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Werbe-Tracking: Google und Mozilla Plugins bieten Opt-Out

Werbe-Tracking: Google und Mozilla Plugins bieten Opt-Out

und haben fast zeitgleich Plugins für ihre Browser und vorgestellt, mit denen sich die Nutzer vor Werbe-Tracking schützen können. Mit „Keep My Opt-Outs“ und „Do Not Track“ sollen die Nutzer die lästigen Eingriffe in die Privatsphäre künftig einfach verhindern können. Gemeint ist damit das Tracking vieler Werbenetzwerke, die das Surfverhalten der Nutzer in Cookies speichern, um ihnen dann maßgeschneiderte anbieten zu können.

Werbe-Tracking: Google und Mozilla Plugins bieten Opt-Out
Beim Werbe-Tracking hinterlassen Nutzer sichtbare Spuren beim Surfen im Web. (Foto: Greg Knapp / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Was bedeutet eigentlich Werbe-Tracking?

Unter dem Begriff „Werbe-Tracking“ versteht man das Bemühen von Werbenetzwerken möglichst viel über das Surfverhalten der Nutzer herauszubekommen. Mit den gesammelten Daten lassen sich dann im Idealfall personalisierte Werbeeinblendungen generieren, die auf den Interessen der Nutzer basieren und somit höhere Klickzahlen und Conversionsrates erzielen sollen. Rein technisch gelingt das durch Tracking-Cookies, die das Surfverhalten abspeichern, analysieren und die personalisierte Werbung anfordern. Um das zu verhindern und die Privatsphäre der Nutzer zu schützen gibt es nun verschiedene Methoden.

„Keep My Opt-Outs“ und „Do Not Track“ wollen das Werbe-Tracking unterbinden

Microsoft setzt im Internet Explorer 9 auf Blacklists zur Verhinderung von Werbe-Tracking. Hier werden alle Websites eingetragen, die keine Daten aufzeichnen sollen. Der Nachteil: Die Blacklists müssen permanent aktualisiert werden und bieten somit kaum einen verlässlichen Schutz gegen alle Tracking-Cookies. Google und Mozilla gehen dagegen mit eigenen Plugins gegen die Datensammelei vor.

Das Plugin „Keep My Opt-Outs“ für Chrome sendet beim Aufruf einer Website Informationen an den Server, dass das Werbe-Tracking von diesem Nutzer unerwünscht ist. Ähnlich funktioniert auch die Firefox-Erweiterung „Do Not Track“. Mozilla verwendet hier eine HTTP-Header-Technik, die der aufgerufenen Website ebenfalls mitteilt, dass das Werbe-Tracking nicht erwünscht ist. Laut Mozilla werden so bereits Tracking-Cookies von rund 150 Werbenetzwerken blockiert.

Opt-Out von Werbe-Tracking ist auf Akzeptanz angewiesen

Alle drei Methoden besitzen ihre Vor- und Nachteile. Während das Blacklist-Verfahren im Internet Explorer 9 wenig zeitgemäßig zu sein scheint, da es sich weniger um eine echte technische Lösung handelt, hat es gegenüber den Erweiterungen für Chrome und Firefox aber doch einen Vorteil. Die Plugins sind drauf angewiesen, dass sich die Betreiber der Websites auch den Wünschen der Nutzer unterordnen und den übermittelten Opt-Out-Wunsch respektieren. Hier scheint die Achillesferse der Erweiterungen zu liegen, denn ob ein Opt-Out auch durchgeführt wird oder nicht, ist für den Nutzer nicht erkennbar.

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5 Antworten
  1. von Hannes am 25.01.2011 (09:54 Uhr)

    Betrifft dies nur Werbenetzwerke oder auch Google Analytics?

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  2. von Der Held vom Erdbeerfeld am 25.01.2011 (10:02 Uhr)

    Ich hab mir einfach eine Blacklist in die Host Datei geschrieben, schaut mal hier: http://www.mvps.org/winhelp2002/hosts.htm Sieht wenig vertrauenswürdig aus... funktioniert bei mir aber herrvorragend. youporn und facebook funktionieren noch einwandfrei...

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  3. von Falk Hedemann am 25.01.2011 (10:07 Uhr)

    @Hannes: Nein Google Analytics sollte davon unberührt bleiben. Dafür hat Google ja bereits ein Plugin veröffentlicht: Datenschutz-Debatte: Google veröffentlicht Anti-Analytics-Plugin

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  4. von Olaf Kopp am 26.01.2011 (11:25 Uhr)

    maßgeschneiderte bzw. gezielte Werbung oder Werbung fernab meiner derzeitigen Interesse. Das ist hier die Frage. Ich bevorzuge Ersteres. Deswegen nutze ich diese Option nicht! :-)

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  5. von Steve am 26.01.2011 (23:10 Uhr)

    Moin,

    mich würde mal die möglichen Auswirkungen auf Websites, die mit Webanalyse-Systemen "gespickt" sind, interessieren- falls es welche gibt.

    Gruß Steve

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