Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

E-Commerce

„Ich will aber!“ WeWant soll Kundenwünsche zum Anbieter bringen

    „Ich will aber!“ WeWant soll Kundenwünsche zum Anbieter bringen

WeWant. (Screenshot: WeWant)

Über WeWant sollen Kunden ihre Wünsche direkt an Produkthersteller und Dienstleister senden können. Im Umkehrschluss erhalten Firmen genaue Einblicke in ihre Kunden. Dabei sollen auch Umfragen und Coupon-Aktionen helfen.

WeWant: Nicht alle Nutzerwünsche dürften zu einer direkten Reaktion führen. (Screenshot: WeWant)
WeWant: Nicht alle Nutzerwünsche dürften zu einer direkten Reaktion führen. (Screenshot: WeWant)

Der Kunde ist König: WeWant fragt nach der Kundenmeinung

Was will der Kunde eigentlich? Eine möglichst umfassende Antwort auf die Frage möchte eine neue Consumer-to-Business-Plattform (C2B) namens WeWant liefern. Über eine App für iOS oder Android beziehungsweise über die entsprechende Webpräsenz können Kunden ihre Wünsche an Firmen herantragen. Andere Nutzer können bereits geäußerte Wünsche mit einem sogenannten „Re-Want“ unterstützen. Das Prinzip entspricht in etwa den „Likes“ auf Facebook. Desto mehr „Re-Wants“, desto eher sollte sich ein Unternehmen über die gemachte Forderung wohl Gedanken machen. Wer will, kann auch direkt zu bestimmten Produkten seine Wünsche äußern. Dazu muss lediglich der Barcode eingescannt werden. Laut Anbieter erkennt WeWant bereits tausende Produkte an dem Strichcode.

Die Forderungen der Nutzer reichen derzeit von dem Wunsch nach weißem Nutella, über einen veganen Burger bei einer bekannten Fast-Food-Kette, bis hin zur Übertragung von zwei Stunden Dschungelcamp pro Tag auf RTL. Einige der Nutzerwünsche erscheinen skurril, immerhin dürfte der Wunsch danach, nie wieder GEZ-Gebühren bezahlen zu müssen, auch durch rekordverdächtige 27 „Re-Wants“ kaum zu erfüllen sein. Ob der Anbieter damit werben sollte, dass die Plattform die Welt Stück für Stück verbessern würde, sei mal dahingestellt. Immerhin scheinen die meisten der Wünsche – Pardon – „Wants“ vergleichsweise realistisch zu sein.

WeWant: Firmen sollen auch Umfragen durchführen können. (Screenshot: WeWant)
WeWant: Firmen sollen auch Umfragen durchführen können. (Screenshot: WeWant)

WeWant: Nutzerdaten sollen Unternehmen helfen

Die Meinungen der Nutzer sind jedoch nur ein Teil der Plattform. Zum jetzigen Zeitpunkt scheinen die meisten Wünsche überwiegend über externe Kanäle an die entsprechenden Unternehmen geleitet zu werden und WeWant teilt die Antworten dann seinen Nutzern mit. Geplant ist zukünftig, mehr Firmen direkt in die Plattform einzubinden. Neben der Möglichkeit direkt auf Kundenwünsche einzugehen, bekommen die Unternehmen die Möglichkeit, Umfragen unter den Nutzern durchzuführen und die Teilnahme beispielsweise durch Gutscheine zu belohnen. Außerdem erhalten Firmen Zugriff auf die anonymisierten Daten der Nutzer. Dank der App enthalten diese auch die per GPS ermittelte Position. Die soll auch für gezielte Umfragen in ausgewählten Gegenden genutzt werden.

Sofern WeWant seine Nutzerbasis noch erhöhen kann, sind die Vorzüge für Unternehmen kaum von der Hand zu weisen. Immerhin könnten sie sehr genaue Einblicke über ihre Kunden erhalten. Aus Nutzersicht bleibt allerdings die Frage, inwiefern das Feedback tatsächlich zu einer Veränderung führen kann. Für die Herausgabe persönlicher Daten – anonymisiert oder nicht – dürften viele Anwender vermutlich etwas mehr erwarten als einen gelegentlichen Gutschein.

WeWant
Entwickler: WeWant
Preis: Kostenlos

WeWant
Entwickler: WeWant
Preis: Kostenlos

Finde einen Job, den du liebst

8 Reaktionen
jan
jan

also ich muss sagen, als user finde ich den ansatz ganz spannend. hab mich auch mal angemeldet und drüber gescrolled. die sind ja erst gestartet und man muss gucken wie sich das entwickelt. mir gefällt der punkt, dass ich meinen want quasi an alles und alle richten kann und nich erst z.b. facebook durchforsten muss und da dann die richtige adresse finden...

ich denke gerade am anfang könnte wewant gerade auf verschiedenen lokalen ebenen und mit z.b. shops vor ort doch relativ schnell was bewirken.

und ansonsten sehe ich das wie rico ganz oben. winwin situationen können hier recht schnell entsehen. ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. gute idee.

Antworten
The Union für alle
The Union für alle

TheUnion ist schon eine alte Idee.
Jeder Bürger ist automatisch anmeldefrei Mitglied und kann seine legalen Bedürfnisse konstruktiv und demokratisch melden. Die anderen voten dann dafür. Natürlich anonym aber auch öffentlich z.b. per Facebook, Google+ usw. Die Ergebnisse stehen dann nebeneinander um die Seriösität abschätzen zu können.

- Wir wollen Android-Updates
- Wir wollen Überweisungs-URLs für Rechnungen
- Wir wollen QR-Codes auf Rechnungen
- Wir wollen Jahresgenaue Kontoauszüge damit die Steuererklärung einfacher ist und man leichter abheften kann weil nicht im Januar-Kontoauszug noch Dezember-Krams drin ist oder Valuta-Januar-Einträge im Kontoauszug vom 31.Dezember.
- Wir wollen im Onlinebanking jede Transaktion ans Finanzamt melden können. Die Bank ist dann Zeuge das man eine Rechnung bezahlt hat und man spart sich das Beleg-Gedöns. Wer immer mit EC-Karte seine Tankrechnung bezahlt, und tausende Belege horten muss wird das sofort gut finden.
- Wir wollen Stromzähler, Wasserzähler, Gaszähler mit Handy fotografieren und melden können. Gleiches für Kilometerstände für Betriebsausgaben, Fahrten zu Schulungen oder Bewerbungen.
- Wir wollen das GEMA für TVs und Radios in öffentlichen Räumen oder in Bussen oder Arztpraxen oder Wartezimmern nicht genommen wird weil fast immer fast jeder der dort herumläuft schon GEMA bezahlt hat. Ausnahmen sind z.b. Flughäfen.
- Ich will die ...-Mediathek/RTLNow/BBC/... für meinen ...-Fernseher.
- ...

Das besondere ist, das es voll öffentlich ist. D.h. die Firmen können nicht so tun als ob sie es nicht gewusst hätten. Und wenn man für alle zigtausend Android-Modelle in allen möglichen Farben eine eigene Abstimmung macht, hat jede Abstimmung vielleicht 50 Likes obwohl Zillionen Android-Usern das haben wollen. Aber die Masse machts weil man sonst nur als bedauerlicher Einzellfall abgespeist wird. EANs sind nicht schlecht aber USB-IDs und Divide&Conquer helfen nicht dem Kunden sondern dem Ursupator. Viele TV-Modelle werden ja nur für bestimme Handelsketten produziert und sind oft nur leicht abgewandelte andere Modelle.
Man könnte dann auch mitteilen das einem ein Android-Update oder EasyCyanoModKit für sein Handy oder Billig-Tablett (In Restaurants beliebt) 5 Euro wert wäre. Dann sehen Alternativ-Anbieter das Potential.
Das Ziel ist, berechtigte Wünsche wahr werden zu lassen und ob der Hersteller mitverdienen will, ist seine Entscheidung.
Und wie will man mitteilen "Apple bau nen TV, für $xx pro Zoll ab 55" nehme ich ihn maximal $1500" ?

Wer ein Land kennt wo man ohne Abmahnungen und Patent-Gebühren sowas stressfrei programmieren kann, kann sich ja mal melden.
Vietnam ist grade in Mode aber wenn man die Auswanderer-Dokus sieht, erkennt man auch die Nachteile.

Antworten
qwertzman
qwertzman

und ähh, ganz viel, was der geschrieben hat, gibt's schon. wired hat z.b. glaube ich schonmal über eine burgermachmaschine geschrieben, da könnte man dann auch seinen burger selbst zusammenstellen ;)

Antworten
qwertzman
qwertzman

ich hab da jetzt zwar noch nichts gepostet, aber es soll durchaus leute mit ideen geben ...
das mit dem geld sehe ich aber auch als problem. hab mal etwas durchgeguckt, und kreisel hat auch darüber geschrieben. es ist eben nicht so, dass es für jede idee sinnvoll ist, gleich selbst etwas zu entwickeln, und warum sollte jemand mit ideen nicht auch etwas für seine ideen bekommen? :)

Antworten
Danny
Danny

Finde das Portal bisher sehr einseitig. Anscheinend postet da überwiegend nur der User kreisel, zu allen möglichen Themen. Die versuchen wohl selbst Content reinzupacken, damit es aussieht, als wäre es gut benutzt.

Kann mir auch nicht vorstellen, dass die Unternehmen diese Vorschläge annehmen. Eher als Ideen, aber mehr nicht. Ist wohl eher soetwas wie eine Petition ohne Unterschriften.

Und btw. Wenn es etwas nicht gibt, sollte man es anstatt zu fordern, selbst entwickeln und nicht den Unternehmen noch das Geld kostenlos in den Rachen werfen ;)

Antworten
qwertzman
qwertzman

mich würden die von dir angesprochenen crowdsourcing-lösungen interessieren, welche gibt's da so? :)

Antworten
Rico Weigand
Rico Weigand

Gerade für Unternehmen ist das günstiger, als dauernd Marktforschungsinstitute zu befragen. Hier bekommt der Nutzer direkt die Möglichkeit sich schnell und einfach an teilnehmende Unternehmen zu wenden. Ich bin einfach der Meinung, dass hierdurch eine Winwin-Situation entsteht. Kunden können etwas bei Unternehmen bewirken. Unternehmen erhalten schnell und einfach Kundenfeedback.

Antworten
Tim
Tim

Aus meiner Sicht ist das für Unternehmen bestenfalls ein Ideensammlungstool und dafür gibt es bereits seit Jahren spezialisierte Crowdsourcing-Lösungen, die sich wesentlich effektiver einsetzen lassen und dieser Plattformen sowohl quantitativ, qualitativ als auch in Möglichkeiten zur Nutzermotivation deutlich überlegen sein dürften. Ein probates Mittel, um aussagekräftige empirische Daten zu erheben, ist WeWant keinesfalls.
Um es mit Henry Fords Worten zu sagen: "Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde."

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen