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WhatsApp fordert jetzt jährliche Gebühr von Android-Nutzern

Der beliebte Nachrichtendienst war für Android-Nutzer bislang kostenlos. Überraschend häufen sich jetzt die Berichte über Zahlungsforderungen. Für ein Jahr Laufzeit sollen Android-Nutzer umgerechnet 0,80 Euro zahlen.

WhatsApp fordert jetzt jährliche Gebühr von Android-Nutzern

Über 100 Millionen Mal wurde der Nachrichtendienst WhatsApp auf Android-Geräten installiert. Im Gegensatz zur iOS-Applikation – die mit 0,89 US-Dollar zu Buche schlägt – war die Android-Applikation bislang kostenlos. Wie Mobiflip berichtet, häufen sich jetzt die Meldungen von Android-Nutzern, die zur weiteren Verwendung des Nachrichtendienstes eine Zahlung von jährlich 0,99 US-Dollar (umgerechnet 0,80 Euro) leisten sollen.

[Update – 21. November, 9:00 Uhr] Kommentare zahlreicher WhatsApp-Nutzer deuten daraufhin, dass eine Zahlungsforderung durch das Ignorieren der Meldung umgangen werden kann. Das Abonnement würde sich dadurch automatisch verlängern, heißt es. [/Update]

WhatsApp: Kosten schon seit langem Teil der FAQ

WhatsApp macht im eigenen FAQ-Bereich schon seit langem deutlich, dass der Nachrichtendienst auch für Android-Nutzer kostenpflichtig ist. Dort heißt es:

Beim iPhone muss man nur einmal bezahlen, wenn Sie die Anwendung herunterladen. Apple lässt Sie WhatsApp danach so oft wie nötig herunterladen. Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Mal die gleiche Apple-ID verwenden.

Für alle anderen Telefone (, BlackBerry, Windows Phone und Nokia) ist WhatsApp für ein Jahr kostenlos. Nach diesem Jahr haben Sie die Möglichkeit, das Abo um ein weiteres Jahr für $ 0,99 zu verlängern.

Abos sind kumulativ, das heißt, wenn Sie für ein weiteres Jahr bezahlen, wird es zu Ihrem jetzigen Abo oder kostenlosen Jahr hinzugefügt. Es gibt keine Unterschiede zwischen der kostenlosen und der bezahlten Version von WhatsApp außer der Gültigkeitsdauer.

Dass die Laufzeit der Applikation zuvor kostenlos verlängert wurde, lässt sich nur auf die Kulanz des Unternehmens zurückführen. Warum WhatsApp für verschiedene Betriebssysteme unterschiedlich hohe Gebühren verlangt ist jedoch unklar.

WhatsApp: Fairer Preis für den angebotenen Service

In Anbetracht der angebotenen Funktionen, der daraus resultierenden Ersparnisse und der großen Verbreitung von WhatsApp erscheint eine Zahlung von etwa 0,80 Euro pro Jahr angemessen. Wie das Unternehmen schon vor einiger Zeit im Unternehmensblog bekanntgab, wolle man schließlich auch in Zukunft auf Werbeanzeigen als Einnahmequelle verzichten.

WhatsApp bittet jetzt auch Android-Nutzer zur Kasse. (Foto: abulhussain / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Nicht unerwähnt bleiben sollen derweil die Sicherheitslücken des Nachrichtendienstes. Schon mehrfach sind große Mängel öffentlich geworden, die beispielsweise das Einsehen und Versenden von Nachrichten fremder Nutzer ermöglichten. Hier lässt auch die Reaktionszeit der Entwickler zu Wünschen übrig, die derartige Probleme nicht sofort beseitigten.

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13 Antworten
  1. von André Köbel am 20.11.2012 (08:49 Uhr)

    Da es ja von Anfang an hieß, dass es für Androidnutzer nur 1 Jahr kostenlos ist (wobei ich es nun über 1 1/2 Jahre kostenlos nutze) und es danach $0.99 pro Jahr kostet, haben sicherlich die meisten damit gerechnet. Aber wie ihr schon schreibt der Preis steht in keiner Relevanz zu der gebotenen Leistung und ist somit für die meisten sicherlich kein Problem. Selbst $0.99 im Monat wären meiner Meinung nach auch noch vollkommen in Ordnung.

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  2. von Ben am 20.11.2012 (08:54 Uhr)

    Also eigentlich war ich in der Annahme, dass das schon lange bekannt sei.
    Ich habe mich vor ca. einem 3/4 Jahr mal durch die ganzen Infos in der App gewühlt und da stand - für mich offensichtlich - drin, dass die Lizenz ein Jahr Gültigkeit hat und danach kostenpflichtig verlängert werden muss.
    Ob dies zwischendurch geändert wurde - keine Ahnung.
    Für mich also nichts neues.

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  3. von Marc am 20.11.2012 (09:12 Uhr)

    Ich verstehe den Aufschrei einiger Nutzer nicht. Wenn eine App ihr Geld wert ist, bezahle ich gern dafür.

    Und bei WhatsApp ist das - Datenschutz hin, Datenschutz her - für mich auf alle Fälle gegeben.

    Wer nicht zahlen will, kickt die App von seinem Smartphone und zieht weiter zum nächsten Gratis-Anbieter...

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  4. von Manuel am 20.11.2012 (10:22 Uhr)

    völlig angemessen

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  5. von Lenni am 20.11.2012 (10:29 Uhr)

    Gerechtfertigt ist so eine Sache.
    Wenn man mal ehrlich ist, können sie den Preis erheben, weil alle auf den Zug aufgesprungen sind.

    Aber im Großen und Ganzen ist und bleibt es eine Email zu einer Telefonnummer.

    Wenn man danach gehen würde, können sehr viele andere Unternehmen sehr viel Geld verlangen.

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  6. von Marc am 20.11.2012 (10:56 Uhr)

    Das im aufgeführte Phänomen ("Deine WhatsApp Lizenz wird in fünf Tagen ablaufen") hatte ich auch auf meinem Androiden.

    Ich habe NICHTS gemacht und gewartet. Jetzt ist in meinen Kontoinformationen "Läuft ab: 04.01.2013" vermerkt...

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  7. von Pooly am 20.11.2012 (10:58 Uhr)

    Ich sehe schon eine Shitstorm kommen. Entfacht von Teenagern, die schon über die Hamburger Preiserhöhung bei McDonalds entsetzt waren. ^^

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  8. von sarbatka am 20.11.2012 (13:18 Uhr)

    tztz
    1. wurde die Sicherheitslücke gestopft: http://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-stopft-Sicherheitsloch-und-verlangt-Abo-Gebuehren-1753088.html
    2. 0,80 € für EIN Jahr ist jemanden zu teuer?
    Fangt an zu trommeln....

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  9. von Moritz Bissinger MopassMarco DomingosMar… am 20.11.2012 (13:22 Uhr)

    Finde ich ziemlich unverschämt, kennt jemand eine kostenlose Alternative?

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  10. von Manuel am 20.11.2012 (13:50 Uhr)

    Also ich finde 80 Cent nicht angemessen, ist eigentlich immer noch zu günstig :) Für mich auf alle Fälle keine Überlegung wert.
    Zum Thema Datenschutz will ich jetzt gar nichts sagen, aber wer denkt das SMS besser und sicherer sei der soll das glauben.
    Ich verstehe sowieso die ganze Nörgelei nicht, das sind 80 Cent sowas gebe ich im Gasthaus Trinkgleld. Aber jedem das seine.

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  11. von natgoss am 20.11.2012 (18:28 Uhr)

    Die App ist doch so bekannt, irgendwann wird es eben etwas kosten und sparen kann man damit immer noch!

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  12. von egghat am 21.11.2012 (12:05 Uhr)

    Ich wünschte mir, diesen Weg (1-Dollar-pro-Jahr) wäre Twitter auch gegangen und die hätten nicht auf Werbefinanzierung (inkl. Plattmachen des Ökosystems) gesetzt ...

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  13. von michi.hanni.3 am 01.12.2012 (13:48 Uhr)

    Leute mal ehrlich. Wir reden hier über nicht mal 1 Euro und das nicht täglich oder monatlich, sondern jährlich. Dank whatsap habe ich schon unzählige Euros gespart!

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