Webstatistik: Google Analytics API für die Öffentlichkeit freigegeben

Google hat die Analytics API nach rund einjähriger geschlossenener Beta-Phase nun auch für die Öffentlichkeit freigegeben. Mit der API erhalten Entwickler eine langersehnte Möglichkeit, die Datenflut von Google Analytics mit eigenen innovativen Mitteln zu visualisieren und mit anderen Anwendungen zu verknüpfen. Erste interessante Beispiele wie ein Desktop Widget, eine Verknüpfung mit Excel oder eine Mobile App zeigen die interessanten neuen Möglichkeiten.

Google Analytics ist ohne Frage ein viel genutztes und umfangreicher Dienst für Webstatistiken. Inwiefern man diese Daten anvertrauen möchte, muss natürlich jeder selbst entscheiden, denn im Gegensatz zu Tools wie Piwik wird alles extern gespeichert.

Bisher war es dabei aber jedenfalls nicht möglich, die Daten mit eigenen Werkzeugen zu analysieren und optisch aufzubereiten. Diese Möglichkeit ist ab sofort mit der Analytics geschaffen worden.

Die API wurde bereits seit rund einem Jahr von ausgewählten Entwicklern auf Herz und Nieren getestet und auf einen Entwicklungsstand gebracht, der eine offene Beta-Phase zulässt. Die API basiert dabei auf der Google Data API, die auch für Calendar, Finance und Webmaster Tools zum Einsatz kommt. In einer Beispiel-Galerie stellt Google einige Anwendungen der Test-Entwickler vor.

Einige interessante Anwendungsbeispiele

 

polaris

Polaris Desktop Widget: Das Widget basiert auf Adobe AIR und ist somit plattformunabhängig. Das optisch ansprechende Interface stellt insgesamt acht standardisierte Reports bereit, die einen schnellen Überblick über die wichtigsten Daten geben.

 

shufflepoint ShufflePoint: Mit dieser Anwendung werden die Analytics-Daten mit Excel und Powerpoint verknüpft. Die Daten können mit den Bordmitteln der Officeanwendungen dargestellt und dann automatisch aktualisiert werden.

 

mobile ga Mobile GA: Eine Applikation für den mobilen Zugriff auf die Analytics-Daten via Android-Smartphone, die wichtige Daten auch unterwegs verfügbar machen will. Mobile GA will dabei nur absolut notwendige Daten anfordern, um Bandbreite, Prozessor und Batterie zu schonen.

 

Fazit

Die API zu ist ein längst fälliger Schritt. Die ersten Beispiele zeigen, was Nutzer in Zukunft erwarten können: nützliche und vielseitige Anwendungen, die sich in ihren vorhandenen Workflow integrieren. Vor allem professionelle Nutzer werden das zu schätzen wissen. Und hier konkurriert Google schließlich mit Diensten und Produkten, die aus Datenschutzsicht weniger problematisch sind und bei denen man die eigenen Daten oftmals sogar selbst in der Hand hat - siehe Piwik.

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2 Answers

  1. von Ulf Kosack 30.04.2009 (20:22Uhr) 1.

    Um hier vielleicht mal eine Lanze für Google Analytics zu brechen. Es gibt die Software auch zum Einsatz im eigenen Unternehmen. Sie nennt sich Urchin. Dann gibt es daran auch datenschutztechnisch überhaupt nichts zu mäkeln. Die Software läuft dann (wie wahrscheinlich auch Piwik) auf einem internen Server und wertet die angereicherten Webserver-Logs aus. Und vor allem kann man das Javascript bereits im Kopf einbinden und nicht erst im Fuß, wie bei einem externen Server. Das Javascript, dass das Log anreichert liegt ja auf dem eigenen Webserver und ist immer verfügbar.

    Viele Grüße
    Ulf

  2. von Jan Kammerath 25.03.2011 (19:55Uhr) 2.

    Hi, ich hab in meinem Blog einen Beitrag geschrieben, wie man Amazon-ähnliche Vorschlage mit Google Analytics entwickelt: Google Analytics API für Amazon-ähnliche Vorschläge

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