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Regierung entlastet Gründer: Weniger Bürokratie für Startups

Regierung entlastet Gründer: Weniger Bürokratie für Startups

Die Bundesregierung hat ein Eckpunktepapier verabschiedet, das den Bürokratie-Aufwand für verringern soll. Über welche Neuerungen können sich die Startups freuen?

Regierung entlastet Gründer: Weniger Bürokratie für Startups

(Bild: Shutterstock)

Umsetzung bis Sommer 2015 geplant

Gestern hat das Bundeskabinett die „Eckpunkte zur weiteren Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie“ verabschiedet. Das gab das Bundeswirtschaftsministerium heute bekannt. Sie sollen bürokratische Lasten von Unternehmensgründern und Mittelstand nehmen. Das passende Artikelgesetz soll laut Bundesregierung bis spätestens März 2015 in den Bundestag eingebracht und bis zur Sommerpause verabschiedet werden.

Die Bundesregierung plant eine „One in, one out“-Strategie. Wo zusätzliche Berichts- und Informationspflichten geschaffen werden, sollen gleichermaßen bestehende Bürokratie-Lasten abgebaut werden.

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie hat ein Herz für Startups
Sigmar Gabriel hat ein Herz für Startups. (Screenshot: bmwi.de)

Mit welchen Neuerungen können Startups rechnen?

Das Eckpunktepapier enthält einige allgemeine Neuerungen, die allerdings auch die Startups betreffen. So sollen die Umsatzgrenzen für die Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht auf 600.000 Euro angehoben werden, die Gewinngrenze auf 60.000 Euro. Speziell für Startups gilt zudem, dass sie in der ersten drei Jahren komplett von der Berichts- und Informationspflicht befreit werden. Außerdem soll die Kommunikation zwischen Gründern und Bund vereinheitlicht werden und über eine zentrale Stelle laufen – den „Einheitlichen Ansprechpartner 2.0“. Hindernisse für eine ausschließlich elektronische Kommunikation sollen abgebaut werden – sogar eine entsprechende App soll langfristig verfügbar sein.

"Wir wollen umfassend vereinfachen, entlasten und neue Bürokratie vermeiden."

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, sagte dazu: „Wir wollen umfassend vereinfachen, entlasten und neue Bürokratie vermeiden. Das ist dringend notwendig. Unternehmer, insbesondere junge Gründerinnen und Gründer, sollen sich vor allem auf ihr Geschäft konzentrieren und nicht mit Formularen unnötige Zeit verschwenden.“

Freut euch Startups, denn ihr werdet entlastet. Sollte die Bundesregierung die angekündigten Änderungen wirklich in dieser Form realisieren, sinkt der bürokratische Aufwand für Gründer deutlich. Bleibt nur zu hoffen, dass die „One in, one out“-Strategie umgesetzt wird, damit sich die Entbürokratisierung nicht ins Gegenteil verkehrt.

via www.handelsblatt.com

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7 Antworten
  1. von CD am 12.12.2014 (11:44 Uhr)

    Gerade gestern auf einer Gründer / Start-Ups Veranstaltung gewesen, u.A. auch Milena Glimbowski von Original Unverpackt da, und alle klagen über diese Bürokratie, die einen beträchtlichen Teil der Arbeit mit sich zieht. Richtig willkommen, die Entscheidung!

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  2. von rasch am 12.12.2014 (13:31 Uhr)

    Sigmar , Sigmar ich höre es wohl allein mir fehlt der Glaube :-)

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  3. von Lutz Finsterwalder am 12.12.2014 (14:11 Uhr)

    Also ich traue den Braten nicht. Und auf die Politik zu warten, wäre das letzte, was ich tun würde.

    Jetzt die Luft anhalten und zu hoffen, dass vielleicht alles gut wird, das macht kein Gründer. Bis zum Sommer kann viel passieren, egal, worüber Siggi & Co. gerade schwadronieren. Letztendlich sind es Politiker. Und die haben nun wirklich keine Ahnung, wie man ein Unternehmen gründet.

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  4. von Julian Moeser am 12.12.2014 (14:57 Uhr)

    Eine Entbürokratisierung wäre wirklich wünschenswert. Ob das allerdings auch so eintreffen wird, wird sich zeigen. Dass die Politik falsche Signale an die Startups gibt, ist ja nichts neues: http://bit.ly/1zferBf

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  5. von beschränkte Haftung am 12.12.2014 (16:13 Uhr)

    Die Rechtskosten sinken ja wohl nicht.
    t3n.de/news/abmahnung-geek-nerd-sheldon-cooper-barney-stinson-walter-white-516681/


    Davon abgesehen handelt es sich ja um Kapitalgesellschaften die oft genug leider nur begrenzt haften. Wer keine Bücher führen will kann ja Einnahmen-Überschuss-Rechnung machen und eine Personengesellschaft gründen wie die meisten Freiberufler.
    Wo keine Bücher geführt werden sollte Vorkasse normal sein.
    Die durchschnittliche Ausschüttung bei einer Insolvenz sind wohl nur drei bis vier Prozent. "Toller" Gläubigerschutz für Firmen die mit Zillionen Euros finanziert werden.

    Für Holdingketten sollte die Ent"bürokratisierung" natürlich auch nicht gelten. Wer genug Zeit und viel Geld für die Bildung von Firmenketten hat, der kann soll auch Bücher führen wie jeder anständige Steuern zahlende Mittelständler und Freiberufler und Steuerzahler der z.B. ein Fahrtenbuch einreichen muss.

    Gute Firmen rechnen täglich was abgeht. Die könnten Realtime berichten dank IBM/Apple-Kooperation.
    Sollte eine Firme die nicht berichtet und das vielleicht auch nie anständig gelernt hat überhaupt an die Börse dürfen oder lieber die Löhne monatlich im Voraus auf ein Treuhandkonto überweisen müssen ?

    Da nicht klar ist, wie viel (und ob) er Mindestlohn die Inflation anheizt und wie viel Praktikantenplätze und somit Büro-Flächen in Startup-Cities frei werden, sollte man sowieso bis zum Ende des ersten Quartals abwarten um abzuschätzen was der Mindestlohn bewirkt.

    Das Internet von heute wurde 1999/2000 von der rot-grünen Regierung geplant und kontrolliert: Neuer Markt, UMTS-Lizenzen, 720p statt echtem FullHD usw.
    Finden in diesen Parteien basisdemokratische konstruktive Internet-Diskussionen und (Vor-)Abstimmungen durch Mitglieder (und auch Fremde und Anonyme Teilnehmer) statt ?

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  6. von Wolfgang Ksoll am 14.12.2014 (15:49 Uhr)

    Der Einheitliche Ansprechpartner 1.0 hat bei Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie durch die Gesetzgebung des Bundes schon hinreichend boykottiert. Die elektronische Kommunikation mit EU-Ausländern wurde hinterfotzig hintertrieben: weder qualifizierte Signatur, noch eID noch De-Mail gibt es für EU-Ausländer, um mit Verwaltungen elektronisch zu kommunizieren. Diese Hürde, mit der deutsche Verwaltungen von Bürger und Wirtschaft faktisch abgeschottet sind, bleibt weiterhin bestehen. Es ist ja weiterhin z.T. das selbe Personal.
    Das bisschen Meldepflichten und dann auch nur ein mal im Jahr, sind Peanuts zu dem ganzen zersplitterten Schnickschnack, der sich über Bund, Länder und Kommunen verteilt (Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag, GmbH-Gründung oder AG, je nach Gewerbezweig dann auch noch viele andere Bescheinigungen (Anerkennung, regulierte Berufe), Industrie- und Handelskammer, Berufsgenossenschaft, Finanzamt, Rentenversicherung, Datenschutz, Gewerkschaft/Betriebsrat, Landesämter für Statistik, und und und sind von den "Vereinfachungen" nicht betroffen. Da ist selbst die Gesetzgebung auf viele Bundesministerien zersplittert (Gewerbeordnung beim BMWi, HGB beim BMJ, ...), dass es kaum einen gibt, der Auskunft geben kann, was ein junges Unternehmen alles für den Staat braucht. Viel Lärm um nichts. Blendwerk, wie immer wenn Siggi Pop den Mund aufmacht.

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  7. von Peter Samana am 16.12.2014 (16:43 Uhr)

    Es wird wie immer sein - viel Wortgeklingel um nix. Heute versucht der kleine, fette Siggi seine Bundestagsfraktion zu nötigen CETA und TTIP inkl. Schiedsgerichte zum angeblichen Investorenschutz und der damit
    einhergehenden Entmachtung der Parlamente zu zwingen. Obwohl der Siggi Pinocchio erst vor Monaten grossartig getönt hatte, dass er den Investorenschutz im TTIP-Abkommen ab lehnt – und hat ihn im fertig verhandelten Vertrag mit Kanada CETA bereits akzeptiert. Wahrscheinlich hat der kleine korrupte Regierungsverbrecher auch bereits eine unmoralischen Vertrag bei irgendeinem #Konzern in der Tasche wie es der Korrupte Gerhard und der korrupte Riester (u.A) bereits vorgemacht hat. Vielleicht wird er Frackingbeauftragter oder hochdotierter Lobbyist für Monsanto oder die Kohlekraft- oder Kernkraftwerksbetreiber. Er fährt ja gerade die Energiewende gegen die Wand.

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