Das könnte dich auch interessieren

Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Software

WhatsApp führt automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Inhalte ein [Update]

    WhatsApp führt automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Inhalte ein [Update]

Whatsapp. (Bild: WhatsApp)

WhatsApp plant seine Ende 2014 eingeführte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu verbessern. Mit diesem Schritt will das Unternehmen der Kritik an der immer noch nicht zuverlässig integrierten Verschlüsselungsmethode begegnen.

Update vom 5. April 2016: Jan Koum hat gegenüber dem Focus bestätigt, dass der WhatsApp-Messenger eine automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Inhalte, inklusive der Telefonie erhält. Die neue Funktion ist sogar schon fertig und wird in den neuen WhatsApp-Versionen aktiviert sein. Damit können Dritte weder normale Nachrichten, Gruppenchats und Fotos noch ausgetauschte Dateien und Telefonate auf allen Smartphone-Plattformen mitlesen oder abgreifen. Nur Sender und Empfänger haben Zugriff auf die Inhalte.

WhatsApp wird sicher. (Bild: Wired)
WhatsApp wird sicher. (Bild: Wired)

Koum sagte im Focus-Interview: „Die Welt braucht mehr Verschlüsselung, denn mehr und mehr Daten werden digitalisiert. Unsere gesamte Industrie marschiert in diese Richtung“. Damit stellt sich der WhatsApp-Chef auf die Seite Apples und begründet es damit, dass man Hintertüren nicht nur für die „Guten“ einführen könne. Sobald es eine Backdoor gebe, werde sie auch gefunden und von anderen ausgenutzt. Weitere Informationen gibt es mittlerweile im WhatsApp-Blog.

https://www.whatsapp.com/android/
Für Android-User: In der aktuellen Beta-Version ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselungs-Funktion schon enthalten. (Screenshot: t3n)

WhatsApp erhält verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – bald

Im November 2014 hatte WhatsApp bekanntgegeben, seinen Messenger mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszustatten. Hierfür ist das Unternehmen eine Kooperation mit Open Whisper Systems eingegangen, die auch für den sicheren und von Edward Snowden empfohlenen Messenger Signal zuständig sind. Der Schritt, den Messenger abhörsicherer zu machen, wurde positiv aufgenommen, an der Umsetzung hapert es aber leider immer noch, wie heise im Mai berichtete.

Dass WhatsApp allerdings daran werkelt, seinen Messenger mit einer verbesserten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszurüsten, deutet sich im Übersetzerprogramm des Unternehmens an, wie die niederländische Website DroidApp berichtet. In diesem Programm arbeiten Entwickler, die die englischsprachige Version der App in andere Sprachen übersetzen. Textelemente der App zeigen auf, dass die Android-Version von WhatsApp bald eine „verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ erhalten soll, bei der Chatpartner ihre Identität per QR- oder Zahlencode bestätigen müssen.

whatsapp-verifizierte-ende-zu-ende-verschluesselung
Diese Textelemente deuten auf die neue WhatsApp-Verschlüsselungsfunktion hin. (Bild: DroidApp)

WhatsApp: Verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Text und Sprache

verrifizierte-verschluesselung-Whatsapp-212396-verificatie
In einer WhatApp-Version für Android sind sogar schon diverse Icons für die verifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu finden. (Bild: DroidApp)

Weiter heißt es, dass sowohl Text- als auch Sprachnachrichten so verschlüsselt werden sollen. Ähnliche Funktionen bietet auch die App Signal. Abgesehen von Hinweisen im Übersetzungsprogramm sind schon Steuerungselemente der Verschlüsselungsfunktion in der WhatsApp-Version 2.12.396 für Android zu finden – aktiv ist die Funktion aber noch nicht.

Wann WhatsApp seine neue Verschlüsselungsfunktion einführt und ob sie auch für andere Plattformen wie iOS verfügbar gemacht wird, ist derzeit nicht bekannt. Es bleibt außerdem abzuwarten, ob die neue Methode die Kommunikation per WhatsApp tatsächlich so sicher macht wie sie verspricht.

Auch interessant: WhatsApp-Alternativen: Das können Telegram, Threema, Wire und Co. und WhatsApp weiß trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung immer noch mit wem ihr chattet

via www.smartdroid.de

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Whatsapp

Alle Jobs zum Thema Whatsapp
15 Reaktionen
Daniel
Daniel

Ich finde es super, dass WhatsApp nun endlich Wert auf eine gescheite Verschlüsselung legt. Bei meiner Android Version ist die Funktion schon verfügbar, allerdings habe ich es noch nicht geschafft einen Chat zu verschlüsseln.
Hat jemand schon einen Chat verschlüsseln können?

Antworten
Mayhew
Mayhew

Deine Gegenseite muss ebenfalls auf einer Version sein, die schon verschlüsselt. Sonst klappt es nicht.

Antworten
VinFin
VinFin

Das ist mir gestern aufgefallen, als ich geschrieben habe. Habe mich schon gewundert, aber jetzt weiss ich bescheid. Aber ob das jetzt trotzdem sicher ist? Na ja, ohne WhatsApp geht irgendwie auch nicht...

Antworten
v4ndamn
v4ndamn

Also ich habe diese Verschlüsselung bereits und einige Freunde von mir auch

Antworten
Melanie
Melanie

Ändert wohl leider nichts daran, dass die Daten in den USA liegen und die Nutzung von WhatsApp für Unternehmen so leider - Datenschutzrechtlich- mehr als schwierig ist.

Antworten
Christian
Christian

Ich bin ja gespannt, ob es wirklich Ende-zu-Ende ist. Das würde ja bedeuten, dass WhatsApp keine Inhalte mehr kennt und damit die Nutzungsrechte an Userbildern etc. verliert.
Entweder waren die so unwichtig oder es ist doch keine komplette Verschlüsselung. Ich bin gespannt, das werden sich einige pfiffige Menschen sicherlich genauer ansehen.

Antworten
Moe
Moe

Das Thema "Bilder" finde ich ebenfalls sehr spannend und ich habe mir an dieser Stelle bereits die selben Fragen gestellt. Allerdings werden diese an keiner Stelle erwähnt. Es wird nur davon Gesprochen, dass die Messages sowie die Sprachanrufe "Ende-zu-Ende" verschlüsselt sind.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass WhatsApp auf die Bildrechte verzichtet. Also wäre es dann doch keine komplette Verschlüsselung.

Es bleibt spannend.

Antworten
Richard J.
Richard J.

Persönlich traue ich threema genau so wenig über den Weg wie WhatsApp. Die können mir viel erzählen. Wen dann Signal. Allerdings wollen alle andren den Dienst nicht nutzen. Warum? Das weiß leider niemand. Ich denke das mit WhatsApp wird gar nicht so einfach werden. Immerhin haben die ja noch Ihren Browser-Client und irgendwie erstellt WhatsApp ja auch Backups von den Daten. Bin ja mal gespannt was WhatsApp sich da zurechtbastelt.

Antworten
Kujo
Kujo

Signal wird u.a. von der US-Regierung unterstützt. Threema hingegen ist ein unabhängiges Unternehmen. Vielleicht will ja deshalb niemand Signal nutzen? Für mich ist jedenfalls klar, wem ich mein Vertrauen schenke.

Antworten
Andreas Floemer

Signal basiert auf dem Protokoll von Open Whisper Systems, genauso wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Whatsapp. Siehe https://whispersystems.org/blog/whatsapp-complete/

Antworten
Frixi
Frixi

Das Problem dabei ist, dass Facebook trotzdem alle Meta-Daten erhält - und die sind für FB interessanter, als der Inhalt der Nachrichten.

Und wenn FB die Daten hat, haben sie auch alle staatlichen Schnüffeldienste...

Antworten
bjoerni
bjoerni

wem sicherheit am herzen liegt, hat whatsapp schon längst verlassen und ist zu threema gegangen. dass whatsapp die 2014 angekündigte ende-zu-ende-verschlüsselung immer noch nicht implementiert hat, sagt alles.

Antworten
Ilona Christen
Ilona Christen

Stimmt Threema ist am sichersten - vor allem aber weil es kaum jemand nutzt. Und Nachrichten die nie versendet werden können dementsprechend auch nicht abgefangen werden. Also absolute Sicherheit.

Antworten
Ich
Ich

Aber ob das andere Ende dann nicht doch WhatsApp ist... ;-)

Antworten
Andreas
Andreas

ROFL! Hervorragend :-)

Antworten

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen