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Ratgeber

Relaunch geplant? Die besten Ressourcen zur Suchmaschinenoptimierung deiner Website

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Insbesondere wenn du Facebook Instant Articles oder Google Accelerated Mobile Pages verwendest (das sind speziell mobil optimierte Templates, die Nutzern angezeigt werden, wenn sie von der jeweiligen Plattform auf deine Seite kommen), kannst du kaum mehr durch dein Corporate und Web Design auffallen, sondern nur noch durch Bilder. Spätestens dann brauchst du eine eigene Bildsprache (wenngleich ich von AMP und IA abrate).

Medienformate

Eigentlich ist die Forderung korrekter Dateiformate nichts Neues, aber ich sehe immer wieder kapitale Fehler beim Einbau von Bildern und Videos. Es ist immer ratsam, auf das richtige Format und eine anständige Einbettung zu achten, denn ansonsten wird deine Website unglaublich langsam.

So kann das falsche Format dafür sorgen, dass ein Bild fünf mal mehr Speicher braucht, als benötigt (zum Beispiel, wenn man PNG statt JPG für Fotos verwendet):

(Bild: OSRAM.com)

Achte also darauf, dass…

  • Fotos als JPG eingebaut werden und vor dem Upload mit ImageOptim oder tinypng komprimiert werden. Das neue Bildformat WebP wird noch nicht von allen Browsern fehlerfrei unterstützt und benötigt immer noch anfällige fall-back-Lösungen - deswegen rate ich davon ab.
  •  Grafiken als .svg-Vektoren eingebaut werden. Sie funktionieren auf allen gängigen Browsern (http://caniuse.com/#search=svg), skalieren verlustfrei und brauchen extrem wenig Speicher. Sie können dadurch auch gut animiert werden, bspw. per CSS3 und JQuery. Du kannst SVG Animationen übrigens mit dem Tool Elementor auch ohne Programmierkenntnisse gestalten.
  • Videos eingebettet verwendet werden, damit sie die Performance von deinem Webhosting oder Server nicht zu stark beeinträchtigen. Am einfachsten geht das über Youtube, alternativ aber auch über Vimeo. Bei der Einbettung von Videos sollten aber auch noch strukturierte Daten ergänzt werden. Das geht beispielsweise mit Hilfe von Sistrix.

Menüführung und Navigation

Grundsätzlich gilt: je einfacher die Navigation, desto besser. Eine Website sollte sofort verstanden werden und „navigierbar" sein. Von Experimenten wie zum Beispiel versteckten Menüs rate ich immer ab – außer sie finden auf Webseiten von Kreativen statt, wo Nutzer sich bewusst damit auseinander setzen. Bei mobilen Seiten ist so ein verstecktes (Hamburger) Menü jedoch Pflicht, um den Nutzern zuerst die Inhalte zu zeigen und nicht das Menü.

Um das Surferlebnis optimal zu gestalten, solltest du weitestgehend auf Dropdown-Menüs verzichten. Denn sie erfordern meist zu viel Nachdenken und verkomplizieren vor allem die Bedienung auf mobilen Endgeräten, da diese ja keine Maus haben, um über einen Menüpunkt zu fahren. Es gibt zwar Lösungen, um die Bedienung von Dropdowns auf Smartphones zu ermöglichen, allerdings nehmen sich mobile Nutzer kaum die Zeit dafür, sich damit zu beschäftigen:

(Screenshot: t3n)

Zusätzlich kosten dich überflüssige Seiten und Menüpunkte nicht nur die Aufmerksamkeit deiner Besucher, sondern auch deine Zeit und sogenanntes Crawl Budget. Letzteres besagt die Frequenz, wie oft Suchmaschinen wie Google deine Seite besuchen (werden). Du verschenkst also Chancen, wenn du Nutzer wie Suchmaschinen mit „dünnen“ Inhalten langweilst. Frag dich also: Was interessiert meine Benutzer wirklich? Möchten sie die Vita jedes Teammitglieds lesen oder lieber umfangreiche Informationen zu meinen Angeboten erhalten? Was nicht erforderlich ist, sollte draußen bleiben.

Aber folge jetzt keinem Aktionismus und lösche überflüssige Seiten, denn das würde dich erstmal einen Teil deiner Website-Sichtbarkeit und -Rankings in den Suchmaschinen kosten. Von Zeit zu Zeit lohnt sich jedoch ein Blick in die eigene Website-Statistik, die Google Search Console und Bing Webmaster Tools. Fällt dir dann auf, dass innerhalb eines Monats die ein oder andere Seite deutlich weniger Zugriffe hat und eine deutlich höhere Absprungrate als andere Seiten aufweist, würde ich jene Seiten entweder entfernen oder weiterleiten. Sollten diese Seiten jedoch wichtig sein, würde ich sie stärker ausbauen. Das gilt übrigens auch für Blog Posts: Wenige richtig gute Inhalte sind oft besser als viele mittelmäßige.

Apropos Navigation: Ich empfehle zusätzlich auf jeder Seite einen Call-to-action-Button hervorzuheben, das kann zum Beispiel der Kontaktbutton sein. Ideal ist aber ein zum Inhalt passendes Angebot, um Nutzer zum Konvertieren zu bringen und sie kennenzulernen. Denn nur mit solchen (Micro) Conversions kannst du einen eigenen Datenstamm aufbauen und dich so unabhängig von Suchmaschinen, Social Media und anderen Quellen machen.

Fazit

Design heißt eigentlich „form follows function“, doch viele vergessen die Funktion zugunsten eines Schnellschusses in Sachen Design und lizenzieren Themes und Bilder. Dann werden viele austauschbare Inhalte entwickelt und du kannst kaum einen erfolgreichen Relaunch oder (Re-)Design entwickeln.

Setzt du jedoch auf Individualisierung, wenige richtig gute Inhalte sowie eine Top-Performance, kannst du deine Wettbewerber abhängen.

Natürlich gibt’s noch weitaus mehr Maßnahmen, um 2017 ein optimales Website-Erlebnis zu schaffen. Welche fallen dir spontan noch ein? Schreibt es uns in die Kommentare! 

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4 Reaktionen
Frank Hübner
Frank Hübner

AMP geht schon in Ordnung.
Die Welt ist nunmal zweigeteilt in Desktop und Mobile und nur die wenigsten Designs funktionieren Hochkant und Quer.

Zwei verschiedene Versionen zu schaffen liegt also nahe. Ob es dabei unbedingt AMP sein muss oder auch nur Responsive-Design sei dahingestellt und ist wohl eher eine Glaubensfrage. Technisch gesehen funktioniert AMP ohnehin nur mit Google denn die Seiten werden nur dann wirklich schnell angezeigt wenn sie aus den SERPs aufgerufen werden. Nur dann werden sie nämlich im Hintergrund schonmal auf das Gerät transportiert und
sind beim Aufruf bereits im Browser-Cache vorhanden.

Spätestens aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung jedoch macht AMP Sinn, weil Google es irgendwann adeln wird und es eine Möglichkeit darstellt sich in den Suchergebnissen von der Masse abzuheben.

Wenn Google den Blitz ein wenig prominenter gestalten würde (momentan: weisses Symbol auf hellgrauem Hintergrund) würde es AMP mit Sicherheit einen gehörigen Schub verleihen.

Im Übrigen blieb in dem Beitrag die beste Ressource zur Suchmaschinenoptimierung unerwähnt: the Brain.

Antworten
Severin Lucks
Severin Lucks

Stimmt, the Brain ist ultra wichtig. Bin halt selbst vorsichtig bei AMP Fragen, aber du hast auch damit Recht. Ist ne Glaubensfrage. Danke für dein Kommentar!

Antworten
Ralf Schambier

Zitat "wenngleich ich von AMP abrate" - hier würde mich interessieren, warum?

Antworten
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