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Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar]

Seit die Meldung von Facebooks WhatsApp-Kauf die Runde gemacht hat, leidet Jan Koums Messaging-Dienst unter einem regelrechten Massenexodus – zumindest, wenn man den Austrittsankündigungen auf Facebook und Twitter glaubt. Doch ist das klug von den Nutzern?

Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar]

Zeit, WhatsApp zu verlassen? (Foto: © tournee – Fotolia.com)

WhatsApp den Rücken kehren – Warum erst jetzt?

Sicherheitsbedenken haben die Nutzer bisher nicht von WhatsApp abgehalten. Murasam3  – via flickr , Lizenz  CC BY 2.0
Sicherheitsbedenken haben die Nutzer bisher nicht von WhatsApp abgehalten. (Foto: Murasam3 – flickr CC BY 2.0)

Etliche WhatsApp-Nutzer kehren dem Messaging-Dienst den Rücken, seit bekannt wurde, dass das Unternehmen für 16 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Das mutet zunächst doch etwas naiv an, immerhin ist auch nicht gerade für seine Sicherheit bekannt. Die schweren Sicherheitslücken sowie der sorglose Umgang mit Nutzerdaten – so verschafft die App sich etwa ungefragt Zugriff auf das Adressbuch seiner Nutzer –haben bisher aber herzlich wenige Menschen davon abgeschreckt, WhatsApp zu nutzen.

Warum also jetzt die Aufregung?

WhatsApp wird bei Facebook nicht „böser“ – im Gegenteil

Genau genommen, so erklärt zumindest Johannes Caspar, Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit der Stadt Hamburg, in der WELT, wird WhatsApp durch seine Eingliederung in den Großkonzern Facebook sogar transparenter: Denn jetzt muss sich das Startup an die europäischen Datenschutzregelungen halten, an die Facebook schon länger gebunden ist. Das mache den Dienst, der bisher jegliche Transparenz habe vermissen lassen, unter dem Strich sogar nutzerfreundlicher.

Die derzeit in sämtlichen Timelines zu findenden Bekenntnisse der WhatsApp-Aussteiger sind also nicht auf eine Ablehnung WhatsApps, sondern seines prominenten Käufers Facebook zurückzuführen.

Das Problem liegt im Image des Käufers

Genießt kein Vertrauen bei Facebook- und WhatsApp-Nutzern: Mark Zuckerberg. Foto: TechCrunch  – via flickr , Lizenz  CC BY 2.0
Genießt kein Vertrauen bei Facebook- und WhatsApp-Nutzern: Mark Zuckerberg. (Foto: TechCrunch – flickrCC BY 2.0)

„Facebook hat das Vertrauen seiner Nutzer schon zu oft aufs Spiel gesetzt.”

Und ganz ehrlich? Wer kann es den Nutzern verübeln, dass sie den Beteuerungen, es werde alles beim Alten bleiben, keinen Glauben schenken? Facebook hat das Vertrauen seiner Nutzer schon zu oft aufs Spiel gesetzt. Die jetzigen Befürchtungen, WhatsApp werde sich schon bald über Werbung finanzieren oder bestimmte Postings automatisiert in den Facebook-Feed übernehmen, nähren sich aus den Erfahrungen, die User mit Funktions- und Richtlinienänderungen bei Facebook gemacht haben: heimlich, intransparent und höchstens per nachträglichem Opt-Out zu verhindern.

Bloß: Selbst wenn man zugesteht, dass gerade in der Übernahme durch Facebook der springende Punkt liegt, schließt sich direkt die nächste Frage an:

Warum WhatsApp löschen und nicht Facebook?

Im Grunde hilft es ja nichts, WhatsApp von seinem Handy zu schmeißen, um weiterhin fröhlich auf Facebook aktiv zu sein. Wer das tut, sagt sich nicht ernsthaft von der „Datenkrake Facebook“ los.

Interessanterweise weisen viele der Social-Web-Nutzer, die ihren WhatsApp-Ausstieg verkündet haben, darauf hin, dass sie entweder gar nicht bei Facebook sind oder zumindest nicht die Mobile-App nutzen. Insofern fahren sie durchaus eine konsequente Linie, indem sie sich von WhatsApp verabschieden. Und es gibt weitere Gründe, warum es durchaus gerechtfertigt ist, die beiden Plattformen nach wie vor unterschiedlich zu behandeln:

1. Die Sache mit den Alternativen

Ja, ja. Dazu hat es wirklich genug Artikel gegeben – natürlich auch von uns. Der Unterschied liegt vor allem in der Einstiegshürde: Dienste wie Threema und Telegram sind deutlich leichter zu verstehen und zu nutzen als die datenschutzfreundlichen Facebook-Alternativen Friendica und Diaspora. Das liegt sicher vor allem am abgespeckten Funktionsumfang der Messenger-Apps, erleichtert ihnen aber in jedem Fall den Durchbruch bei einem breiteren Publikum. Zudem können die WhatsApp-Alternativen für einzelne Nutzer auch dann schon funktionieren, wenn nur ein Teil ihres Bekannten- und Freundeskreises den Dienst nutzt: Denn die Messenger sind ja gerade für die Kommunikation in überschaubaren Gruppen ausgelegt. Bei Netzwerken, die vor allem auf den öffentlichen Informationsaustausch angelegt sind wie Facebook, ist das Nutzenerlebnis ungleich schlechter, solange die kritische Masse nicht erreicht ist. Und daher trennen wir uns eben nur sehr schwer von Facebook.

2. Messenger bedeuten für uns Privatsphäre

Private Nachrichten wollen wir schützen. #FLICKR#
Private Nachrichten wollen wir schützen. (Foto: Lisa M Photography  flickrCC BY 2.0)

Facebook und WhatsApp sind im weiteren Sinne beides Kommunikationsplattformen des Social Web. Genau genommen unterscheiden sich die Nutzungskontexte jedoch erheblich. Über Messenger teilen wir Privates, vielleicht sogar Intimes, mit einem kleinen Empfängerkreis. Facebook hingegen wird seit geraumer Zeit immer stärker als öffentliches Medium wahrgenommen, bei dem eine ganze Menge Menschen, wenn nicht so gar das gesamte Netz, unsere Postings mitverfolgen. So wird auch die Facebook-Abwanderung von Teenagern damit begründet, dass sie persönliche Informationen nicht mit einer großen Menge an Leuten teilen wollen und in privaten Chats besser sie selbst sein können. Und genau hier liegt ein entscheidender Grund dafür, dass die WhatsApp-Übernahme einen Sturm der Entrüstung entfacht: Sie erscheint uns als Eingriff in eine Privatsphäre, die wir auf Facebook ohnehin schon abgeschrieben haben.

Was Jan Koum geholfen hat, bekommt Mark Zuckerberg längst nicht mehr

„Das naive Vertrauen endet, wenn Zuckerberg ins Spiel kommt.”

Die einzige zu kritisierende Naivität der WhatsApp-Nutzer liegt im Versäumnis, den Dienst bis gestern nicht in gebührender Form hinterfragt und Jan Koum vertraut zu haben. Man hätte es besser wissen können. Doch der ungerechtfertigte Vertrauensvorschuss nimmt im Auftreten von Mark Zuckerberg sein Ende, der schon lange nicht mehr auf das Vertrauen seiner Nutzer hoffen kann. Und so wird das Versäumnis jetzt nachgeholt.

Und wenn das dazu führt, dass die Nutzer WhatsApp verlassen, obwohl sie Facebook selbst weiterhin nutzen, hat das durchaus seine Logik. Interessant wäre übrigens, ob Jan Koum den Vertrauens-Faktor schon einkalkuliert hatte, als er Zuckerberg die 16-Milliarden-Dollar Rechnung überreicht hat.

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47 Antworten
  1. von Ben am 21.02.2014 (16:52Uhr)

    Ich denke die Übernahme durch Facebook gibt vielen einfach den letzen Schubs, der bisher noch gefehlt hat. Dummerweise fehlt mir noch eine Alternative, die auch wirklich auf allen Platformen vefügbar und sicher ist

  2. von Peter am 21.02.2014 (17:01Uhr)

    Das sehe ich anders: Das Problem liegt in erster Linie in der Monopolhaltung unserer Daten.

    Viele Leute nutzen Facebook seit jeher, um (weniger private) Dinge mit dem gesamten Freundeskreis zu teilen, bevorzugen für die private Kommunikation allerdings Whatsapp.
    Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht, dass FB durch die Akquise von WA unglaublich viel über das Privatleben dieser Nutzer lernt, das es vorher nicht wusste, plötzlich kennt es intimste Details.

    Daher der m.E. berechtigte Aufschrei und die Suche nach Alternativen. Was auch immer der nächste große Konkurrent in dem Bereich wird, früher oder später wird er Facebook gehören (solange er nicht quelloffen und dezentral ist) - aber falls das kommt, sollten meine vorherigen Gespräche wenigstens vernünftig verschlüsselt worden sein.

  3. von SEMazing am 21.02.2014 (17:32Uhr)

    Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind auf Telegram umgestiegen. Sicher(er) und vor allem auch durch den Browser bedienbar.

  4. von Marcel am 21.02.2014 (17:38Uhr)

    Ich nutze jetzt den BlackBerry Messenger den es auch für iPhone und Android kostenlos gibt. Ist verschlüsselt und sicher. -> http://www.bbm.com im Browser vom Handy aufrufen und gut ist.

  5. von Lars G. am 21.02.2014 (17:53Uhr)

    Auch ich nutze den BBM.
    Absolut genial und seit der letzten Version auch mit Telefoniefunktion (Voice).
    Auch muss ich meine Handynummer nicht bekannt machen um mit anderen via BBM chatten zu können. Ein großer Vorteil in meinen Augen!

    Ist meiner Meinung nach die Beste Alternative. Download ist via AppStores möglich oder einfach im Handy bbm.com aufrufen ;-)
    Happy BBMing

  6. von Homer am 21.02.2014 (17:56Uhr)

    Threema, definitiv. Schon jetzt einige aus der Kontaktliste drin, scheint was zu werden. http://www.threema.ch

  7. von Alles zu Facebook’s Mega-Deal mit… am 21.02.2014 (18:49Uhr)

    […] Viele sagen, sie wollen jetzt Whatsapp den Rücken kehren. Datenschutzgründe, Angst vor Werbung, etc. Ich muss sagen, dass dies für mich recht unverständlich ist. Wer JETZT aus Datenschutzgründen Whatsapp verlässt, der hat nämlich meines Erachtens den Zug schon lange verpasst. Whatsapp steht schon lange in der Kritik, datenschutzrechtlich und sicherheitstechnisch nicht optimal dazustehen. Keine verschlüsselten Übertragen und ähnliches stehen in der Kritik. Und das schon lange. Wer denkt, durch Facebook wird das nun schlimmer, hat sich geirrt. Denn dies sollte nun besser werden. Lea Weitekamp schreibt dazu: […]

  8. von Manuel am 21.02.2014 (19:07Uhr)

    Sehr schön geschrieben!
    Ansonsten stimme ich vor allem Punkt 2 zu, denn ich glaube eines der Hauptprobleme ist es, dass dies einfach 2 unterschiedliche Anwendungsfälle sind, die Nutzer auch weiterhin gerne getrennt sehen wollen. Die Möglichkeit der Verknüpfung der Daten ist einfach eine Sache, die möglichst viele nun gerne abwenden möchten.

    Lg,
    Manuel

  9. von hollo am 21.02.2014 (19:23Uhr)

    Es gibt noch einen anderen Grund zu Threema zu wechseln und der hat gar nichts mit Facebook und Whats App zu tun. Es geht einzig darum die NSA zu ärgern.

  10. von Atilla am 21.02.2014 (20:10Uhr)

    "Die schweren Sicherheitslücken sowie der sorglose Umgang mit Nutzerdaten – so verschafft die App sich etwa ungefragt Zugriff auf das Adressbuch seiner Nutzer(...)."
    Das ist sicherlich ein Indikator dafür, dass sich die Macher des Wertes der von Ihnen erhobenen Daten bewusst sind - sicher aber noch lange keiner dafür, dass hier Sicherheitslücken oder "sorgloser Umgang" vorliegen.
    Intelligent. So könnte man es vielleicht auch nennen.
    Und mal ehrlich: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"

  11. von Marco am 21.02.2014 (20:12Uhr)

    Ich bin zwar noch nicht ganz von WhatsApp weg, habe mir jedoch Threema bereits geladen und so wie ich sehe tun dies immer mehr meiner Freunde ebenso. Threema gehört für mich zu einer der besten Alternativen, welche derzeit auf dem Markt verfügbar sind.

  12. von Nico am 21.02.2014 (20:32Uhr)

    @hollo:
    Und wer sagt dir, dass Threema nicht der NSA gehört? Ohne Open Source ist es nur schwierig zu sagen, wie "sicher" das Ding wirklich ist ;-)

  13. von Jack am 21.02.2014 (21:56Uhr)

    die einzige wirkliche Alternative ist in meinen Augen bisher leider noch nicht auf dem Markt erschienen und hat hier einen glorreichen Eintritt verpasst... Heml.is ...

  14. von SK am 21.02.2014 (22:01Uhr)

    Wer hats erfunden ?
    Und wer überwacht ? :)

    Schweizer Staatsschutz soll Telefone und Datenströme überwachen dürfen.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schweizer-Staatsschutz-soll-Telefone-und-Datenstroeme-ueberwachen-duerfen-2120228.html

    Soll mir keiner sagen, dass die nicht auch mitlesen wollen...

  15. von Warum viele Menschen WhatsApp den Rücke… am 21.02.2014 (22:29Uhr)

    […] Warum viele Menschen WhatsApp den Rücken kehren […]

  16. von Warum so viele junge Menschen WhatsApp d… am 21.02.2014 (22:29Uhr)

    […] Warum so viele junge Menschen WhatsApp den Rücken kehren […]

  17. von Kommentar: Warum so viele junge Menschen… am 21.02.2014 (22:32Uhr)

    […] Kommentar: Warum so viele junge Menschen WhatsApp den Rücken kehren […]

  18. von Dirk am 22.02.2014 (05:26Uhr)

    Für mich scheint Threema am Sichersten zu sein. Die Betreiber sind in der Schweiz. Der Datenschutz ist ungefähr wie in der EU. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass sie irgendetwas mit der NSA zu tun haben. Es ist zwar closed source, aber sie benutzen überprüfbare und bereits als sicher bewiesene Techniken. Und es wurde in den Methoden keinerlei Fehler entdeckt. Weil iOS am Sichersten war, erschien es zuerst nur dort. Android war sehr fehlerhaft und unsicher. Seit Android 4 scheint es eine akzeptable Sicherheit zu haben und daher erschien es dafür. Entwickler meinten, je nachdem wie viele Leute kommen und gewisse Plattformen stark verbreitet und wichtig werden (auch mehr Verkäufe versprechen - die Firma muss ja in unserem kapitalistischen System auch daran denken), umso wahrscheinlicher wird es, dass sie sich bemühen für andere Plattformen ein kompatibles Threema zu entwickeln (wie bereits bei Android geschehen).

    Zur Technik: Es nutzt die bekannte und sichere Verschlüsselung mit Private und Public Key. Der Private Key wird in die Key Chain von iOS gespeichert, worauf man eigentlich nur Zugriff hat, falls man es jailbreaken kann. Natürlich könnte man die Verschwörung kreieren, dass Apple sogar remote die Key Chain auslesen kann. Das ist zwar nicht unmöglich, aber extrem unwahrscheinlich, weil Apple viel vom Ruf verlieren würde und viele keinen (oder eklatant weniger) iPhones und/oder Macs kaufen wollen.
    Wenn man es weiterspinnt, ist überhaupt nichts sicher. Noch nicht einmal OpenSource ist praktisch sicher. Das dämliche Argument, dass bei OpenSource zumindest hunderte Augen den Quelltext lesen & überprüfen, ist unsinnig. Wegen Befürchtung vor automatischer Blokade schreibe ich nicht den Link. Aber man findet in Google sehr leicht den Link dazu, dass ein Entwickler in OpenBSD Unix ein Rootkit implementierte, aber dies viele Jahre nicht erwähnen durfte. Dieser Rootkit ist nicht mehr im Kernel. Aber wer sagt denn, dass dort nicht sogar ein besserer und anderer Rootkit implementiert wurde?
    Dass die "Überrwachungsbehörde" in der Schweiz Internettraffic lesen will, ist mMn kein Problem und nicht Besorgnis erregend. Was fangen sie mit chiffrierten Datenströmen an, die sehr lange nicht entschlüsselbar sind?

    Übrigens Frage ich mich, welcher Depp ... Verzeihung ... welche Person mit Gehirn eines Goldfischs noch behauptet, dass der BlackBerry Messenger sicher sei? Die erinnern sich wohl nicht daran, dass die Nachrichten der BlackBerrys, was die riots in London benutzten, von ehemalig RIM (jetzt BlackBerry) an die Londoner Polizei übermittelt wurde.
    (Dies hat nichts mit Firmen-BlackBerrys zu tun, da die ausgebende Firma in der Regel einen BlackBerry Enterprise Server hat.)

  19. von severin am 22.02.2014 (08:32Uhr)

    Interessanterweise ist das eine fast rein deutsche Debatte - Whatsapp war schon vorgestern unsicher, die geplante Facebook Übernahme zum Anlass zu nehmen, sich da jetzt abzumelden ist hysterisch.

    Ändert erst mal die wirklich wichtigen Dinge in Eurem Leben...

    http://www.severint.net/2014/02/21/10-dinge-die-du-wirklich-in-deinem-leben-aendern-solltest-und-nicht-nur-den-messenger/

  20. von Viktor Kage am 22.02.2014 (09:09Uhr)

    Android war sehr fehlerhaft und unsicher. Seit Android 4 scheint es eine akzeptable Sicherheit zu haben und daher erschien es dafür. Entwickler meinten, je nachdem wie viele Leute kommen und gewisse Plattformen stark verbreitet und wichtig werden (auch mehr Verkäufe versprechen - die Firma muss ja in unserem kapitalistischen System auch daran denken), umso wahrscheinlicher wird es, dass sie sich bemühen für andere Plattformen ein kompatibles Threema zu entwickeln (wie bereits bei Android geschehen).

    viktorkage@gmx.de

  21. von Frank am 22.02.2014 (09:14Uhr)

    Vor den Geheimdiensten braucht man sich nicht sorgen... da der BND schon heute ein Schoßhündchen der NSA ist ist vollkommen egal was man nutzt.

    MICH persönlich stört, dass die Daten an Facebook gehen. Ich bin bewusst nicht bei Facebook. Facebook macht nichts anderes als über 400 Millionen Telefonnummern und Namen mit den Profilen bei Facebook abzugleichen. Neue Verbindungen werden geschaffen und irgendwann wird aus einem WhattsApp Profil automatisch ein Facebook Profil.

    Nein, danke.

  22. von Iris am 22.02.2014 (11:03Uhr)

    Ich sehe WhatsApp nicht als reine Kommunikationsplattform des Social Web wie Facebook. WhatsApp ist für die meisten Nutzer eine preiswerte SMS-Alternative. Deshalb werden darüber auch sehr private Dinge gepostet, die wie Telefonie und SMS dem Fernmeldegeheimnis zuzuordnen wären. Wer bei Facebook aktiv ist, ist sich darüber im klaren, das hier nichts mehr geheim ist.
    Schön wie Sie es in dem Artikel auf den Punkt gebracht haben.

  23. von Iris am 22.02.2014 (14:04Uhr)

    Für die meisten Nutzer war WhatsApp wohl keine Kommunikationsplattform des Social Web, sondern eine "echte" SMS-Alternative, auch wenn kaum einer über die Technik nachgedacht hat. Und wie bei der Telefonie werden per SMS sehr private Dinge mitgeteilt. Durch den Verkauf an FB ist dieses private Umfeld, auch wenn es nur ein Gefühl war, für viele Nutzer vollkommen verloren gegangen.
    Viele Grüße, Iris

  24. von y-o am 22.02.2014 (17:09Uhr)

    ...von einer Pest zu einer anderen wandern, da es ja 'alle' machen. Das ist doch der Hauptgrund hinter der Idiotie gewesen, wieso so ein unmögliches App wie Whatsapp so weit verbreitet genutzt wurde... Man wurde mit bemitleidenden Augen angeguckt, wenn man Whatsapp abgelehnt hatte zuvor. Dazu musste man nicht Paranoiker oder Technophobe sein.

    Gratulation, jetzt wandert die Herde weiter und an der Einstellung und dem Bewusstsein ändert sich nichts. Spätestens bei der Summe von 16 Mrd. sollte doch dem Einen oder Anderen ein Licht aufgehen. Ich habe stets als Alternative MySMS benutzt, es wurde aber nur von ca. 5% von meinen Telefonkontakten benutzt, weil es ja nicht 'Alle' benutzen. Im Vergleich zu WA kann man an den Standardeinstellungen bei der App etwas ändern, um die Privatsphäre zu erhöhen.

    Grundsätzlich sollte man die Finger davon lassen verschiedenen Programmen (auch untereinander) die automatische Synchronisierung mit den Kontakten zu erlauben. Dann kann man auch Facebook benutzen und muss nicht unbedingt so eine epochemachende Entwicklung und Technologie nicht verpassen.

  25. von pfff am 22.02.2014 (19:46Uhr)

    Das ist dumm! Dann hätte man schon vor Ewigkeiten Whatsapp und Facebook verlassen sollen! Willkommen im digitalen Zeitalter. Wer nichts zu verbergen hat, braucht sich auch nicht zu verstecken. Wer nichts über sich preisgeben will, der stellt auch nichts ins Netz! Dumm geht die Welt zugrunde!

  26. von Dirk am 22.02.2014 (21:14Uhr)

    Was für den Wechsel spricht:
    - Viele möchten die privaten Nachrichten, auch wenn unsinnig, nicht gleichzeitig in Facebook posten. Dies kann praktisch sein, aber wie Facebook aus Erfahrung schon immer wieder Einstellungen veränderte oder hinzufügte und Facebook dies ohne zu fragen und Wissen des Benutzers umstellte, ist daher denkbar, dass plötzlich Nachrichten, die privat an andere Leute geschickt wurden, plötzlich im Profil auftauchen. Zudem hat Facebook immer wieder kritische Fehler, weshalb private Nachrichten von absolut jedem gelesen werden können (damit spreche ich den "kürzlich" bekannt gewordenen kritischen Fehler, dass man nur mit jemandem chatten musste und dann durch Klick auf den Namen des Gesprächspartner man ganz plötzlich im Profil des Gesprächspartners war und dessen private Nachrichten lesen konnte).
    - WhatsApp wollten viele nicht mehr, aber waren im Dilemma, dass eigentlich fast alle WhatsApp hatten und in der Regel keine Alternative.
    - Es ist toll, dass Threema als Alternative betont wird. Dieses Art SMS-Ersatz lebt nur davon, dass möglichst viele Threema benutzen. Daher ist es super, dass nun viele die Alternative probieren und somit dieser Dienst immer mehr Nutzer hat. Dann ist es wahrscheinlicher, dass die kritische Masse erreicht wird und es sich allgemein als Alternative durchsetzt.
    - Threema ist tatsächlich viel sicherer. Ich fand es prinzipiell toll, weil vor Jahren das Konzept viel sicherer war und die kleinen Überprüfungen nicht aussagten, dass es dort in der Methodik Fehler gibt, aber es ärgerte mich, dass es nur für iOS ist. Da hätte ich Threema wegen iMessage nicht kaufen müssen.
    Nun existiert es für Android und man ist endlich nicht mehr plattformabhängig. Das ist super, weil Android super ist. Android war vor iOS 1 (früher iPhone OS 1) ziemlich schlecht und anders (das ist der Grund, warum im Android SDK die kleinste Version 1.5 war, weil davor Android nicht das bekannte Android oder etwas ältere Android 2, das erst mit 1.6 bekannter wurde, war).
    {Ich weiß nicht, warum Viktor mich wiederholte. Entweder glaubt er mir nicht, oder er wollte es betonen. Android war bis 1.x sehr unsicher. 2.x hatte immer wieder nervige Fehler und war deshalb auch sehr unsicher, weil die Aktualisierungen, die den Fehler behoben, oft vom Android-Handy-Hersteller blockiert wurden. Android 3 oder 3.x gab es NIE für Handys. Dies war eine seltsame Eigenart von Google, dass 3.x erst einmal eine unabhängige Entwicklung nur für Tabletts sein sollte. Erst bei Android 4 hat Google die Handy- und Tablett-Version zusammengeführt. Und Google scheint Android (wie Microsoft mit Win 9x - wer erinnert sich nicht an die ständigen Abstürze (Bluescreens) von Win 9x?) ziemlich überarbeitet zu haben und hat viele elementare Bugs behoben, die Apple damals nicht hatte, da bei Apple es keine anderen Hersteller gab, die die Aktualisierung verhinderten. Die Netzbetreiber sind ein weiterer Faktor für Blockaden, aber da hatte offenbar Apple viel bessere Arbeit geleistet als Google, weil überhaupt kein Netzbetreiber die Aktualisierungen bei den iPhones verhindert. Aus diesen Fehler hat Google gelernt und einigermaßen halbwegs genügende Umwege gefunden, wodurch Android 4 sicherer ist.
    Das ist offenbar der Grund, weshalb Threema erkannte, dass Android 4 einigermaßen sicher genug ist und verbieten auch den Einsatz von vorhergehenden Versionen auch deshalb, weil sie sonst für Android 4 und 2 zwei unterschiedliche Benutzerstellen programmieren müssten.
    {Viktor meint vielleicht, dass wegen dem letzteren Argument mein erstes Argument lächerlich ist (falls er es nicht betonen wollte), ABER ich kenne mich mit Android-App-Entwicklung aus und weiß daher, dass es zwischen Android 2 und 4 enorme Sicherheitsunterschiede ist und neue Funktionen in Android 2.x-Versionen teilweise so eklatant und wichtig waren, weshalb man sowieso festsetzen müsste, dass zumindest Android 2.3.x (die neueste 2er-Version ist 2.3.7) vorausgesetzt werden müsste. Und wenn man für Android 4 target wählt, aber minimal Android 2.3 verlangt, dann müssen viele Android 4 Funktionen in die App für Android 2.3 eingebaut werden. Dadurch wird das APK fett, verbraucht mehr RAM UND ist deutlich langsamer. Es gibt also viele Gründe dafür, warum Threema nur für Android 4 (oder höher) programmiert wurde.}

  27. von Dirk am 22.02.2014 (21:29Uhr)

    Dringende Bitte für Threema:
    Threema meint bei Registrierung der Emailadresse, dass die Groß- und Kleinschreibung vor dem @ wichtig sei. Das stimmt auch laut RFC seit ca. 2003. ABER viele sind dies nicht gewohnt und daher erlauben viele Emailprovider, dass man eine Emailbox mit maxmustermann@example.com oder mit MaxMustermann@example.com erreichen kann. Noch dazu kommt der Fall, dass z.B. Gmail auch Max.Mustermann@example.com als Adresse akzeptieren. Zudem gibt es noch weiter Variationsmöglichkeiten vor dem @, die alle zur Box von maxmustermann@example.com zeigen. Genau das sollte Threema beachten, dass dies möglich ist.
    (Beispiel für die Leute, die nicht verstehen, was gemeint ist:
    Threema sollte darauf achten, dass z.B. maxmusterman@example.com als dieselbe Adresse bei der Registrierung der Adresse Max.Mustermann@example.com erkennt. Dies hätte den Vorteil, dass dann durch Abgleich des Adressbuches mit dem Threema-Server viel mehr Threema-Mitglieder erkannt werden und dann in der App automatisch als Threema-Mitglied aufgelistet wird. Dies hätte für uns alle Vorteile (UND für Threema). Ich habe mich als Max.Mustermann@example.com registriert, aber jemand anders hat mich im Adressbuch als maxmustermann@example.com eingetragen. Deshalb erkennt die Threema-App wegen dem Adressbuch-Eintrag nicht, dass ich Threema-Mitglied bin.)

    Grund für die dringende Bitte: Umso mehr Leute darum bei Threema bitten, umso wahrscheinlicher wird es, dass diese Funktion verbessert wird.

  28. von Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nu… am 22.02.2014 (21:39Uhr)

    […] Seit die Meldung von Facebooks WhatsApp-Kauf die Runde gemacht hat, leidet Jan Koums Messaging-Dienst unter einem regelrechten Massenexodus – zumindest, wenn man den Austrittsankündigungen auf Facebook und Twitter glaubt. Doch ist das klug von den Nutzern?  […]

  29. von Bye bye Whatsapp - Geocaching in Baden am 23.02.2014 (00:26Uhr)

    […] Artikel und Kommentare sind zu diesem Mega-Deal veröffentlicht worden, am besten finde ich Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar] im t3n-Blog. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können, die Autorin trifft meine Ansicht […]

  30. von Dirk am 23.02.2014 (01:47Uhr)

    Dringende Bitte für Threema:
    Threema meint bei Registrierung der Emailadresse, dass die Groß- und Kleinschreibung vor dem @ wichtig sei. Das stimmt auch laut RFC seit ca. 2003. ABER viele sind dies nicht gewohnt und daher erlauben viele Emailprovider, dass man eine Emailbox mit maxmustermann@ gmail.com oder mit MaxMustermann@ gmail.com erreichen kann. Noch dazu kommt der Fall, dass z.B. Gmail auch Max.Mustermann@ gmail.com als Adresse akzeptieren. Zudem gibt es noch weiter Variationsmöglichkeiten vor dem @ (z.B. Max.Mustermann+tolleErweiterung@ gmail.com), die alle zur Box von maxmustermann@ gmail.com zeigen. Genau darauf sollte Threema in Zukunft achten, dass dies möglich ist.

    (Beispiel für die Leute, die nicht verstehen, was gemeint ist:
    Threema sollte darauf achten, dass z.B. maxmusterman@ gmail.com als dieselbe Adresse bei der Registrierung der Adresse Max.Mustermann@ gmail.com erkennt. Dies hätte für alle (auch Threema) den Vorteil, dass dann durch Abgleich des Adressbuches mit dem Threema-Server viel mehr Threema-Mitglieder erkannt werden und dann in der App automatisch als Threema-Mitglied aufgelistet werden.

    Warum mir das aufgefallen ist?
    Ich habe mich als Max.Mustermann@ gmail.com registriert, aber jemand anders hat mich im Adressbuch als maxmustermann@ gmail.com eingetragen. Deshalb wurde ich in derjenigen App nicht als Threema-Mitglied erkannt. Ich hatte wiederum im Adressbuch Tobias.Mustermann@ gmail.com eingetragen und deshalb wurde der Gesprächspartner nicht als Threema-Mitglied erkannt. Erst als ich zusätzlich tobiasmustermann@ gmail.com eintrug, erkannte die App dies als Threema-Mitglied.
    Aber ich wiederhole: Die Klein- und Großschreibung in E-Mails vor dem @ ist laut RFC durchaus wichtig, aber oft nicht, da viele Server diese Funktion ausgeschaltet haben um die älteren Internet-Benutzer nicht zu verwirren, dass z.B. tobismustermann@ gmail.com plötzlich falsch ist. Ich kenne aber viele Server (bei Plesk 9, eine Server-Administrationssoftware, per Default, aber seit ungefähr Plesk 10 oder 11 wird diese Schreibung nicht mehr beachtet), die darauf noch achten.

    Grund für die dringende Bitte: Umso mehr Leute bei Threema bitten zu einzelnen Server darauf zu achten, dass z.B. die Groß- und Kleinschreibung egal ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass diese Funktion verbessert wird.

    Ich hoffe das dieser damals automatisch vom t3n-Server blockierte Text davor nicht wieder freigeschaltet wird und man deshalb den fast gleichen Text noch einmal lesen muss.

  31. von Dirk am 23.02.2014 (01:57Uhr)

    Zu Threema warum nur ab Android 4:
    Eventuell wäre die App für Android 2 gezwungenermaßen unsicher. Natürlich wäre dies nur ein Teil, aber bekanntermaßen ist die Kette nur so stark wie das schwächste Glied.

  32. von Pfennigpresse am 23.02.2014 (04:24Uhr)

    Gott ist der Artikel billig und voll von Effekthascherei...

  33. von Bulasan am 23.02.2014 (09:23Uhr)

    Seien wir doch ehrlich, Sicherheit bekommt man hier so oder so nicht. Der 0815 User wird garnicht in der Lage sein, herauszufinden, ob Threema sicherer als Whatsapp ist oder nicht. Letztendlich muss man hier dem Anbieter vertrauen, dass hinter der Verschlüsselungsarie wirklich was steckt und eben nicht die Keys auf dem Server des Anbieters liegen und der dann fleißig die Nachrichten seiner User entschlüsseln.

    Ich vertraue allen Anbietern hier gleich wenig, deswegen ist die einzige logische Konsequenz nix vertrauliches per Messenger zu kommunizieren. Den ganzen Rest kann von mir aus die NSA abhören.

  34. von Bastian Wilkat | am 23.02.2014 (13:20Uhr)

    […] (WA) und suchen sich Alternativen. Ob es sinnvoll ist WA zu verlassen oder nicht (WA wird wohl tatsächlich transparenter was den Umgang mit Nutzerdaten angeht) spielt dabei keine Rolle. Die Nutzer haben die Freiheit zu […]

  35. von kule.lux am 23.02.2014 (13:48Uhr)

    Egal zu wem man/frau jetzt wechselt oder auch bleibt, folgende Frage ist glaube ich wichtig und über diese müssen wir zukünftig nachdenken, nicht nur wir als Nutzer sondern auch die App-Entwickler (sind auch User ;-) ) : Habe ich ein Recht auf meine persönlichen Daten? Sprich darf mein Freund/Freundin meine Daten an Dritte weitergeben ohne meine Zustimmung? Denn das wird mit Apps die auf die Kontakte zugreifen getan, ob nun Spiele, fb oder WA . . .

  36. von WhatsApp - Game over nach Facebook-Über… am 23.02.2014 (20:29Uhr)

    […] Wunderbarer Kommentar von Lea Weitekamp über die Ausstiegsgründe der WhatsApp-Nutzer […]

  37. von Dennis am 23.02.2014 (23:04Uhr)

    Ich nutze WhatsApp, ebenso Facebook, seit es das gibt, dass die mein Adressbuch, Fotos hochladen und Standort-Daten auslesen, war mir erstmal nicht bewusst und später egal. Jetzt überlege ich auch zu Threema zu wechseln. Familie und Freundeskreis möchte jedoch nicht wechseln, angeblich zu umständlich. Also bleibt mir auch nichts anderes übrig als WhatsApp weiterhin zu benutzen. Ich tausche jetzt auch nicht so private Dinge aus. Das sich die USA immer mehr zum Rotzlöffel entwickeln, müssen wir hinnehmen. Es wird keine Verschlüsselung geben, die die USA nicht knacken könnten. Die werden ihre Technik immer mehr ausbauen. 320 Abgeordnete aus Deutschland werden permanent abgehört und was machen wir? Nichts. Wie viel Terrorschläge wurden vereitelt? Keiner. Die Merkel nickt nur und hofft, dass dies in Vergessenheit gerät. Es wird sehr schwierig sein, wirklich alle zu Threema zu locken. Sobald Facebook vertrauliche Nachrichten ins Profil veröffentlicht oder Werbung schaltet, bin ich weg.

  38. von Dirk am 24.02.2014 (01:20Uhr)

    Auf threema.ch steht, wo der private Schlüssel gespeichert wird. Er ist im Keychain des iOS (oberflächlich gesagt: im iPhone). Das heißt, ein Gespräch von Person zu Person ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Jetzt kann man natürlich die verschwörerische und unwahrscheinliche These aufstellen, dass Apple in iOS die Keychain remote lesen kann. Aber das würde ihren Ruf zerstören und die Verkäufe würden sicherlich drastisch sinken (ein iPod Touch ist viel billiger und hält viel länger, wenn man keine Telefonie und kein genaues aGPS braucht). Und wie ich bereits erklärte, sind noch nicht einmal OpenSource-Betriebssysteme auf jeden Fall sicher (siehe OpenBSD und Rootkit durch Kernelentwickler implementiert). Dies wüsste Bulasan, wenn er meinen Post gelesen hätte.

    Zur Sicherheit durch Apps: Das war in der Tat früher schlimm. Inzwischen (seit iOS 5 - ca. 2011) kann man nun jeder App sagen, ob sie z.B. auf das Adressbuch zugreifen kann. Leider gibt es Apps, denen man dies erlauben muss, da sie sonst nicht die beworbene Funktion erfüllen können. Ich erlaube in diesem Fall aber nur diesen Apps den Zugriff, weil sie es unbedingt brauchen UND diesen Apps ganz sicher vertrauen kann. Z.B. sogar Navigon Europe erlaube ich keinen Zugriff auf das Adressbuch, weil sie das nicht unbedingt braucht. Zudem ist Navigon nicht mehr europäisch, sondern von Garmin übernommen worden.

    Ich habe noch immer WhatsApp installiert. Durch den Verbot zum Zugriff auf das Adressbuch kann ich leider keine Person kontaktieren, aber man kann mich kontaktieren und dann kann ich auch antworten, solange der Chat unter den laufenden Chats ist. Klar, Facebook erhält ganz sicher mein Adressbuch, was aber nicht vollständig ist. Irgendjemand hat das Gerücht verbreitet, dass es vollständig wäre. Nach einem (inzwischen älteren) Test vom Wallstreet Journal stellten sie fest, dass WhatsApp nur Namen und Telefonnummern an die WhatsApp-Server schickt. Warum ist klar (um in Favoriten automatisch erkannte WhatsApp-Nutzer einzutragen).
    Wenn ich das Konto löschen lassen würde, wäre es vielleicht wie in Facebook. Dort kann man in der Hilfe fordern, dass angeblich das Konto gelöscht wird. Das Konto wird aus Facebook tatsächlich vollständig entfernt, ABER sie archivieren die gelöschten Daten. Dies kam laut Spiegel (nicht SpOn!) in einem US-Gerichtsverfahren heraus, dass eine ehemalige Facebook-Nutzer angeblich Diffamierendes über eine Firma veröffentlichte und sie dies als Lüge bezeichnete, wodurch als Resultat Facebook die gelöschten Daten an das Gericht übergab.
    Deshalb bin ich mir sicher, dass nach dem Kontolöschen der Teil Adressbuch auch weiterhin bekannt sein dürfte.
    Aber dennoch nützt das Verbot der Privatsphäre: Mit der Zeit wird deren Version vom Adressbuch alt und wissen immer weniger genau, welche Personen enge Verbindungen zu einem selbst haben. Und ich speziell habe bereits früher Adressen gesammelt (hatte als Kind einen Palm z.B.) und deshalb habe ich über 200 Einträge (ja, Zweihundert!) im Adressbuch. Das ist ein gewisser Schutz, weil dann Facebook und NSA nicht ganz genau wissen können, wen ich wirklich gut kenne, eng befreundet bin, oder etwas kenne, oder nur eine flüchtige Bekanntschaft ist (oder sogar ehemalige Feinde waren: z.B. alle Adressen aus der Abitursstufe, worunter natürlich die ehemaligen Feinde sein müssen).

    => Man sollte nicht sofort aufgeben, dass z.B. das Adressbuch verloren ist, nur weil man es leider ungünstigerweise gewissen Stellen bekannt gemacht hat.

    Man erinnere sich an den Spruch von Brecht: Wer den Kampf aufgibt, weil er meint verloren zu haben, hat garantiert verloren.
    => Nur wer versucht zu gewinnen, kann auch gewinnen!

  39. von Pratzasper am 24.02.2014 (09:04Uhr)

    ChatSecure: macht OTR über XMPP, Google Talk, Facebook Chat und Oscar. Damit könnt ihr also gleich direkt unter Marks augen chatten, und das mit dem offenen und so weit ich weis als sicher geltenden OTR. Besser wäre natürlich über XMPP, klar. Aber OTR würde sogar über Facebook Chat bedenkenlos machen.. ;)

  40. von MWC 2014: WhatsApp – Messenger bald au… am 24.02.2014 (15:55Uhr)

    […] ob sie dem Anbieter den Rücken kehren sollen. Mit der Debatte haben sich auch unsere Kollegin Lea Weitekamp und unser Kollege Mario Janschitz beschäftigt. Trotz der Diskussion konnte der WhatsApp-Gründer […]

  41. von Man am 26.02.2014 (13:59Uhr)

    So viel zu Threema xD

    "Schweizer Staatsschutz soll Telefone und Datenströme überwachen dürfen"
    http://bit.ly/ThreemaIM

  42. von Heinz am 26.02.2014 (22:07Uhr)

    Ich hätte es für seriöser gehalten, den Kauf vorher anzukündigen. Damit hätte man erstens Vertrauen aufgebaut und zweitens selbst VORHER entscheiden können, ob man bleibt oder nicht. Aber diese Tour stinkt mir zum Himmel. Erst mal Alle Daten sichern, dann die Übernahme verkünden, zeigt mir, was man wirklich vor hatte.

  43. von Dirk am 27.02.2014 (01:36Uhr)

    @Man:
    1. Man, bist du naiv, dass du glaubst, dass Geheimdienste nur das erschnüffeln, was sie offiziell ankündigen ...
    2. Die Datenströme von Person zu Person sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das ist ja gerade der Sinn dahinter, dass man etwas verschlüsselt, auf gefährlichen Wegen transportieren kann und der Empfänger dann die Nachricht entschlüsseln kann und somit MitM nie möglich ist. Wenn diese Überwachung in der Schweiz irgendetwas ausmachen würde, dann wäre MitM möglich und das wäre ein riesiger GAU für die Verschlüsselung, weil es dann keine Verschlüsselung mehr ist.

    Soviel zur Klug$ch31ß3r3i ...

  44. von Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: B… am 01.03.2014 (10:59Uhr)

    […] Unser Artikel: Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar] […]

  45. von Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nu… am 13.03.2014 (04:18Uhr)

    […] Bye, bye, WhatsApp? Darum steigen die Nutzer jetzt aus [Kommentar] Der Unterschied liegt vor allem in der Einstiegshürde: Dienste wie Threema und Telegram sind deutlich leichter zu verstehen und zu nutzen als die datenschutzfreundlichen Facebook-Alternativen Friendica und Diaspora. Das liegt sicher vor allem am … Read more on t3n Magazin […]

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