Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Werbung à la 1984: Yahoo-Patent beschreibt totale Überwachung

    Werbung à la 1984: Yahoo-Patent beschreibt totale Überwachung

(Foto: Shutterstock)

Ein Yahoo-Patent zeigt, wie sich personalisierte Werbung auch außerhalb des Internets einsetzen ließe. Zur Umsetzung des Konzepts müssten wir im öffentlichen Raum dauerhaft überwacht werden.

Yahoo: Zielgerichtete Werbung für die Welt von Morgen

Geht es nach einem Patentantrag von Yahoo, dann wird personalisierte Werbung in Zukunft nicht mehr nur im Internet existieren. Mithilfe smarter Werbetafeln soll das Prinzip auch auf die Offline-Welt übertragen werden. Um das zu erreichen, müssten jedoch noch aufdringlichere Überwachungsmethoden eingesetzt werden, als wir es aus dem Internet kennen.

Laut Patentantrag wären die digitalen Anzeigetafeln mit Sensoren und Kameras ausgestattet und könnten so das Publikum an öffentlichen Plätzen erkennen. Dann könnte auf die jeweilige Gruppe ausgerichtete Werbung angezeigt werden. Yahoo nennt das „Grouplization“. Um herauszufinden, was eine Gruppe sehen will, sollen unterschiedliche Datenquellen angezapft werden. Die reichen von harmlosen Dingen wie der Uhrzeit bis hin zur biometrischen Erfassung der einzelnen Passanten anhand von Gesichts- oder Retinaerkennung.

Yahoo-Patent: Dagegen wirkt Internet-Tracking ziemlich harmlos. (Grafik: US Patent Office)
Yahoo-Patent: Dagegen wirkt Internet-Tracking ziemlich harmlos. (Grafik: US Patent Office)

Yahoo-Patent: Eine dystopische Werbe-Vision

Genau genommen geht es Yahoo bei dem Patentantrag darum, möglichst effektive Werbung für Gruppen auszuspielen. Sobald dafür aber Bewegungsdaten und sogar biometrische Informationen von Einzelpersonen benötigt werden – und ohne wäre ein solches System vermutlich kaum effektiv –, kommen wir aber in einen Bereich, der selbst die Tracking-Methoden im Internet harmlos aussehen lässt.

Auf absehbare Zeit werden wir eine solche Überwachung im Namen des Marketings natürlich nicht erleben. Allein aus rechtlicher Sicht dürften sich eher Modelle durchsetzen, bei denen sich Nutzer freiwillig gegenüber einer Anzeigetafel identifizieren. Aber auch das wäre natürlich aus Datenschutzsicht nicht erstrebenswert.

Ebenfalls interessant: Überwachung macht impotent: Warum wir uns endlich gegen die Geheimdienste wehren müssen.

Nichts neues
Nichts neues

Die Idee hatte ich schon vor Jahren.
Die TV-Sender wollen auch personalisierte Abos. Free-TV-Sender meines Wissens auch !!!
Es reicht völlig sich einer Schublade anzuschliessen. Wenn man kein Rentner ist, will man keine Werbunf für Dritten Zähne, Alte-Leute-Produkte usw. sehen und als Erwachsener keine Werbung aus dem Kinder-Fernsehen.

Und per RFID und Apple-Beacons geht das auch ohne Personalisierung. Die Iphones und Apple-Beacons machen es halt nicht. Es sei denn, Tim Cook überträgt den ganzen Lebenslauf...

Und anhand NFC in Kleidung kann man im Shopping-Kaufhaus oder Einkaufs-Zentrum sehen ob jemand Rolex oder 10-Euro-Jeans oder Marken-Ware oder gefälschte Markenware trägt und natürlich auf Infotafeln Map-Mäßig in Relativer Position die entsprechenden Geschäfte hervorheben so das man beim "vorbeilaufen" kurz optisch "geflasht" wird, wo die präferierten Shops bzw. Shops welcher Preisgruppe zu finden sind.

Und verwirrte alte Leute nehmen zu. Die wollen und sollen sofort erkannt werden.

Biometrismus ist unnötig weil jeder genug digitale Gadgets (Autoschlüssel zählt auch) dabei hat, um erkannt zu werden...
Die Werbe-industrie will natürlich persönliche Privat-Abos für Free-TV und individualisierte Werbung. Die klappt schon bei Amazon nicht. Wenn ich einen Toaster kaufe ist des HOCHBEGABTEN Jeff Bezos Amazon-Super-Algorithmus so extraschlau mir ständig weitere Toaster vorzuschlagen.
Bei BWLern sind Personalwirtschaft (aka HR) und Marketing so beliebt, weil man da im Vergleich zu Bilanzierung (klappt oft genug ja nicht), Controlling (klappt auch nicht oder führt zu Macs die keiner kaufen will weil man sie nicht aufrüsten kann), Operations Research (Harte Mathematik), Finanz-Wirtschaft (auch Mathematik) usw. halt vermeintlich bei HR und Marketing wenig oder gar nicht rechnen können muss...
Die Folgen dieses Überangebotes sehen wir täglich :-(((

Antworten
SailOnDreams
SailOnDreams

Danke - ist sehr gut und treffend dargestellt - aber leider wissen die, die es angeht wahrscheinlich nicht mal was NFC ist

Antworten
Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden
Alle Jobs
Zur Startseite
Zur Startseite