Vorheriger Artikel Nächster Artikel

What3Words: Geniales Location-Based Network nutzt Wörter statt Postleitzahlen

Koordinaten, Adressdaten, den Standort per senden? Voll Oldschool, finden die Macher von What3Words. Wenn es nach ihnen geht, reichen künftig drei Worte, um sich mit seinen Freunden zu verabreden und den Treffpunkt mitzuteilen.

What3Words: Geniales Location-Based Network nutzt Wörter statt Postleitzahlen

Treffpunkt: reheat.official.chest

What3Words ist ein neuer Standortdienst, über den man die Koordinaten eines Ortes statt mit der Adresse mit Worten ermitteln kann. Einfach die Adresse suchen, die drei Worte, die dem Standort zugewiesen wurden, notieren oder direkt per E-Mail, Twitter oder per Link an die Bekannten versenden. Nette Idee, aber wozu das Ganze?

What3Words bietet nach eigenen Angaben einen simplen und präzisen Weg, um Orte zu beschreiben oder zu finden – und zwar überall auf der Welt. Der Standortdienst läuft auf Basis von Google Maps. Dabei werden weltweit über 57 Trillionen Orten – What3Words teilt die Welt in drei Quadratmeter große Stücke auf – eine einzigartige Adresse mit drei Worten zugewiesen. In Berlin werden dem Zentrum des Brandenburger Tors beispielsweise die Worte „reheat.official.chest“ zugewiesen. Wenn ihr uns in der t3n-Redaktion besuchen wollt, kommt zu „tower.leans.paddle“ – klingt doch viel schöner als Kriegerstraße 41, 30161 Hannover. Will man sich irgendwo verabreden, reichen diese Codeworte aus, um Freunden den Treffpunkt mitzuteilen. Sie zeigen bei Eingabe des Links, beispielsweise w3w.cm/tower.leans.paddle, über die App oder Webseite den genauen Ort an. Damit soll die Standortsuche vereinfacht werden.

Location aus w3w.com teilen. (Screenshot auf w3w.com)
Location aus What3Words teilen. (Screenshot: w3w.com)

Das Geschäftsmodell von What3Words

Bleibt natürlich die Frage warum man sich lieber drei Wörter als die Adresse merken sollte? In Zeiten, in denen so gut wie jeder über ein Smartphone, ein Navigationsgerät oder zumindest einen Internetzugang besitzt, durchaus fraglich. Aber – und da wird auch die Frage nach dem Geschäftsmodell beantwortet – es gibt natürlich eine Möglichkeit, das ganze Prozedere zu simplifizieren. Bestimmte Standorte können – zumindest virtuell – gekauft und mit einem eigenen, einfacheren Namen besetzt werden – sogenannte „OneWords“ für bis zu zehn Jahre. Das kostet 1,20 Euro für ein Jahr oder 8,85 Euro für zehn Jahre. Nicht wirklich viel für die Aussicht, das Brandenburger Tor zu „besitzen“. Über den Account kann der Name jederzeit nachträglich geändert werden.

Wir haben das für das t3n-Headquarter einfach mal ausprobiert und „tower.leans.paddle“ gekauft. Natürlich ist unsere Redaktion größer als drei Quadratmeter, aber irgendwo mussten wir den Pin ja setzen. Wenn ihr über What3Words jetzt jemanden zu uns schicken wollt, gebt ihm einfach diesen Link: w3w.cm/t3n-HQ

„OneWord“-Check auf What3Words. (Screenshot: w3w.com)
„OneWord“-Check auf What3Words. (Screenshot: w3w.com)

Unternehmen können zudem bestimmte Orte branden. Das kostet zumindest in Großbritannien 99 Pfund pro Jahr. So können Ladengeschäfte, die drei Quadratmeter vor ihrer Ladenfassade als Ort branden – keine schlechte Idee. Vor allem für Unternehmen dürfte der Dienst interessant sein. Der Blick in die Glaskugel lässt eine Ausweitung des Geschäftsmodells auf Location-Based-Services – also ortsbezogene Push-Benachrichtigungen über Angebote – vermuten. What3Words ist über die Webseite und als iOS- und Android-App kostenlos verfügbar.

what3words
what3words
Download @
App Store
Entwickler: what3words Ltd.
Preis: Kostenlos
what3words
what3words
Download @
Google Play
Entwickler: what3words
Preis: Kostenlos

Weiterführende Links

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
5 Antworten
  1. von hopfensack am 04.07.2013 (11:01 Uhr)

    This domain has recently been listed in the marketplace at domainnamesales.com. Click here to inquire

    Antworten Teilen
  2. von Phil am 04.07.2013 (11:45 Uhr)

    irgendwie unnötig

    Antworten Teilen
  3. von Daniel Wiegand am 04.07.2013 (12:00 Uhr)

    Falscher Link am Ende des Artikels:
    w3w.com -> This domain has recently been listed in the marketplace at domainnamesales.com. Click here to inquire

    w3w.cm müsste es sein -> redirect auf http://what3words.com/

    Antworten Teilen
  4. von Marcel XXXXXXX am 04.07.2013 (22:04 Uhr)

    Hey. Drei Quadrtmeter?, Ihr meintet wohl eher 9qm... :D

    Antworten Teilen
  5. von Marcel XXXXXXX am 04.07.2013 (22:05 Uhr)

    Sorry, hab Mist gelabert.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema WhatsApp
So schick könnte WhatsApp für iOS 8 aussehen
So schick könnte WhatsApp für iOS 8 aussehen

WhatsApp war in der Vergangenheit eher langsam wenn es darum ging, eine neue Designsprache zu adaptieren. Ein ukrainischer Designer hat sich an die Arbeit gemacht, und dem beliebten Messenger ein … » weiterlesen

WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht
WhatsApp: Mit jedem Selfie verschickst du dein Bildrecht

Wer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von WhatsApp akzeptiert, tritt sämtliche Bildrechte an den Messenger ab. Für die 450 Millionen Nutzer des Dienstes kann das unbequeme Folgen haben. » weiterlesen

MWC 2014: WhatsApp noch 2014 mit Sprachtelefonie
MWC 2014: WhatsApp noch 2014 mit Sprachtelefonie

WhatsApp will ab dem zweiten Quartal 2014 auch Sprachtelefonie anbieten. Das gab Firmengründer Jan Koum auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona bekannt. » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 37 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen