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Dieser Bot beschützt dich vor Cold-Calls und treibt die Anrufer in den Wahnsinn

Dieser Bot beschützt dich vor Cold-Calls und treibt die Anrufer in den Wahnsinn

Eigentlich sind sie verboten: Anrufe zu Werbezwecken ohne Zustimmung. Für alle, die sich trotzdem oft durch Marketer gestört fühlen, gibt es jetzt eine praktische Lösung: den Jolly-Roger-Bot.

Dieser Bot beschützt dich vor Cold-Calls und treibt die Anrufer in den Wahnsinn

(Foto: Shutterstock)

Jolly-Roger-Bot geht Cold-Callern auf die Nerven

Unerwünschte Werbeanrufe sind in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, verboten. Hierzulande droht Initiatoren sogenannter Cold-Calls, die meistens mit Gewinnspielen locken, ein saftiges Bußgeld in Höhe von bis zu 300.000 Euro. Wer sich vor einer Anzeige bei der Bundesnetzagentur scheut, kann sich jetzt auch mit dem Jolly-Roger-Bot behelfen – der treibt Anrufer ganz sicher in den Wahnsinn.

Jolly-Roger-Bot: Spaß mit Werbeanrufern. (Screenshot: YouTube/Jolly Roger Telephone)
Jolly-Roger-Bot: Spaß mit Werbeanrufern. (Screenshot: YouTube/Jolly Roger Telephone)

Den Bot gegen lästige Werbeanrufe erfunden hat die „Jolly Roger Telephone Company“, deren Gründer Roger Anderson selbst immer mal wieder von solchen Anrufern genervt wurde. Der Jolly-Roger-Bot ist mit cleveren Algorithmen ausgerüstet, die dafür sorgen, dass die Roboter-Stimme den unerwünschten Anrufer möglichst lange bei der Stange hält. Gefolgt von mehreren „Hallo“-Sequenzen zur Begrüßung wird der Anrufer mit Sätzen wie „Einen Moment bitte“ oder Fragen wie „Trinken Sie gern Kaffee?“ vom Auflegen abgehalten.

Lästige Werbeanrufe mit dem Jolly-Roger-Bot bekämpfen

Ein YouTube-Video demonstriert, wie der Jolly-Roger-Bot funktioniert – und dass es tatsächlich eine Weile dauert, bis der lästige Werbeanrufer merkt, dass er veräppelt wird. Wer jetzt Mitleid mit dem Anrufer empfindet, wird von Anderson gleich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Beispiel im Video um einen Anruf von einer von einem Dialer ausgewählten Fake-Rufnummer handelt – und dass die angebliche Firma laut Berichten in Online-Foren Scam ist.

Auf seiner Website erklärt Anderson, wie man selbst Anrufe zu dem Jolly-Roger-Bot weiterleiten und sich auf Wunsch sogar Versuche, dem Roboter etwas anzudrehen, zuschicken lassen kann. Bisher funktioniert das Ganze nur auf Englisch. Aber wer weiß: Vielleicht findet sich ja auch hierzulande bald jemand, der eine deutschsprachige Umsetzung entwickelt. Spaßig ist es allemal.

via www.pcworld.com

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4 Antworten
  1. von Cold-Calls bei der US-Wahl am 06.02.2016 (14:33 Uhr)

    In korrupten Diktaturen wo beispielsweise Abofallen existieren und die Juristen von Ponzius Pilates und Diktatoren jede Kritik oder Youtube-Videos für Schutzmaßnahmen durch "Gerechtigkeit" existenzvernichtend bestrafen, wird sowas sicher nicht umgesetzt. Daher sind viele überlegene Projekte wie z.b. Runtastic natürlich von Österreich.

    Wegen der US-Präsidentenwahl werden Leute evtl. auch mit Anrufen und ständiger TV-Werbung genervt.
    Nett wären RasPi-Projekte mit ISDN-Adaptern die inzwischen hoffentlich billig zu haben sind.

    Das 0800-Projekt wurde hier ja gemobbed und abgelehnt.
    Da würde man nach einem unerwünschten Call (Stalker, Call-Center, Ex-Partner,...) eine einheitliche Nummer (0800-999 oder so) anrufen und entweder die Polizei informieren oder die Behörde und natürlich markieren können (Selfservice und von den gefangenen Tätern bezahlte Callcenter betriebem vom Verbraucher-Ministerium) das dieser Anrufer auf ewig gesperrt wird. Dann ruft dieses Call-Center oder auch der böse Stalker nie wieder und wird natürlich statistisch erfasst und jeweils an die passenden Personen gemeldet. Genau dafür wären die UMTS-Milliarden zu investieren.

    Aber lieber Oppositionelle und Informanten per Verbindungs-Speicherung fangen lassen.
    Wieso erkennen Politiker und ihre Verwandten und alle Dax-Manager und ihre Familien also nicht das Problem ? Wieso werden die nicht von Cold-Calls genervt ? Für Autos gibts überlegene EU-Gesetze damit man an bezahlbare Ersatzteile usw. kommt. Gebrauchte Windows-Lizenzen hingegen oder Apps weiterverkaufen ??? Tja. Schade. Manche - aber natürlich nur ganz ganz wenige Einzelfälle . Politiker kümmern sich leider erst wenns in der Zeitung steht (aktuell individuelle Preise) oder es einen selber betrifft ( WiFi in der Eisenbahn, Auto-Teile günstig erwerben, im Ausland günstig telefonieren und Surfen also die neuen Roaming-Regeln ).

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  2. von grep am 06.02.2016 (15:25 Uhr)

    Hallo ...,


    wenn es dieser Bot dann auch an den deutschsprachigen Markt adaptiert worden ist befasse ich mich noch mal mit dieser Thematik.


    Ciao, Sascha.

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  3. von Salvia von Liebstöckelschuh am 09.02.2016 (14:15 Uhr)

    Sehr coole Geschichte. Hätte ich gerne auf deutsch, dann könnte ich es mindestens zwei bis dreimal die Woche zum Einsatz bringen :D

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  4. von Fotografie Osnabrück am 09.02.2016 (15:45 Uhr)

    Ganz ehrlich, warum soll ich mir den Stress antun, anstatt einfach, wie bisher, während ich die andere Person sich vorstellen lasse, genau während der ersten Minute, während seiner Vorstellung simpel den Hörer ohne zu warnen auflege? Same effect, less time waste..

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