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Microsoft, Google und Amazon zahlen, um Werbeblocker AdBlock Plus zu umgehen

Microsoft, Google und Amazon zahlen, um Werbeblocker AdBlock Plus zu umgehen

Dass zahlt, um auf die Whitelist des Werbeblockers zu kommen, wurde bereits enthüllt. Laut einem Bericht der Financial Times haben sich auch und „freigekauft“.

Microsoft, Google und Amazon zahlen, um Werbeblocker AdBlock Plus zu umgehen

AdBlock Plus in der Kritik. (Foto: Eyeo GmbH)

AdBlock Plus: Medienkonzerne zahlen für Whitelist

Die 50 Millionen aktiven Nutzer, die den Werbeblocker AdBlock Plus einsetzen, dürften wenig erfreut über die Nachricht sein. Neben Google sollen auch Microsoft und Amazon einen nicht näher bezifferten Betrag zahlen, damit die Nutzer die Werbung der Unternehmen trotzdem angezeigt bekommen, berichtet die britische Financial Times (FT).

Das sogenannte Whitelist-Programm des deutschen AdBlock-Plus-Hersteller Eyeo sorgt dafür, dass einige, weniger störende, Werbeanzeigen durch den Filter gelassen und auch AdBlock-Plus-Nutzern angezeigt werden. Während das für kleinere Webseiten kostenlos ist, müssen große Unternehmen offenbar zahlen, um auf die Whitelist zu kommen.

AdBlock Plus soll 25 Millionen US-Dollar von Google erhalten haben. (Foto: Eyeo GmbH)
AdBlock Plus soll 25 Millionen US-Dollar von Google erhalten haben. (Foto: Eyeo GmbH)

Wieviel Eyeo dafür verlangt, ist nicht klar. Angeblich soll ein nicht näher genanntes Medienunternehmen laut FT 30 Prozent der Werbeeinnahmen gezahlt haben, die es dank der Aufnahme in die Whitelist zusätzlich generieren konnte. Angaben von Eyeo zufolge kommen Werbeanzeigen in die Whitelist, bei denen klar ist, dass es sich um Werbung handelt und die den Nutzer beim Besuch der Website und beim Lesen nicht stören.

Werbeblocker wie AdBlock Plus werden immer beliebter

Nutzer, die überhaupt keine Werbung sehen wollen, können das aber bei AdBlock Plus einstellen oder zu einem Konkurrenzangebot wechseln. Die Gesamtzahl der Nutzer, die im vergangenen Jahr einen Werbeblocker eingesetzt haben, soll sich auf 144 Millionen belaufen, ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings sieht sieht sich Eyeo wegen AdBlock Plus derzeit mit Klagen durch deutsche Medienhäuser konfrontiert. Nach Seven-One Media, IP Deutschland und RTL Interactive im Sommer 2014 haben zum Jahresende auch Zeit Online und der Verlag Axel Springer Klage eingereicht. Auch der Spiegel Verlag soll überlegen, gegen AdBlock Plus vor Gericht zu ziehen. Grund für den Unmut: Das Angebot sei „wettbewerbswidrig“.

via www.theverge.com

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3 Antworten
  1. von Sascha am 03.02.2015 (14:02 Uhr)

    Danke für die Infos!

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  2. von ntiedt am 04.02.2015 (13:43 Uhr)

    Uralter Quark.
    Und man kann wie schon immer diese Whitelist deaktivieren.

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  3. von Jürgen Schulze am 06.02.2015 (11:15 Uhr)

    Definiere Irrsinn: Werbetreibende Unternehmen zahlen werbungausblendenden Unternehmen Geld, um die eigentlichen Werbeaddressaten doch zu erreichen.
    Ich benutzte seit über 10 Jahren admuncher.com - die hatten nie eine Whitelist

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