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Die Köpfe hinter den 5 wertvollsten IT-Startups der Welt

Die Köpfe hinter den 5 wertvollsten IT-Startups der Welt

Wer sind die Köpfe hinter den wertvollsten IT-Startups der Welt? Wir stellen sie euch in fünf kurzen Portraits vor.

Die Köpfe hinter den 5 wertvollsten IT-Startups der Welt

Travis Kalanick ist Gründer und CEO von Uber. (Bild: Flickr-LeWeb / CC-BY 2.0)

Die wertvollsten IT-Startups der Welt: Von Xiaomi über Uber bis Airbnb

Ende 2014 hat das renommierte Wall Street Journal die wertvollsten IT-Startups der Welt gelistet. Dabei hat vor allem eines für besondere Aufmerksamkeit gesorgt – das chinesische Hardware-Startup Xiaomi, dass Uber mit einem phänomenalen Vorsprung abgelöst und gleichzeitig etliche weitere US-amerikanische Unternehmen abgehängt hat. Hinter dem Unternehmen steht ein Kopf, ohne den das wahrscheinlich nicht passiert wäre. Lei Jun zeichnet maßgeblich verantwortlich für den Erfolg des aktuellen Tabellenführers. Doch nicht nur Lei Jun ist eine Glanzfigur in der IT-Branche. Auch die verantwortlichen Köpfe der anderen brauchen sich nicht zu verstecken. Gerade einmal ein paar Jahre am Markt haben sie es geschafft milliardenschwere Unternehmen aus dem Nichts aufzubauen. Wir haben den Gründern der fünf erfolgreichsten Startups ein Kurzportrait spendiert, das euch eine Ahnung von ihren Ursprüngen, Leistungen und Persönlichkeiten gibt.

Die fünf wertvollsten IT-Startups der Welt: Xiaomi, Uber, Dropbox, Snapchat und Airbnb. (Grafik: Wall Street Journal)
Die fünf wertvollsten IT-Startups der Welt: Xiaomi, Uber, Dropbox, Snapchat und Airbnb. (Grafik: Wall Street Journal)

Lei Jun (Xiaomi)

Lei Jun wurde von Forbes Asia zum „Business Man of the Year 2014“ gewählt. (Screenshot: YouTube)
Lei Jun wurde von Forbes Asia zum „Business Man of the Year 2014“ gewählt. (Screenshot: YouTube)

Das chinesische Hardware-Startup Xiaomi hat Ende 2014 das US-amerikanische Share-Economy-Startup Uber als wertvollstes Jungunternehmen der Welt abgelöst. Damit hat der Unternehmer Lei Jun bewiesen, dass Beobachter sich von dem Namen der Unternehmung nicht täuschen lassen sollten. Xiaomi bedeutet so viel wie „kleines Reiskorn“ und wurde 2010 von Jun gegründet. Damals war der Unternehmer bereits Anfang 40 und galt im Geschäft bereits als erfahren. Fünf Jahre später hat er es von einem einfachen Manager zu einem echten Superstar in der IT-Szene gebracht. Mit Xiaomi hat er einen der schärfsten Konkurrenten von Apple und Samsung aufgebaut. Seine IT-Karriere begann er 1987, als er seinen „Bachelor of Science and Engineering“ erhielt. In der Folge arbeitete er sich hoch und war unter anderem als CEO des chinesischen Software-Unternehmens Kingsoft und Chairman des chinesischen Internetunternehmen UCWeb tätig. Im vergangenen Jahr wurde der Ehemann und Vater von zwei Kindern von Forbes Asia zum „Business Man of the Year 2014“ gewählt und hat damit sogar Alibaba-CEO Jack Ma in die Schranken gewiesen.

Travis Kalanick (Uber)

Travis Kalanicks Uber nimmt Platz 2 der wertvollsten IT-Startups der Welt ein. (Bild: Flickr-LeWeb / CC-BY 2.0)
Travis Kalanicks Uber nimmt Platz 2 der wertvollsten IT-Startups der Welt ein. (Bild: Flickr-LeWeb / CC-BY 2.0)

Travis Kalanick ist der wohl untypischste Startup-Boss der kalifornischen Internetwirtschaft. Anders als die meisten seiner Kollegen pflegt er keinerlei nerdigen Kult, trägt lieber schnittige Anzüge anstatt bunte Hoodies und macht vor allem mit einer Attitüde auf sich aufmerksam, die eher an Wall-Street- anstatt Silicon-Valley-Manieren erinnert. Dazu gehört eben auch, dass er aggressive Kampfparolen wie „Wir sind im Krieg“ ungeschönt und öffentlich hinausposaunt. Uber hat er 2009 als reinen Limousinen-Service gegründet. Inzwischen ist das auf 41,2 Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen aber weit mehr: Uber ist dabei den kompletten Taxi-Markt zu zerlegen – und zwar rundum den Globus. Die Tatsache bringt dem Unternehmer eine Menge Kritik entgegen, selbst in der eigenen Heimat. Vor allem wird ihm vorgeworfen mit unlauteren Mitteln und Dumping-Preisen Mitbewerber zu attackieren. Einer der Hauptinvestoren ist übrigens Google. Hinter vorgehaltener Hand behaupten Beobachter immer wieder, dass Kalanick den Auftrag bekommen hat, mit Uber das Buchungssystem für die in den Startlöchern stehenden selbstfahrenden Autos zu etablieren.

Drew Houston (Dropbox)

Drew Houston hat am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) studiert. (Bild: Flickr-Web Summit / CC-BY 2.0)
Drew Houston hat am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) studiert. (Bild: Flickr-Web Summit / CC-BY 2.0)

Der Dropbox-Gründer Drew Houston hat gerade erst die 30 überschritten und kann sich schon Milliardär nennen. Gelungen ist das dem Absolvent des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), weil er sich in einem Punkt seiner Unternehmerkarriere für eine Richtung entschieden hat, die womöglich nur einer unter Tausenden eingeschlagen hätte. Im Jahr 2011 hat er ein Übernahmeangebot von Apple abgelehnt, das Steve Jobs noch vor seinem Tod höchstpersönlich offerierte. Der iBoss hat Houston damals eine neunstellige Summe für sein Startup angeboten. Ein unmoralisches Angebot, denn im gleichen Atemzug gab Jobs dem damals 26-jährigen zu verstehen, dass Apple das Unternehmen mit dem kurz zuvor veröffentlichten Konkurrenzprodukt iCloud zerstören würde. Houston soll damals mit einem verblüfften „Oh shit” reagiert haben, ist jedoch standhaft geblieben – was sich nur wenige Jahre später ausgezahlt hat. Dropbox zählt zu den wertvollsten Startups der Welt und wird derzeit mit 10 Milliarden US-Dollar bewertet.

Evan Spiegel (Snapchat)

Evan Spiegel hat ein Übernahmeangebot von Mark Zuckerberg ausgeschlagen. (Bild: Flickr-TechCrunch / CC-BY 2.0)
Evan Spiegel hat ein Übernahmeangebot von Mark Zuckerberg ausgeschlagen. (Bild: Flickr-TechCrunch / CC-BY 2.0)

Wo Drew Houston bereits ist, möchte Snapchat-Gründer Evan Spiegel noch hin. Einige offensichtliche Parallelen verbindet die beiden bereits, denn auch Spiegel war in seiner noch jungen Unternehmerkarriere in der gleichen Situation wie der Dropbox-Gründer. Nachdem er und sein Partner Robert Murphy die Instant-Messaging-Anwendung 2011 gründeten, kam nur ein Jahr später ein Übernahmeangebot von Facebook ins Haus, das für Aufregung sorgte. Mark Zuckerberg hat den beiden Unternehmern satte 750 Millionen US-Dollar für Snapchat angeboten – jedoch erfolglos. Auch die Drohung dass Facebook mit einem Dienst namens „Poke“ in direkte Konkurrenz treten wird, hat die beiden Jungunternehmer nicht umgestimmt. Spiegel und sein Kompagnon taten gut daran, denn Poke war eine Totgeburt und zündete nicht. Aktuell gehört Snapchat mit einer Bewertung von ebenfalls 10 Milliarden US-Dollar an die Spitze der wertvollsten Startups. Dass das Unternehmen allerdings nach wie vor keine Gewinne einfährt, könnte Snapchat und somit auch Evan Spiegel eines Tages auf die Füße fallen – insofern der Markt sich dreht, bevor eine nachhaltige Monetarisierung geschaffen wurde.

Brian Chesky (Airbnb)

Brian Chesky bucht auf seinen Reisen nach wie vor Airbnb-Zimmer. (Bild: Flickr-TechCrunch / CC-BY 2.0)
Brian Chesky bucht auf seinen Reisen nach wie vor Airbnb-Zimmer. (Bild: Flickr-TechCrunch / CC-BY 2.0)

Airbnb ist eine dieser „Aus der Not heraus geboren“-Ideen, die sich so schön im Pitch um Investorengelder verkaufen lassen. Als die beiden Gründer Brian Chesky und Joe Gabbia im Jahr 2008 feststellten, dass Besucher während einer Konferenz in San Francisco keine bezahlbaren Hotelzimmer mehr fanden, kam ihnen der Gedanke, die Gestrandeten bei sich aufzunehmen und sich die Apartment-Miete zu teilen. Die Idee wurde zu einem Geschäft und bekam den Namen „Airbedandbreakfast“ (zu dt. Luftmatraze und Frühstück), später verkürzt „Airbnb“. Brian Chesky gilt als qualitätsbewusst und bodenständig. Noch heute mietet er sich Airbnb-Zimmer auf seinen Reisen, um immer ein Gefühl zu haben, welche Angebote so auf der Plattform kursieren. Zudem teilt er sich nach wie vor ein Apartment mit Gabbia und fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit. Brian Chesky könnte auch als Anti-These zu Travis Kalanick verstanden werden. Beide Unternehmer gelten als die Anführer der disruptivsten Startups im Internetgeschäft – charakterlich unterscheiden sich beide aber enorm voneinander.

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Eine Antwort
  1. von Tobi am 08.01.2015 (11:16 Uhr)

    Der Airbnb-Typ scheint mir sehr sympathisch zu sein.

    Über die Arbeitssituation bei Xiaomi konnte ich komischerweise nicht viel finden. Produzieren lassen diese aber ebenfalls bei Foxconn.
    (Quelle: http://www.zdnet.de/88214557/bbc-apple-versagt-beim-schutz-von-mitarbeitern-chinesischer-auftragsfertiger/#comment-525936)

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