t3n News Marketing

Werkenntwen? Niemand! – RTL trennt sich von sozialem Netzwerk

Werkenntwen? Niemand! – RTL trennt sich von sozialem Netzwerk

RTL wird Werkenntwen zur Mitte des Jahres nicht mehr weiter betreiben. Grund soll der anhaltende Reichweitenverlust sein. Von der Entscheidung sind 40 Mitarbeiter betroffen.

Werkenntwen? Niemand! – RTL trennt sich von sozialem Netzwerk

Werkenntwen ist am Ende. (Bild: werkenntwen)

Werkenntwen: Das soziale Netzwerk wird noch dieses Jahr geschlossen. (Screenshot: werkenntwen)
Werkenntwen: Das soziale Netzwerk wird noch dieses Jahr geschlossen. (Screenshot: werkenntwen)

RTL sieht keine Zukunft für Werkenntwen

Das einst populäre Netzwerk Werkenntwen hat seit Jahren mit einem Besucherrückgang zu kämpfen. Während das soziale Netzwerk im August 2010 noch über 160 Millionen Seitenbesucher zählen konnte, waren es im Februar 2014 nur noch magere 11 Millionen. Ein Trend, der nicht aufzuhalten scheint. Auch RTL Interactive als Besitzer der Seite scheint sich dessen bewusst zu sein und zieht jetzt die Notbremse. Ab Mitte des Jahres 2014 soll Werkenntwen nicht mehr weiter betrieben werden. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt.

Das soziale Netzwerk könne nicht länger wirtschaftlich betrieben werden. Betroffen von der Entscheidung sind 40 Mitarbeiter. Ein Teil davon könnte aber in anderen Bereichen im Unternehmen neue Aufgaben finden. Laut dem Branchenblatt Werben & Verkaufen soll sich RTL derzeit auch im Gespräch mit potenziellen Investoren befinden. Dabei soll es aber weniger um das Netzwerk selbst als um die verbleibenden Mitarbeiter und Assets gehen.

Werkenntwen: Relaunch war nicht erfolgreich

Erst im Herbst 2013 hatte sich RTL an ein komplettes Redesign von Werkenntwen gewagt. Im Zuge dessen wurde das soziale Netzwerk neu ausgerichtet und es wurde versucht, sich an eine ältere, weniger urbane Zielgruppe zu wenden. Offenkundig waren diese Bemühungen allerdings wenig erfolgreich. Sie konnten den Nutzerschwund zwar abbremsen aber kein neuerliches Wachstum anregen. Werkenntwen wurde 2006 von Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Im Februar 2009 übernahm RTL Interactive das Unternehmen zu 100 Prozent.

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
4 Antworten
  1. von Nicht-Nutzer am 28.03.2014 (14:35 Uhr)

    Lokale spezialisierte Netzwerke z.B. für Briefmarkensammler oder Motorradfahrer oder Katzen-Zücher/Halter usw. könnten durchaus wirtschaftlich neben Facebook existieren. Fußball-Vereine oder auch Gewerkschaften haben doch Millionen Mitglieder.

    t3n ist doch wohl ohne 11 Mio Visitors erfolgreich. RTL wäre bei manchen Sendern doch auch mit 11 Mio Zuschauern froh.
    Pro7 scheint also vielleicht mit seinen Internet-Investments besser aufgestellt zu sein.

    Gabs nicht mal (ich glaube von einem Blogger) eine Grafik mit den Zahlen des Mitgliederschwundes diverser sozialer Netzwerke oder z.b. Abonnenten/Einzelverkaufszahlen von Zeitungen und Zeitschriften und Abschätzungen wann die Schliessung naht ?

    Antworten Teilen
    • von stefan.jager.963 am 19.12.2014 (22:41 Uhr)

      Wird eingestellt von RTL aber unter weristdeinfreund.de hat es wieder aufgemacht nur leider wissen das viele noch nicht.

      Antworten Teilen
  2. von Der Tutonaut am 29.03.2014 (11:43 Uhr)

    Es war ja abzusehen, dass neben Facebook kein anderes soziales Netzwerk, insbesondere keines, das auf Deutschland beschränkt ist, bestehen kann. Ein soziales Netz ohne Nutzer ist nichts weiter als eine weitere Community-Website. Was hingegen weiterhin fehlt, ist eine echte Alternative zu Facebook.

    Antworten Teilen
  3. von mario.mahr1 am 08.04.2014 (12:03 Uhr)

    OKTOBER... Der Anfang vom Ende...

    Naja... mir geht es nicht um das neue Design, sondern darum das es kein bisschen logisch aufgebaut ist. Fehlerhaft von vorne bis hinten und die User werden einfach ignoriert.

    Ich bin/war selbst jahrelang bei WKW und war auch immer zufrieden damit. Doch im Oktober, als ich das neue Design sah und die komplizierte Bedienung, die langen Ladezeiten, konnte ich nicht fassen das man mit sowas online gehen kann.

    Auch meine ganzen Mails an WKW wurden einfach ignoriert. Vor zwei Monaten fing ich dann an ein eigenes Framework zu entwickeln um selbst eine Community auf die Beine zu stellen.

    Das Framework ist jetzt zu 80% fertig. Herr Schramm hat mich auch schon angeschrieben, nachdem ich bekannt gab, dass ich für alle, die mit dem neuen WKW nicht mehr zufrieden sind eine eigene Plattform auf die Beine stellen werde, das war vor drei Monaten. Seitdem höre ich nichts mehr von WKW.

    Vor zwei Monaten konnte man sich erstmals registrieren und im Moment bin ich an den Profilen und hoffe das diese Morgen komplett fertig sind.

    Nächster Schritt ist die Erstellung der Gruppen...

    Gestern hatten wir über 400 Neuregistrierungen und ich denke, dass trotz Facebook Interesse an einer Community besteht, die einfach zu bedienen, die Daten der User schützt und vor allem, der User im Vordergrund steht.

    Wer mal schauen möchte kann es gerne tun wenkenntwer.de und auch auf WKW in der Gruppe "Secret Mission" kann alles verfolgt werden

    Viele Grüße Mario

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema
„Soziale Netzwerke sind überbewertet“: Wie ein Inder die Medienlandschaft aufmischt
„Soziale Netzwerke sind überbewertet“: Wie ein Inder die Medienlandschaft aufmischt

Er sei kein Vollblutjournalist, betont Samir Patil im Gespräch mit OSK – er sei Verleger. Daher überrascht es kaum, dass der 45-Jährige immer wieder auf die unternehmerischen Perspektiven … » weiterlesen

Verdrängungswettbewerb: Videos überrollen soziale Netzwerke [Kolumne]
Verdrängungswettbewerb: Videos überrollen soziale Netzwerke [Kolumne]

Führende Social-Media-Dienste setzen immer stärker auf Bewegtbildinhalte. Das ergibt in vielen Situationen Sinn. Wer nicht explizit Anwendungsfälle bedient, in denen Videos die ungeeignetere … » weiterlesen

Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will
Facebook: Wie das soziale Netzwerk nerviges Clickbait unterbinden will

Mit Überschriften wie „Was dann geschah, ist unglaublich“ oder „Du wirst nie glauben, was dieser Mensch gemacht hat“ wollen Websites ihre Klicks in sozialen Medien in die Höhe treiben. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?