (18:08 Uhr)

    Ich glaube, man kann jpg nicht verdrängen.. das ist so als würde man versuchen mp3 zu ersetzen - unmöglich. Formate, die sich dermaßen in der "Gesellschaft" etabliert haben, machen es Neuentwicklungen, egal wieviel besser sie sind oder wer sie entwickelt hat, extrem schwer Fuß zu fassen.
    Selbst wenn kommende Browserversionen dieses Format unterstützen, was ich toll finden würde, was ist mit den alten Versionen? Fallbacks? Nein danke.

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  2. von aMayer am 01.10.2010 (18:58 Uhr)

    ... da war doch noch was ... jpg 2000: bessere Kompressionsrate bei gleicher Qualität, z.T. verlustfrei, Alpha-Kanal (Unterstützung von Transparenz) ... ich glaub nicht dass die Lizensen, der einzige Grund waren, warum sich dieses Format nicht durchgesetzt hat.

    ...nicht mal damals zu 56k-Modems-Zeiten hatte der Geschwindigkeitsvorteil das Format gepusht. Dann erst nicht jetzt wenn UMTS und DSL usw... die nächsten Jahren flächendeckend verfügbar werden.

    Ich denke Videos und andere Multimediadaten werden wesentlich schneller mehr Trafic erzeugen, als ein neues Bildformat einsparen kann.

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  3. von Maxx am 04.10.2010 (16:32 Uhr)

    Grundsätzlich gibt es bessere Formate als jpg für das Web. Der von Google veröffentlichte Vergleich der Formate hinkt allerdings: http://tiny.cc/6j8el

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  4. von BastianBBux am 05.10.2010 (13:06 Uhr)

    @aMayer: Ihr letzter Satz ist doch kein Argument gegen bessere Formate?
    Das wäre ja so als würde man sagen (Achtung, dummer 'Auto-Vergleich'):
    Autos und andere motorisierte Fahrzeuge werden wesentlich schneller mehr, und dadurch mehr Benzin verbrauchen, als ein verbrauchsoptimierter Motor einsparen kann.

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  5. von Michael Kühnel am 09.10.2010 (00:52 Uhr)

    Das Mac Bildbearbeitungsprogramm Pixelmator unterstützt WebP seit wenigen Tagen.
    Falls man damit mal rumspielen will ; ]

    http://www.pixelmator.com/weblog/2010/10/06/pixelmator-1-6-2-adds-webp-support/

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